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Spccielle Chemie.
eine mindere Dichtheit unterscheiden. Diese Abweichungin einer einzigen Eigenschaft, die überdiess nicht scharfabgränzend hervortritt, weil das dichteste Metalloid demam wenigsten dichten Metalle hierin sehr nahe stehet, kannaber die fernere Theilung jener Stoffe in zwey Classen kei-nesweges begründen, und es tnüssen folglich die Metalloideund Metalle künftighin ohne Zweifel einer und derselbenReihe zufallen. — Diese Classe, nälimlich die der metalli-schen Stoffe, verliert aber sodann auch ihr entsclieidenstesMerkmahl, die grössere Dichtheit; weil diese bey einigenMetalloiden ungemein gering, und nahmentlich beym Ka-lium gei’inger ist als die des Wassers: so zwar, dass sichnunmehr die metallischen von den nicht metallischen Stof-fen durch dieses Merkmahl nicht mehr unterscheiden las-sen, und mithin als Mittel zu solcher Unterscheidung nurnoch die grössere Leitungsfähigkeit für El. und Wärme übrigbleibt.
[Dieses letzte Mittel verspricht zur Zeit noch sehr viel; dennder Abstand der Leitungsfähigkeit für Wärme und El. ist zwi-schen metallischen und nicht metallischen Stoffen auffallendgross. So verhält sich z. B. nach Cavendish die Leitungsfä-Klgkeit des Wassers zu der des Eisens, beym el.Fl. wie 1 zu400 Millionen, und sogar die am besten leitende nicht metalli-sche Substanz, die Kohle, leitet nach Davy mehrere Tausend-mahl schlechter als dasEisen. — Allein es entsteht hier billig dieFrage : Ob nicht auch mehrere nicht metallische Stoffe, die wirjetzt nur als Oxyde kennen, als: Boron, Carbon, Phosphor,Schwefel, Selen eben so gut leiten würden , wenn es gelingensollte, sie als Aräoide darzustellen?]
§. 709. Wenn man sonach die metallischen Stoffe auchfernerhin in Metalle und Metalloide abtheilt, so darf diesskeinesweges in hohen Anschlag kommen; es muss vielmehrnur als eine eben nicht sehr wichtige Massregel angesehenwerden, die wohl noch fortbestehen kann, in so fern ausdieser Distinction einige Erleichterung der Uebersicht er-langt wird.