den Dorfzcichenschulen, gleich jener zu Oberammergau, soll der amSchlüsse der ländlichen gewerblichen Nahrungsguclleu näher noch zubesprechenden Privathülfsgewcrbvcrcin die nöthigen Mittel schaffenund, nach -Vermehrung der Wiinsche des Gcwcrbvercins, auf diepraktischen Wege leiten. In Uebcreinstininmng mit diesen vaterlän-dischen Bemühungen, könnten junge taugliche Subjecte, deren sich fastin jeder Dorfgemeinde vorfinden, und durch den Ortsbürgermeisterim Verein mit dem Geistlichen und Lehrer zu erkundschaften sind,hier in Darmsladt auf Kosten des Gcwerbvercins unterhalten werden,und auf dem Bureau desselben den erforderlichen Zeichenunterrichterhalten. Es würde von diesem Verfahren ein um so ersprießlichererErfolg zu erwarten sein, als ein dem Verfasser bekannter, in diesemFach sehr geschickter Techniker (Herr Friedrich) diese Schüler iniMo-delliren in plastischen Thon, sowie in der Handhabung des Meißels :c.gleichzeitig zu unterweisen sich bereit erklärt haben soll. Ich selbstbin auf Verlangen im Stande, einen zu Bricnz wohnenden, ebensointelligenten als geschickten Arbeiter in den verschiedensten Holzgattungennamhaft zu machen, einen gebvrnen Hessen, welcher dermalen nochüber 40 Gehülfen verfügt und auf sicher billige Weise zu bewegenwäre hierher zu kommen und in seinem alten Vaterlandc Heil undSegelt zu verbreiten, diese wenigen Bctriebsanlagekosten die wucher-lichstcn Zinsen tragen zu lassen. Hat dieser Industriezweig bei unseinmal eilten gewissen Grad von Vollkommenheit erreicht, so werdenwir auch nicht umgehen können, einige junge talentvolle, hierin zumeistvorgeschrittene Männer in die Fremde zu schicken, theils die uns nochfehlenden einträglichen Artikeln und deren Hcrstclluugswcise durchAugenschein kennen zu lernen, theils auch, mit spekulativem prakti-schem Blicke in den Absatz- und Hafenplätzcn nachzuforschen, welcheArtikel die beliebtesten, die zumeist begehrtesten und zugleich, in Be-rücksichtigung unserer Verhältnissen die lohnendsten sind.
Schliessen