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4 (1771) Vierter Theil der ausführlichen Anleitung zur Bürgerlichen Bau-Kunst, worinn von publiquen weltlichen Gebäuden, als von Fürstlichen Residenz-Schlössern, samt darzu gehörigen Neben-Gebäuden / ...vorangesetzet wird von Johann Friedrich Penther
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102
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§.366.Tab. fXXXVI.

LXXXVI.

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102 cApUT XIX. Von Ball⸗Haͤuſern.

Damit Licht in das Ball⸗Haus falle, unten herum aber keine Fenſter in der Mauerſich befinden, ſo iſt, wenn eine hoͤltzerne Gewoͤlbe⸗Decke gemacht wird, wie Eig. 2. Tab.LXXXVI. zu ſehen, untenher etwan 20. Fuß hoch Mauer, ſo etwan 4. Fuß dicke, zumachen, darüber kommt ein hoͤltzerner Aufſatz etwan 10. Fuß hoch, welcher nicht zuge-mauert, ſondern offen bleibet, und daher Licht genug in das inwendig rund um ſchwartzangeſtrichene Ball⸗Haus giebt.(die ſchwartze Anſtreichung geſchiehet, daß man die weiß-liche Balle im Flug gut ſehen koͤnne) Auſſenher werden Netze vor das Holtzwerck gezo-gen, daß kein Ball durchſtiegen koͤnne. Die Decke erhebet ſich alsdann etwann noch 10.Fuß; die Giebel⸗ Mauern gehen gantz in die Hoͤhe. Bey der geraden Decke Eig. 3. kandie Mauer 25. Fuß hoch kommen, worauf ein hoͤltzerner Aufſatz von 15 Fuſſen⸗Hoͤhe be-findlich, welche das Tage⸗Licht in das Ball⸗Haus fallen laͤßt. Die Holtz⸗Verbindungenbeyder Daͤcher ſind deutlich aus denen Figuren zu erſehen. 5

Die 4. Figur Tab. LXXXVI. giebt den Grundriß des Ball⸗Hauſes, ſo in Lichten

100. Fuß lang, und 335 Fuß breit. Man ſiehet darin auch die Anzeige der Gallerie,ingleichen ſind die Oerter angedeutet, ſo Le Trou, Lais und Grille genennet werden.Weitere Erklaͤrung des Ball⸗Hauſes oder des Ballſpiels zu machen, wird die Archi-tectur nicht erheiſchen, will aber jemand mehrere Nachricht davon haben, findet man ſol-che in dem Anno 1734. zu Leipzig rausgekommenen Lexico Mathematico, und aus deſ-ſen Brunnen des Plorini groſſer Herren Standes und adlichen Haus⸗Vater.Ich laſſe es hierbey bewenden, und beſchlieſſe damitzugleich dieſen Theil.

4 75 2F,,60,

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