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1. Hieronymuskarten.
fehlerhafte Kopien beider Karten giebt, ferner von Beavan and Phillot¹) und von Jomard 2); eine Analysederselben kennen wir nicht.
Der Codex, welchem sie angehören, wird in das 12. Jahrhundert angesetzt. Auf dem modernenEinband steht, cumcum mappa geographica anni 1150". Wir sind mit dieser Datierung vollständig einver-standen. Jedenfalls ist die Schrift nicht später anzusetzen. Die Schrift des ganzen Codex ist durchauseinheitlich und sehr schön, die Initialen rein romanisch. Ausser dem schon genannten späteren Vermerk, liber Sci. Martini...", welcher auf dem ersten und letzten Blatt gleichlautend steht, enthält derCodex nur den reinen Text kein überflüssiges Wort. Das British Museum hat denselben durch Kauf- so wird obigervon Mr. Montell erworben. Er gehörte einst dem Kloster St. Martin in Tournay Vermerk gedeutet; ob mit Recht, kann ich nicht entscheiden.
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Das Blatt 64, welches die Karten enthält, ist etwas schmäler als die andern, aber von gleicherdieDie Höhe beträgt 35,5-35,8 cm,Höhe. Die Karten nehmen das ganze Blatt ein, ohne Rand.Breite oben 23,6 unten 22,4 cm. Rechts unten ist ein Loch im Pergament durch ein übergenähtesovales Stück verdeckt. Die in unseren Photographien wie auf der Kopie leicht kenntliche Stelle enthältauf der 1. Karte die Insel Creta , auf der 2. den Mons Caucasus. Ferner trägt die erste Karte obenrechts von neuerer Hand den Vermerk: 64° et dernier feuillet; die 2. hat links in der Mitte den Stempeldes British Museum . Auch tragen beide Karten mehrfache Spuren alter gelöschter Schrift. Zunächstfallen eine Anzahl Namen und Zeichnungen auf, welche zeigen, dass der Schreiber unserer Karte zuerstprobiert und einzelne Namen probeweise geschrieben, dann herausradiert und zum grösseren Teil weiterunten angesetzt hat. Der Lichtdruck hat diese Namen viel deutlicher hervortreten lassen als auf demOriginal und der Photographie, so dass sie jetzt ohne Mühe gelesen werden können. So stand auf der1. Karte Huni scite weiter oben, Tiatira 2 cm höher als jetzt; Derbe civ.( sehr deutlich), Attalia c., Pa-tera c. standen je 1-1/ 2 cm höher; Pathmus stand als Insel ursprünglich neben dem jetzigen Rhodus.Comagene stand weiter links, Siria Sobal höher u. s. w. Ebenso erkennt man auf der 2. Karte- Licht-druck den ursprünglich anderen Lauf des Flusses Jor und des unteren Euphrat , einen Fluss beiAntiochia, Samaria in grosser schiefer Schrift, Galilea unter Dan civ., Nazareth und mons Carmelusweiter rechts, mons Tabor rechts tiefer, Silo weiter oben, mons Oliveti und Bethania weiter links; derIn Kleinasien sieht man deutliche Spuren derägyptische Meerbusen ging weiter nach oben u. s. w.Abteilung in Provinzen und darüber Reste von Legenden.Ausserdem zeigt das Vorderblatt, Karte 1, noch zuverlässige Spuren davon, dass das Pergament-Auf dem Original sieht man, besonders in der Mitte,blatt früher ein Stück einer grossen Karte war.schwache Spuren einer roten Schrift, der Lichtdruck lässt ein grosses erkennen. Links vom Ganges sieht man die Vignette einer Stadt( Haus oder Tempel); an mehreren Stellen sieht man die Spurengrösserer Legenden( unter Konstantinopel in 8 Zeilen), welche vertikal verliefen( quer zur jetzigen Karte).
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Es fragt sich nun vor allem, ob die Karten eine Beigabe des Abschreibers, und dann ein mittel-alterliches Produkt sind, oder ob sie zu dem Werke des hl. Hieronymus ursprünglich gehörten, und dannAbschriften einer alten Vorlage sind?
Aus äusseren und inneren Gründen glauben wir die Autorschaft des hl. Hieronymus annehmenzu dürfen und zu müssen. Zwar ist es uns bis jetzt nicht gelungen, in irgend einem anderen Hieronymus-Codex die Karten wieder zu finden; aber Hinweise auf dieselben sind vorhanden.
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post decem ecclesia-1. In der Vorrede zum Liber de locis sagt Hieronymus:„ Eusebius .sticae historiae libros, post temporum canones, quos nos latina lingua edidimus, post diversarum vocabulanationum post chorographiam terrae Judaeae et distinctas tribuum sortes, ipsius quoque Jerusalemtemplique in ea cum brevissima expositione picturam, ad extremum in hoc opusculo laboravit, utcongregaret nobis de sancta scriptura omnium pene urbium, montium, fluminum, viculorum et diver-sorum locorum vocabula." Diese Schriften hat Hieronymus der Reihe nach übersetzt.geschichte des Eusebius reicht bis zum Jahr 324; die folgenden geographischen Arbeiten kann Eusebius also nicht vor diesem Jahr abgefasst haben. Das sogenannte Onomasticon ist an Paulinus, den
1) Beavan and Phillot, Mediaeval Geographie p. XLVI.
Die Kirchen-