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den Gedeihens, daß er am Schlüsse des vergangenen Jahres 1846bereits 1645 Mitglieder zählte, deren Beiträge im Ganzen 1635 fl.56 kr. also durchschnittlich fast einen Gulden betrugen, ebenso dieberrliche Schöpfung unsers Zimmermann, der Gustav Adolph-verein, dessen Mitglicdcrzahl in unsrem kleine» Großhcrzogthumcseit 1841, dem Jahre seiner Entstellung bis zu 56 und 60,600herangewachsen sein soll, ja ganze fast mittellose Gebirgsge-meinden sich an dem Liebcswerk in der Weise bethciligt baben,daß Jedes, auch das jüngste Glied derselben, und wenn auchnur init einem Kreuzer, jährlich sein Scherflein hierzu beiträgt.Und fürwahr, wie schon oben angedeutet, nicht weniger erscheintunser Hiilfsvcrcin als Gottcswerk, als eine, für das Gesammtwohlhöchst segensreiche Schöpfung, zur Förderung der Arbeitsamkeit, desGcwerbfleißes, zur gründlichen Bildung der Gewerbtreibcnden, zurEntfernung der ihrem Gcocihen entgegenstehenden Hindernisse, zurnaturgemäßen Entwickelung unserer Erwerbskräfte und Auffindungmöglichst ergiebiger Nahrungsqucllcn für Tausende und aber Tau-sende bedrängter Familien unseres Vaterlandes. Jeden Wohlmei-nenden erfüllt deren Zukunft mit Besorgniß, denn eine Noth, einMißverhältniß zwischen sichren nothwendigen Lebensbedürfnissen undden ihnen zu deren Befriedigung nöthigen Mitteln, wie es seit 30Jahren nicht von ihnen gefühlt worden, verbittert ihr Dasein. Ver-gebens versucht die Kunst ihr Dasein zu erheitern, wo die Mitteldes Genusses mangeln, bleibt sie weitaus den Meisten eine ver-schleierte Göttin. Die Armuth hat eine verhängnißvollc Nachkom-menschaft. Sie hat einen gleich nachteiligen Einfluß auf die phy-sischen wie geistigen Kräfte des Armen, ja auf reffen ganzen Cha-rakter. Gerade der Zustand der Armuth bietet den empfänglichstenBoden für Krankheiten, den sterilsten für deren Heilung dar. Uebcr-mäßige Anstrengung, schlechte Kost, ungesunde Wohnung, ungenü-gende Kleidung, Mangel an Pflege und Scelenjammer vereint er-schweren sie jedenfalls sehr, ja machen sie oft rein unmöglich. DerDürftige erschöpft sich, welkt dahin, ein frühes Grciscnalter kürztseine Tage; die Kinder erben diese schlimmen Anlagen und bringenin reichlicher Menge Krankheitsstoff schon mit auf die Welt. — Diedrei ersten Arrondisscments von Paris, welche sich eines allgemeinenWohlstandes erfreuen, schicken jährlich nur 18, 23, 26 Kranke auf10,000 Einwohner in die Spitäler, während das achte, neunte,
Willens Erweiterung ic. 26