116 CApur Iv. von Zeichnung der Aufriſſe.Fenſter unten mit der Einfaſſung breit werden ſoll, theilet ſolche in 6 Theile, wovon der er-
ſte Theil a c, und der letztere d b, die Breiten der Einfaſſungen geben, dieſe Breiten ziehekman mit blinden perpendicularen in die Hoͤhe, dann ſetzt man die innere Breite c d, odendie Breite des Fenſters im Lichten aus c und d zweymahl in die Hoͤhe in e und 1 ſo giebtdas Oblongum ce f d, die gantze Oeffnung des Dachfenſters im Lichten. Die, Breite dekEinfaſſung 2 c, wird nachher dreymahl in die Hoͤhe geſetzt, ſo am fuͤglichſten auf dem Mit-telſtrich geſchehen kan, unb aus g in h. aus h in i, aus f in k reicht. Der Raum hi wirdin 4 Theile getheilet, und ein Theil davon zum Raum des Theils i K. oder zu dem Raumder dem Krantz⸗Geſimſe gewidmet, geſchlagen, auch werden nach ſolchen abgeſteckten Panctenblinde horizontalen o p, q rin gezogen, ſo erhalten wir drey beſondere Haupt⸗Theileals g h. h mem 5 deren Verhaltung zu einander wie 4, 3,5. iſt⸗ und iſt das unterſteStüuͤck g h, oder noch deutlicher e k n gleich einem Balcken⸗Geſimſe Fig. 7. oder als einArchitrave ausgezieret, h mi oder was zwiſchen In, ꝗ r, iſt, gleichet einem glatten Bor-ten, m K. aber, oder was zwiſchen q r. p o. iſt einem Krantz⸗Geſimſe, deme in der Mittender Rinnleiſten genommen, an dem Ende aber vollig ausgezogen iſt, wie die Figur zeiget.Hierauf werden zwey blinde Diagonalen fI und e n, gezogen, bis an welche die Linien desBalcken⸗Geſimſes nach verfungrem Maſſe aus der Fig. 7. genommen, ausgezogen werden.Von dar an, wo dieſe Linien an die Diagonalen ſtoſſen, werden perpendiculariter die Linienrunter gezogen bis an den Fuß, oder bis an die Linie ab, auf die Art iſt dann die Umfaſ-ſung des Fenſters a n 1 1775 e fd ausgezogen; der Fuß iſt halb ſo hoch als die Einfaſſungbreit iſt, deſſelben gantze Hoͤhe wird in 5. Theile getheilet, ſo giebt der mittelſte Theil einRiemchen, die oberſten 2 Theile geben ein Staͤbchen, dergleichen Fig. 8. enthalten, und dieunterſten 2 Theile geben einen Strieffen, welcher eben ſo weit gehet als die druͤber ſtehendkUmfaſſungen gehen, das Riemchen ſpringet ſo viel vor als es hoch iſt, und auf der con,nuirten Linie des Riemchens befindet ſich das Centrum zum Stäbchen. Uber der Einfaſ-ſung iſt ein breiter Streiffen, den ich oben den Borten genennet habe, ſolcher wird ſo viel/als das äuſſerſte Glied der Umfaſſung beträgt, zuruͤck gezogen und ſeitwaͤrts mit perpendi-culairen zugeſchloſſen, wie ber 1% nu zu ſehen. Von l wird nach er und von u nach weine blinde ſchroͤge Linie gezogen von 4 Sracl, ſo erhalt man auf der oberſten Linie o ppdie Puncte t und w, wo das Krantz⸗ Geſimſe ſeinen Anfang nimmt. Man kan auch diePuncte t und w folgender maſſen finden: Die perpendiculare Borten⸗Linie ls, und n uzwerden bis an die Linie o p. continuiret/ und von dar, wo ſie anſtoſſen, wird die zum KranGeſimſe beſtimmte Hoͤhe rauswerts in t und w' getragen, hierauf wird von s bis t ein KrantzGeſimſe eingezeichnet, welches wie die erſte kigur geſtaltet iſt. Auf was vor Art aber dasKrantz⸗Geſimſe von(nach win die Höhe gehet auf ſolche Art wird auch von u nach wdergleichen Krantz, Geſimſe gezogen: wobey freylich vieles von den runden Gliedern aus freyetFauſt gezogen wird doch theilet man die Höhe p r, in drey gleiche Theile, ziehet nach ſol-chen Theilen blinde Linien en She unter der oberſten und zwweyten noch andere blinde Linien/nicht minder in dem unterſten Theile mitten inne und nahe darneben blinde Linien, ſolche ins-geſamt dem Augen⸗ Maaſe 5 proportionirlicher Weite, ſo hat man alle Glieder⸗Linien/die in der erſten kie. mit ac e e teh abemercket, auch hat man Fig. 11. die Anfaͤnge undund die Enden des Geſimſes bey u und tw daß es alſo ſo ſchwer nicht, wenn(und:dann u und w 19 e e onalen zuſammen gezogen, mit einer zarten Schreibfeder dasGeſümſe auswendig, oder aus freyer Faust zu zeichnen, falls man ſolches vorher im groſſenſic gur gekannt gemakt. Naghero wid die Weiter ein ber gbiche hal. gekheilet,und ein Viertel aus der Mitte oder aus k perpendiculariter in x in die Hoͤhe geſetzet, auwerden von d nach x, und von v nach*, Tuſch ⸗ Linien gezogen, ſo hat man die Haupt-ſtalt des Frontons, zu den oberſten Linien* Xx, und t X, ziehet man aus den zwey oberſtelSims⸗ Gliedern als aus dem Uberſchlag und Rinnleiſten Parallelen, welche wenn von ke nachX die Mittel⸗Linie blind ausgezogen biß an dieſe Linie gezogen werden, und daſelbſt einan'der beruhen konnen. Die untere Sins ⸗Glieder, als das oberſte Riemlein, den Krantzlelſten, den Wulſt, das Niemlein, den Hohlleiſten ziehet man horisontaliter mit Tuſchſammen, auch ſetzt man dieſer gleich genanten unterſten Glieder⸗Dicken an den ſchröͤge aufgezogenen Ninnleiſten an, und ziehet auch unter den Rinnleiſten dolce untere Glieder auswie die kg. zeiget, ſo hat man vie voͤllige Zeichnung des gantzen Dachfenſters. 2g. 700. 9 der Zeichnung ſchreitet man zur Ausarbeitung, oder zur Schattierung derer Gli,der. Wie nun Fh. 690. 69 1. die einzelen Glider im Groſſen zu ſchattiren angewieſen woßden, ſo werden ſie hier im Kleinen angeleget, nechſt dem iſt jedoch noch zu mercken, dal,wenn der Wulſt und Hohlleiſten ſchon gewohnlicher Maſſen mit Schatten angelegt 0beyde Glieder und das darzwiſchen befindliche Riemlein annoch mit Käuter⸗Tuſch angeleh,nd dunckeler gemacht werden muͤſſen, weil der Krantzleiſten gar weit uͤberraget, und beſoTab. XVII. dern Schatten verurſachet. Zuletzt wird das gantze innere Feld oe, fd, Fig. 11. Tab. Kemit Fuſche ſo nicht zu ſchwartz und nicht zu helle, angeleget. Nun macht die Anleg agroſſer Felder offt Schwierigkeit, und entſtehet bald hier bald dar ein haͤßlicher Fleck iſtAbſatz in der Dunckelheit der Tusche. Daß aber die Anlegung gut von Statten egal