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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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ruhenden und dadurch nachhaltigen Gcwerbsthätigkcit eine ebenso le-bensfrohe als gesicherte (driften; seinen Bewohnern geschaffen hat.Nur einem kleinen Theil der bebauten unebenen Fläche unserer Ge-birgsgegenden hat die Natur jene Produktionskraft verliehen, welcheeine reine Bodenrente abzuwerfen im Stande ist. Der Ackcrbestellerhat oft mit den unsäglichsten Hemmnissen zu kämpfen, weither mitnicht geringen Kosten und Mühe Asche und Seifcnsiederlauge zu bo-ten. Das fast durchweg unebene oft steile Terrain erschwert diemeisten Arbeiten, nur höchst mühselig bringt man den Dung aufdas Feld, und nicht leichter ist eö, die magere Ernte demnächst ein-zuernten. Regengüsse entführen iiberdies bei aller Anstrengung unddurch Schweiß oft höchst sauer erkaufter Arbeit die ohnedies dünneObcrlagc trcnnlichcr Dammerde den steinigen Abhängen. Es istSache der Erfahrung, wie ein Odenwälder landwirthschaftlicherSchriftsteller selbst bemerkte, daß sich auf schiefer Fläche die Feld-erzeugnisse, Insbesondere die Halmfrüchte dünner stellen, als auf demebenen Lande. Der Abbruch, den sie auf ersteren erleiden, zeigtsich aber um so auffallender, je steiler die Abhänge sind, je ärmerder Boden ist und je rauher die Lüfte sind, die darüber hinwehcn.Frost, Hiye, Regen und Schnee stehen kämpfend und leider nur zuoft siegreich im Streite dem Menschen gegenüber, wenn er sich be-müht, dem Boden auch da Fclderzeugnisse abzugewinnen, wo dieNatur ilnit einmal eine andere Bestimmung angewiesen hat. Denn,wo diese auS der Tiefe der Erde die Berge in die Lüfte emporstei-gen läßt', wo sie, oft in unabsehbarer Menge und in tausend wech-selnden Gestalten, das feste Gestein über den Boden der Erde hin-strcut, wo sie dem Feldbaue Hindernisse über Hindernisse entgegen-stellt: giebt sie sattsam und unzweideutig genug zu verstehen, daß siedort keine Feldgewächse erzogen haben wolle, daß sie diese Höhenfür andere Endzwecke sich auscrschen habe, nämlich zur Hcrvvrbrin-gung von Waldungen, von Gewächsen einer härteren Struktur, diedem Toben der Lüfte siegreicheren Widerstand leisten und in wenig-stens gleichem Grade der Erde zum Schmuck dienen unseren Mit-brüdern zur reichlichen Erwcrbsguclle werden können. Was Wunder,wenn auf solchem abschüssigem Waldbodcn der Gebirgsbewohner unterder höchsten Plage seines Zugviehs und im eignen sauren Schweißedergleichen entlegene Aecker düngt, beackert und besät und zur Zeitder Ernte die Saatfrucht verdoppelt, höchstens verdreifacht