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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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sichtlich hebt, für die durch dessen Förderung nicht gerade in An-spruch genommenen, also muffigen Stunden durch eine praktische,getrennt neben seinem Schaffen als Bauer, wenn auch noch so be-scheidene Tbätigkcit aber Erwerbsquellen begründet, geeignet unsereMitbrüder vor jeder kommenden Kalamität, selbst vor jeder hartenLebensweise, wie die in den seither verflossenen herben, sorgenvollenMuttertagen, wo möglich für alle Zeiten zu bewabren. Wir bedür-fen nur einer erfolgreichen, auf daS Pflicht- und Ehrgefühl seinerBewohner berechneten Ermahnung und Belehrung über die Art undWeise, wie sie sich selbst durch eigene praktisch geleitete Thätigkeitjede Stunde zu einer Erwerbsquelle machen können. Sollen sichaber förmliche Fabriken bei uns immer mehr und mehr einbürgern,nun so nehmen wir jene nordfranzösischen, jene kleinen schweizerKantone, oder die sabrikreichcn Gegenden der Grafschaften Markzum Muster, treffen Vorkehrungen, daß keine Kinder in solche treten,oder doch ein solches nicht über seine schwachen Kräfte arbeiten darf.Wenn eine Fabrik auf einige Zeit ihre Erzeugung ermäßigen mußund einem Theil ihrer Arbeiter keine Beschäftigung zu geben ver-mag, so können sich solche von ihrem kleinen Besitzthum in der Zwi-schenzeit ernähren. Sind sie aber vor ihre»: Eintritt besitzlos, nunso verpflichte man einen jeden, einen Theil seines Wochenlohns ineine Sparkasse zurückzulegen, damit hierdurch ihnen die Mittel ge-währt werden, nach und nach wenigstens die oben geschilderte glück-liche Lage eines Handarbeiters sich zu erarbeiten.

Mit Recht ist man seither in unsern: Großherzogthum von derleitenden Ansicht ausgegangen, daß am vernünftigsten und für dasGemeinwohl am förderlichsten das Uebergewicht unserer landwirth-schaftlichen Erzeugung sei, bei welcher eine regelmäßige Getreide-ausfuhr stattfinde, und diese zu Gunsten eines niedrigen Arbeiter-lohns fortbestehen zu lassen, und nicht vorzugsweise Fabriken zu be-günstigen, die leicht eine Bevölkerung hervorrufen würden, welcheweniger wünschenswert!) ist, als jene, welche aus der ungestörte::,natürlichen Entwickelung unserer Gewcrbsvcrhältniffe von selbst ent-steht — unsern Fabrikanten die allcrnatürlichstc Prämie vor dergroßen Mehrzahl auswärtiger Concurrentcn, vornehmlich denEngländern — zu gewähren, und bei freier Entwickelung die Kapi-talien mehr der uns angemessenen bessern Bodcnbenutzung und derweiter:: Ausbildung des Ackerbaues zuwenden zu lassen, wodurch die