Buch 
Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
Seite
1155
JPEG-Download
 

Nahrungsflüssigkeit, Blut. 1155

die eigene des Thiers, verursachen sehr rasch den Tod, z. B.von 40«43" sah er Thiere, die dem Versuche unterworfenwurden, sterben. Zwischen 0« und 30« bestand schon diegrößte Verschiedenheit in der Menge ausgeathmeter Kohlen-säure; bei 0« ist die Menge der Kohlensäure das Doppeltevon der bei 30«. Bei den mittleren Temperaturen ist dieMenge eine mittlere; die Kälte bringt also nach diesen Ver-suchen eine viel größere Menge Kohlensäure zum Vorschein.Es war einerlei, welche Thierart zu diesen Versuchen genom-men wurde, alle gaben die genannten allgemeinen Resultate,aber die kleineren brachten in derselben Zeit eine größereMenge Kohlensäure zum Vorschein, als größere Individuen,alle inzwischen im ausgewachsenen Zustande, so daß nach die-ser Regel, die auch schon früher in der Wissenschaft aufgenom-men war, der Stoffwechsel bei den Thieren um so bedeuten-der erscheint, je beträchtlicher ihre Kleinheit ist. Schade ist,daß Lctellier allein die ausgeathniete Kohlensäure ausge-zeichnet hat und nicht, so wie Marchand, Regn ault undReiset, zugleich die Menge des aufgenommenen Sauerstoffsangemerkt hat, woraus dann bei den von Letellier benutz-ten Thieren, auch der Sauerstoffverbrauch zu andern Zwecken,als zur Kohlensäurebildung, bekannt geworden wäre.

Hier sind einige seiner Resultate in Bezug auf die MengeKohlensäure, in einer Stunde ausgeathmet durch ein Thierder folgenden Art-

Zeisig . .

Bei 0«

. 0,325

Bei 15"bis 20"0,250

Bei 30°bis 40"

0,129,

Turteltaube

. 0,974

9,684

0,366,

Maus . .

. 0,531

0,498

0,268,

Murmelthier

. 3,006

2,080

1,453.

Hierdurch wird ungefähr das mittlere Resultat von Letel-liers Analysen ausgedrückt.

In Bezug aus die Transpiration durch die Haut und

73*