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3 (1767) Dritter Theil der ausführlichen Anweisung zur Bürgerlichen Bau-Kunst, worinn von richtiger Kennung, genauer Einsicht, leichter Zeichnung, und endlich von sicherer Anwendung der Säulen-Ordnungen, und ihren Bey-Stücken, gehandelt wird. Welches alles auf alte Architectonische Monumenta gegründet, und aus der bewerthesten Schrifftsteller Entwürffen mit besonderm Fleiss und Mühe ausgezogen, und in Eins gebracht; auch mit vielen Vortheilen, sowohl wegen Zeichnung, als Ausarbeitung des Säulenwercks versehen / von Joh. Fried. Penther
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Vorrede.

Übereinstimmungen, welche eben so nothwendig haben seyn müssen, alswenn einem Bildhauer aufgetragen wird eine Menschen-Scstua zu ma-chen, daß er ihr Nase, Augen und Ohren macht, wie sie die Menschengestattet haben, und selbe nicht weglassen darff, oder sie so bildet, wie siean einem Hunde, Löwen oder Pferde aussehen. Es kan der Bildhauerderowegen doch seine Kunst bey andern Sachen sehen Lassen und damitLob verdienen. Daß ich nicht auch mir Recht in einem und andern Stü-cken solte können getadelt werden, kan ich nicht verlangen. Ich beschertemich gern, baß mein Wissen Stückwerck; daß ich nichts voraus verän-dere Menschen habe, und sotchemnach Fehler genug begehen könne. Stel-let man mir diese bescheiden vor, werde ich darüber nicht entrüstet werden,sondern ich will davor daneben, daß man mich eines bessern belehret, unddaß ich dadurch Gelegenheit erhalte in meinem Wercke mich fester undgewisser zu setzen, und nachhero andern mit verbesserten Sachen dienen zukönnen. Mit unnöchigen Tadlungen aber werde ich nicht gebessert, unddem ?ub1ico wird auch nicht gedienet, daher solche verbitte. Solte je-dennoch jemand sich nicht halten können mit unreiffen Urtheilen hervor zurucken, aus Beysorge, daß sie ihm das Hertz abdrucken möchten, so kanich solches zwar nicht verhindern, allein mich wird auch niemand verbin-den, daß ich dergleichen Verfahren nicht in den Wind schlagen, und michnicht daran so wenig kehren solle, als wenn mir sonst eine Unhöfflichkeitbegegnete, welcher nicht ausweichen körne. Indessen will doch einem Ein-wurff, der vielleicht gemacht werden körne, vorbeugen. Es dörffre wohlgesagt werden, daß rch beym letzter» Lapitel mich zu kurtz expeckrtt, undin der ^pplleariornncht ausführlich genug gegangen; So eröffne , daßvon mir ausdrücklich verlanget worden, mich aller Kürtze zu befleißigen,und die Sache einzuschrencken, damit denen Einkauffern der Preiß diesesTheils nicht zu hoch fallen möchte. - Nun war der Text mit denen Zeich-nungen schon beym V. Lapitel ziemlich angewachsen, daher im letzter»mich einiger Massen der Kürtze beflissen, doch aber das nöthigste nicht ausdem Auge gesetzt habe, und solches habe um so viel eher thu» können, dader Leser in Zukunfft keinen Verlust haben wird, indem die meisten dernachfolgenden Theile, dasjenige, was hier nicht übrig weitlaufftia abae-fasset, mit weiterer Ausführung reichlich ersetzen werden

Hierzu GOtt Kraffte und Gesundheit verleihen,' dessen

Huldeden geneigten Leser empfehle.

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