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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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354 Allgemeine organische Körper.

auf und werden gallertartig; Natron, Kalk und Barytwasserwirken auf gleiche Weise, aber langsamer.

Solche Massen werden ebenfalls schwarz in kohlensäure-haltigem Wasser, in sehr verdünnten Auflösungen von Wcin-steinsäure, Oralsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salz-säure, Essigsäure, Salpetersäure und Borsäure, in ersteremam stärksten, in letzterer am wenigsten.

Die genannten Salzauflösungen coaguliren das Globu-lin, die Säuren lösen es auf, nachdem sie es in einen gal-lertartigen Zustand versetzt haben; die Alkalien ebenfalls.Dies kann wenigstens von dem Globulin angenommen wer-den, nach ven Eigenschaften, die man vom Fibrin kennt.

Suchen wir uns nun von der Farbenveränderung desBlutes in den Lungen Nechenschaft zu geben, in der Voraus-setzung, daß der Farbstoff dabei keine Veränderung erleidet.

Der Farbstoff ist fast ganz in dünne Membranen, dieBlutkörperchen in Zellen, meist mit ihren Kernen versehe»,eingeschlossen.

Jene Zellenmembranen bestehen aus einer Proteinver-bindung; nicht aus Albumin, sondern entweder aus einerSubstanz, woraus sich beim Coaguliren des Blutes Fibrinerzeugt, und welche durch Auflösung der Membranen sich indem Serum vertheilt, oder aus einer besonderen Proteinver-bindung, dem Globulin.

Im Blute ist der bei der Coagulativn Fibrin erzeugendeStoff aufgelöst.

Die Proteinverbindungen, besonders die Fibrin bildendeSubstanz, haben die Eigenschaft, mit dem Sauerstoff der Luftin Berührung, zwei Oryde zu bilden: C 40 H 62 N I0 O X4 undC^HujNjoO^. Eine solche Verbindung findet man in derEntzündungshaut *). Orydirt sich die Proteinverbindung zu

') Siehe oben i>. 326 , 327 .