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verschaffen, als es selbst das ergiebigste Fruchtland, ohne alle ge-werbliche Beihülfe, vermag. Wir haben schon gewandert im düsternScbwarzwaldc und gesehen, wie in diesem von Natur höchst ähnlichenEbenbiloc unseres Odcnwaldes das ebenso anziehende als erfreulicheallmähliche Werten und Ausbilden der dortigen Holzuhrcmnachcrciein eklatantes Beispiel uns darbot, wie gerate vorzugsweise die Holz-verbrauchende Industrie durch Verarbeitung und Verwandlung desRobstoffcs in eine gesuchte Waare diesem Material, einen mehr alshundertfachen Wcrtb geben kann.
Aehnlicher, ebenso glücklicher als zufriedener Verhältnisse erfreutsich das gletschcrreiche Bcrncr Oberland, aus welchem, vornäm-lich seit den letzten Jahrzehnten, ebenso wahrhaft schön als gefälligeine Menge ökonomischer Gegenstände, wie: Kästchen, Trinkbecher,Körbe, Schcllenzüge, Nadelbüchschen, Lineale, Papiermesser, Schach-teln aus weißem Ahvrnholz gefertigt, häufig mit Angeschnittenen In-schriften versehen, noch öfter lackirt und bemalt, ausgeführt werdenund als überall beliebte Waare einen unbegrenzten, fortwährend nochsteigenden Absatz genießen. Diese Beschäftigung dünkt den dortigenGebirgsbewohnern in dem Grad lohnend, daß die Arbeiter das er-forderliche Holz mit möglichst schönen Masern über Stock und Steinbis zu einer Entfernung von 10 bis 12 Stunden hierzu sich holenund trotz diesem Zeitversäumniß ganz sorgenfrei das Jahr über da-hin leben können.
Ich erwähne hier von außcrdcutschen Gegenden nur noch desüber 3000 Fuß hochgelegenen, sechs Stunden langen Jourthales,dessen protestantische gottesfürchtige Bewohner nur nach alter Sitte,als man hier gegen Einfälle der Burgunder stets auf seiner Hutsein mußte, Sonntags bewaffnet die Kirche besuchen, Werktags abernamentlich in dergleichen Holzarbeiten ungcmein viel Kunst und Ge-werbflciß enthalten, und gehn dann zu unserm deutschen Vaterlandeüber, um zu zeigen, in welch' hohem Grad dieser einträgliche Er-werbszwcig auch in seinen Gauen lohnend gepflegt wird und wievielen namentlich rauhen Gebirgsgegenden zur unversiegbaren Quelledes Wohlstandes diese Industrie geworden ist. Es handelt sich hier-um eine Gewcrbsthätigkeit, welche der einer arbeitsamen Biene gleicht,die, indem sie die so kostbaren, im Reiche der Blüthen verschlossenenProducte sammelt und den Menschen zum Genusse darbietet, zugleichdie Befruchtung der Pflanze fördert und so durch die der Selbster-