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Grundriss der Färberei und des Zeugdrucks / J. B. Vitalis
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Den Einfluß des Wärmestoffes auf die Operationen derFärberei wird man leicht begreifen, wenn man Istens, be-merkt, daß die Wirkung dieses Mittels, indem es die faser-förmigen Grundtheilchen des Garnes und der Baumwolle voneinander entfernt, die Cohäsivn derselben vermindert, und folg-lich ihre Verbindung mit den Beizen oder den Färbestoffcn er-leichtert; eine Verbindung, die sonst nicht Statt haben könnte;2 tens, daß man nur durch den Wärmestoff allein dahin ge-langt, aus den Hölzern, Wurzeln u. s. w., welche man inder Färbckunst benutzt, allen Färbestvff auszuziehen, den dieseSubstanzen uns zu liefern vermögen; Ztcns, daß es keine ein-zige Operation bei der Färberei gibt, bei welcher man nichtgenau auf den Wärmegrad Rücksicht nehmen müßte, der ihrzukommt, weil, wenn man diesen Grad nicht erreicht oder den-selben übersteigt, man die verlangte Faribe nicht erhält oder siegar verdirbt; 4tens, daß die Regierung des Feuers bei denOperationen der Färberei nicht gleichgültig ist, und daß esFalle gibt, z. B. bei dem Färben mit Krapp, wo es unum-gänglich nothwendig ist, die Hitze so zu leiten, daß man nurin einer bestimmten Zeit bis zum Sieden gelangt.

Nach diesen Betrachtungen wird man wohl einsehen, wiewichtig es war, sich mit einem Mittel bekannt zu machen, wel-ches einen so großen Einfluß auf die Erscheinungen, die bei- denOperationen der Färberei Statt haben, äußert.

erste, welcher nach Rumford's Princip seine Färberei einrich-tete. Sie ist in Hermbstädts Magazin für Färber Bd. z.1801 beschrieben. Ausführlich ist dieser Gegenstand in derSchrift: Anleitung zur Benutzung der Wasserdämpfe; mitKupfern; herausgegeben von Dr. Dingler. Augsburg 1818"behandelt. Ueber das Auskochen der Farbhölzcr mit Dampfist die Abhandlung:Ueber Farbendccvcte mittelst des Ding-ler'schen Dampf-Kochofens, von W- H. v. Kurrer, im neuenJournal für die Indiennen- oder Baumwollendruckerei w.Bd. r. S. 4 ,it" nachzulesen; D. '