>336 Allgemeine organische Körper.
zogen, so erhält man ein Leuchthpdrat, welches nicht mehrgelatinirt:
4 (C i3 H 20 N 4 0 5 ) -f- aq.
Dasselbe bildet sich auch beim Kochen von Leim mit Was-ser; eine Eigenschaft, worauf das Abkochen des Fleisches zuBouillon und dieBereitung derSpeisen imPapinianischenTopfeberuht; es ist die Frage, ob dies Leimhpdrat durch den Orga-nismus wieder in Nahrungsstoffe verändert werden, und obes auch schädliche Stoffe in dem Körper erzeugen kann.
Der Leim wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht durchdie Pflanzen bereitet; in den vegetabilischen Nahrungsstoffenhat man ihn bis jetzt noch nicht gesunden.
Auf welche Weise die leimgebenden Gewebe in dem thie-rischen Körper entstehen, ist noch unbekannt; der Möglichkei-ten sind viele. Es giebt indessen in dem Organismus Stoffe,welche eine dem Leime ähnliche Zusammensetzung haben; da-hin gehören jene Verbindungen, welche aus Protein unterdem Einflüsse von Alkalien erzeugt werden (s. die Note p. 322).Die letzteren verdienen besondere Beachtung, weil das Blutalkalisch ist und Protein mit dem schwächsten Alkali nicht zu-sammenkommen kann, ohne zersetzt zu werden, wie wir p. 321gesehen haben.
In den Haaren kommt mit Schwefel-Protein C 40 H 82N 10 0 12 + S 2 ein Bindungsstoff vor, II^ N 6 O ä , welchersich durch zwei Atome Stickstoff vom Leime unterscheidet, wäh-rend Protid C 13 H xs N 2 0 4 und Erpthroprotid C 13 II 16 N 2 0 5dem Leim in ihrer Zusammensetzung sehr nahe verwandt sind(s. p. 322). Durch Zersetzung des Proteins kann also indem thierischen Organismus auf die Weise Leim gebildet wer-den, wie bei der Einwirkung von Alkalien auf Protein p. 321mitgetheilt ist. Ameisensäure entsteht hier unter dem orydi-renden Einflüsse des durch die Lungen in das Blut überge-führten Sauerstoffs nicht, sondern wird unmittelbar in Koh-lensäure verwandelt. Daher sind die Zcrsetzungsprodukte des