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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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meiiisamcii Lebens, ja theilweise selbst Lurusgegcnstände schafft, undsich auf viele und einträgliche Artikel der Ausfuhr erstreckt. Sowenig können wir aber auch uns verhehlen, daß, da die Naturmittelst seiner geographischen Lage und physischen Eigenthümlichkeit,besondere Vorzüge in den erzeugenden Kräfte seines je welligen Bo-dens verliehen hat, durch deren vollständige Benutzung allein seinenBewohnern mit dem geringsten Auswande von Zeit und Arbeit diedauerndste und höchste Kraft für die Unabhängigkeit nach Außen undder möglichst blühendste Wohlstand im Innern verschafft werdenkann, uns, im Interesse der zahlreichen Bewohner des OdcnwaldcSund des Bogelsbergcs, diesen immer noch Holzreichen Gegenden einweites Feld zur segensreichen Wirksamkeit offen steht, da, trotz ihresHolzrcichthums, diese großen Walddistrikte fast gar keine,den Werth des Rohstoffes doch so vielfach, ja mehrhun-dertfach vermehrende Holzwaaren-Gewerbe besitzen.Erst dann, wenn jene Erfordernisse eines unveränderlichen Naturge-setzes verwirklicht sind, ist auch in unserer Mitte die Summe allerArbeit entsprechend der Summe aller erzeugenden Kräfte, welche dieLage und der Boden unsers Hessens, insbesondere jene gebirgigenTheile desselben zu liefern von der Natur angewiesen sind.

Die Ergebnisse der hessischen Forste grenzen fast an das Un-glaubliche, aber mag deren Dauer, ihre Nachhaltigkcit durch unserevorzügliche, eben so praktische als sonst musterhafte Forstbcwirthschaf-tung auch noch so sehr gesichert sein, mag auch durch die vielenTausend Stecken an den Main, den Neckar und den Rhein gebrach-ten Holzes (nach dem amtlichen Zeugnisse der königlich bairischenZollbehörde gingen aus dem Odenwalde nur allein zu Wörth amMain in Einem Jahr 18,000 (also jeden Werktag 60) Holzfuh-ren ein, viel fremdes Geld in das Ausland gezogen werden, so istdieser Vortheil doch leider theils nur eingebildet, theils für die Un-terthanen nur indirekt und wird weit überwogen durch die hierdurchberbeigefübrten Nachtheile, insbesondere den hohen Preis, den esdurch jene bedeutenderen Holzverkäufe erlangt bat, wodurch seltenein wenn schon mitten im Walde sitzender Bauer die zu dessen An-kaufe erforderliche Summe aus dem Erlöse seines geringen Feldbauszu erschwingen vermag. Es ist ein Preis, der unwillkührlich Forst-frevel in Menge um so eher hervorbringen muß, je kärglicher derErtrag des mageren Ackerfeldes ist, der oft kaum den für feine Be-