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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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ersten Moment glauben, cS könne ein Gegenstand von so geringemWerthe — wie die Hasten — nur einen unbedeutenden Zweig derIndustrie ausmachen, indessen ist doch der Verbrauch bei Uniformen,Manteln, Wcibcrklcidcrn, zumal in manchen Gegenden, wo derenTrachten unglaublich viele in Anspruch nehmen — durch Schuster,Tapezirarbeiten w. in mehreren Orten unsers benachbarten Taunus-gebirges, namentlich in obcngenanntem Reiffenberg, jener Berg-stadt und Hauptvrt einer Herrschaft im nassauischc» Amte Usüigcn,wo ein großer Theil der Einwohner sich mit deren Fertigung größ-tenteils ernähren soll, so stark daß (zufolge eines in Dr. Dinglcrsbekanntem polytechnischen Journale enthaltenen Aufsatzes) z. B. be-reits vor 20 Jahren zu Paris allein deren jährlich für mehr als eineMillion Franken, in ganz Frankreich zu Aigle, Saumur, Lyon w.für mehr als 12 Millionen Franken fabrizirt wurden. Mit derFertigung dieser einfachen Haften beschäftigen sich zu Paris 3 bis400 Mann Sapcurs und Pompicrs an den Tagen, wo sie vonder Wache frei sind und verdienen hierdurch täglich einen Franken,freilich ein geringer Erwerb, der aber wohl um das Doppelte ge-steigert werden kann, sobald man (wozu jederzeit unser genialer Wil-helm Pfnvr die nöthige praktische. Belehrung mit gewohnter Libera-lität zu ertheilen sich erboten hat,) die Hülfsmittel — die Zangen —zur Fertigung derselben so verbessert, daß eine raschere und wenigerermüocnde Manufaktion möglich wird.

Ein solcher Arbeiter vermag mit der gewöhnlichen noch nichtverbesserten Drahtzange täglich nicht mehr als 1'/- Mark kleinerHaften zu verfertigen — man verkauft sie nämlich in Frankreichnach der Mark — er könnte aber 15 — 20 Mark große odergrobe Haften liefern, sobald bei Fertigung der letzteren die Handnicht so sehr ermüdete, daß sie endlich anschwillt und der Arbeiterauf diese Weise gezwungen wird, mit den größern Haften bald auf-zuhören. In dem Handel kommen 7 verschiedene Größen derselbenvor, von welchen die größten mit Nr. 1, die kleinsten mit Nr. 7bezeichnet sind. Von den drei ersten Nummern gehen natürlich we-niger Stücke auf die Mark, ihr Gebrauch ist aber auch ein be-schränkterer. Ihr Preis richtet sich nach den Nummern und demStoffe, aus welchem sie bestehen. Die sog. versilberten Haften —AKrssos cie trsit — gelten bis zu Nr. 5: 2 Frks. 50 Cent. (1 st.10 kr.), die Mark Nr. 6 gilt 3 Frks. 50 Cent (1 fl. 38 kr.), die