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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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und so möglichst allgemein auch im südlichen Deutschland eine rich-tige Ansicht über den damaligen erfreulichen Stand der deutschenIndustrie, unv zugleich ihm hierdurch, bchufch der Nacheiferung,Gelegenheit zur klaren Erkenntniß zu geben, in wie weit wir, ins-besondere wir Hessen, in diesem oder jenem Zweige, diesem oderjenem Zollvercins-Staate noch nachstehen, was wir zu thun haben,diesem auch hierin gleich vollkommen zu werden, oder ihn wohl garnoch zu übertreffen.

Ich beginne mit derselben Fabrikation, mit der ich in den Ein-zelheiten bei Böhmen oben stehen geblieben bin, der des Glases:Im Jahr 1831 waren 96 Glashütten in den preußischen Staaten,1834 deren 107. Grünes Hohlglas wurden 1832 noch 4,463,1837 kaum '/s hiervon, nur noch 550 Centncr eingeführt. Vonweißem Hohlglasc war die Einfuhr 1832: 13,510 Ccntner, verrin-gerte sich aber ebenfalls von Jahr zu Jahr bis 1837, wo sie nur noch9,359 Centner betrug, während sich in denselben Jahren die Aus-fuhr von 11,035 auf 22,317 Centner vermehrte. Von jenem jetztso modernen Glas in Verbindung mit unedeln Metallen wurden1832 nur 316 Ccntner, 1836 schon das 37fache 12,171 Centncrausgeführt, während die Einfuhr von 2,146 Ccntner im Jahr 1832,1836 schon auf 134 Ccntner gefallen war. Ein ähnliches gleicherfreuliches Verhältniß zeigte sich bezüglich der Gesammtaus- undEinfuhr der sämmtlichen ZollvercinSstaaten an Glas in den Jahren1844 und 1845. Don gemeiner Töpferwaare betrugen die Ein-und Ausfuhren im Jahr 1832: 30,503 rexg. 50,887 und 183622,088 >'o«p. 108,885. Also hat sich die Einfuhr um etwa 28 prCt.und die AuSfuhr um mehr als 100 prCt. in diesen 4 Jahren ver-mehrt. — Von weißem und einfarbigem St ei «gute hat sich dieEinfuhr von 1832 bis 1837 um fast 60 prCt., von 4,517 auf2,916 Centner vermindert, die Ausfuhr dagegen um das Fünffache,von 3,965 auf 18,026 Centncr erhöbt. Eben so merkwürdig ist infast gleicher Periode bei weißem und buntem Porzellan dieAusfuhr gestiegen und die Einfuhr gefallen, denn während von je-nen: im Jahr 1833 noch 1,602 Centner ein- und nur 510 aus-gingen, von diesem aber 1832: 1,868 ein- und nur 305 Centnerausgeführt wurden, kamen 1836 nur noch 582 Centner buntesPorzellan aus dem Auslande, wofür wir ihn: dagegen schon damals2,346 Centner von jenem und 4,065 von diesem liefern konnten.