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Als ich vor wenigen Jahren in Straßburg, der ehemaligendeutschen Reichsstadt, vor dem ehernen Denkmale Klebers, des inseinem Garten zu Kairo von einem sanatischcn Türken ermordetenGenerals, stand und die an dessen Fußgcftell benutzten trefflich po-lirtcn Granitplatten und rings zu meinen Füßen in Hessen gebro-chene, von Hessen zugehauene, dort sehr geschätzte Quadersteine sah,da dachte ich unwillkührlich daran, sollte nicht eine ähnliche, lohnendeErwerbsquelle uns unser Granit werden könne». Aehnlichcs kammir wieder in den Sinn, als ick aus dem Kölner Domplatzc unsereFlvnhcimcr feinkörnigen Sandsteine von so schöner weißlicher Farbezuhauen und benutzen sah zum Ausbau des herrlichsten Domes un-serer Erde. Unzweifelhaft biet« der große Reichthum seines Bodensan Granit und Svenit unserm Qdenwälder vielfache Gelegenheitzu immer lobncnder werdendem Verdienst dar. Diese vortrefflichenSteine, gehörig zu Trcppcntrittcn, Vorlegplattcn, Fensterbänken w.zugehauen, müssen einen guten Absatz finden, und wie schön unddauerbaft sind solche Granit- und Suenit-Arbcitcn? Will mau hierweiter geben, so müssen Vorrichtungen am besten mittelst Wasserkraft,an der es im Qdenwaldc nicht fehlt, getroffen werden, daß vonGranit und Syenit regelrecht geschnittene und polirte Platten zu fei-neren Arbeiten angefertigt werden können, die gewiß Absatz finden,denn die Lage des QdenwaldeS ist äußerst günstig, da von keinemTheile desselben an irgend einen der drei Flüsse Rhein, Main undNeckar weiter als 6 bis 8 Stunden der Wagen zurückzulegen hat.Es könnte vielleicht in der Nähe Heppenheims an der Bergstraßeam schicklichsten diese Erwerbsquelle angebracht werden, da in diesemStädtchen bereits ein tüchtiger Granitsteinbaucr ansäßig ist. Manbelächle diesen Vorschlag keineswegs, balte ihn nicht für unpraktisch,vermögen die Granitplatten nur einigermaßen billig zubcarbeitct zuwerden, so werden sie gewiß auch zu Trottoirs verwendet werden,wie ja selbst gesetzlich die Berliner allein zu dem Ende dermalenTausende von Thalern jährlich hierauf verwenden müssen.
Für wahr cS schlummern noch sehr viele unbenutzte Schätze inunserm hessischen Boden, laßt sie uns alle aufsuchen, durch ihre Be-arbeitung "Nahrung schaffen, den Bettel und die Arbeitsscheu dem^a»oe binausjagcn, überhaupt sie möglichst rentable für das Gc-sainmtwohl werden lassen. Es werde» ohne Zweifel noch sebr vieleunter diesen Bodenschätzen sich finden, deren Verwerthung kein un-