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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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33euch einen solchen Grund Riß von einer mit 16. Flächen angenommenen Pyramide bengelegetund sowol im Grund Riß als in dem Aufriß euch alle benöthigte Linien eingetragen, und dieBuchstaben zu jeder Section hinzugefüget, wann ihr einen Versuch zu thun begehret, die Ge-neral- Menfur Fig. 61,62, und 67. ausfindig zu machen. Erachte dahero unnöthig zu seyn, wenn Fig. 6r.ihr die vorhergehenden recht begriffen, hier zu wiederholen, wie der Grund- Riß und die ortho-graphische Pyramide aufzuzeichnen feye, massen ich dafür halte, euch schon genug gesagt zu ha670ben, wie ihr nehmlich Fig. 60. durch Hülffe der parabolischen Section dE. samt ihren im Grund.Riß hergestellten Semiordinaten, fönnet Fig. 61. in Stand bringen, hingegen mit der Sections-Linie de, und ihren Grund- Riß Menfuren Fig. 67, welches dem Dach Werck zu Drottingholmin Schweden gleichet, entrichten, und ihre Proportion angeben, ja wie ihr auch nicht minder dieMenfuren Fig. 62. durch die elliptische Sections Linie DE. famt ihren Semiordinaten in dem überaschattirten Grund Riß könnet habbafft werden/ als welche zu allerley Erfindungen euch dienlich heisen können, wenn ihr selbige Stückweiß ben Begräbniß- Steinen, oder Epitaphiis oder auchbesondern Bedeckungen anzubringen, Gelegenheit habet, anerwogen ich euch meines Orts vieslerley Verknüpfungen damit anzustellen, an die Hand zu geben mich obligire, wenn ich persönlich mit ein und andern klaren Erempeln ordentlich an die Hand gehen ddrfte, welche von demWesen dieser und dergleichen Menfuren herrühren, und in blosser Veränderung der fituirtenSections- Linien in der orthographischen Pyramide jedesmal den Grund darstellen. Dieweil abernicht alle Fälle Anfängern zu wissen, und zu faffen gemeiniglich ihre Aufmerksamkeit zulässer,das schlechterdings oben zu erkennen, was durch die Verknüpfung solcher Dinge mit einandereine fast unvermeidliche scheinende Nothwendigkeit in der gründlichen Erfindung hat: Alsowill ich ihnen lieber mit klaren und in die Augen fallenden Mustern ihren Luft erhalten, und inTab. 5. mich gleich zu einigen practischen Exempeln wenden, und aus dem Erfolg darthun/ wieman nicht nur die bißhero aus glatten Flächen zusamm gefekte gebrochene würcklich erbauteoder inventirte Dächer, könne aus der Pyramidal- Section überkommen, sondern auch aus dieserWissenschafft hinlängliche Reguln sich selbst zu geben, im Stande seyn, zierliche ein, und aussgebogene, ja mit mancherley architectonischen Gliedern ausgeschmückte Flächen eine zierlicheThurn Bedeckung überkommen, und von allen dem, was man vorstellig machen will, eine de-monftrativische Figur jedesmal vor Augen haben.

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CAPUT IV.

Borstellung, wie die aus der Pyramidal- Section heraus Tab. sgeholte geometrische Menfuren, bey einer angenommenen Idée, zu einerzierlichen steinern oder hölzern Bedeckung zu appliciren, und wie auch aus einer verafröpften willkührlich angenommenen Idée die Diagonal- Menfuren, proportionirtkönnen hergestellt, und der Weg eines richtigen Verfahrens den Wercks

leuten gründlich gebahnet werden.§. 61.

ditu.19dnit

s ist zwar schon långt unter denen Weltweisen davon gesprochen und erkannt worden, daßder erforschende Geist des Menschens fähig ist, alle Veränderung der Bewegungen seisnes gefasseten Conceptes durch genaue Attention zu empfinden, und von dem Accord oder dishar-monirenden Erkänntniffen zu urtheilen, in Ansehung daß das gange Wesen und Gerüst der Sinnen gleichsam ein Syftema aller Proportion zu achten stehet, woraus die Generirung aller schicklischen Züge ein Zeichner und Exprimirer seiner Idéen herholen muß. Jedoch weilen nicht alle inder Bernunfft Kunst die nöthigste Ubung sich zugeeignet, und die meisten aggregata potentiarumac virtutum delineationis, willkührlich zur Würcklichkeit erhöhet werden, so mußte ich euch abersmahl um die Möglichkeit des Begriffs willen, hier durch Fig. 68. die Fruchtbarkeit der Pyra- Fig. 68.midal- Section in etwas weiter vorweisen, und die Principia der Hervorbringung Fig. 69,70,71, 69.70.72.& c. in ihren Kräfften felsten anwenden lernen, weilen die Bermehrung derselben durch die 71.72.Ordnung der Multiplication unvermerckt einen unverdroffenen Unternehmer gleichsam bey derHand führet, Dinge, welche seiner Idée unanständig seyn, wegzulassen, und andere Dinge, so erAnfangs nicht in seinem Concept gehabt, hervor zubringen, Gelegenheit giebet: Also wird diesfer Beschaffenheit wegen Fig. 68. allen Wahn aufheben, und die Kennzeichen, die man zur Ersfüllung der gegebenen Rubriquen nöthig hat, aufweisen; dahero ich mir nur eine kleine Gedulevon denen Lehrbegierigen zu erbitten wünsche, und in der Hoffnung stehe/ daß man die gegenswärtige Tabelle nicht eher nachzumachen sich unterfangen wolle, bevor man unsere 3. bereits ersflärte Tabellen in genugsame Kundschafft gebracht habe. do se

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§. 62.