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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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( ○) 器

bringen, und durch C. ebenfalls einen Stifft oder Nagel gehen lassen. Nach solcher Zubereistung aber dörfft ihr nur das Richt Scheid dA C. mit dem perpendicular- Schenckel des Winscfelbackens bac. perpendicular aufrichten, daß juft die 3. eingeschlagenen Nagel in dem RichtScheid an den aufrechten Schenckel des Winckelbackens freiffen, so wird der Stifft d. juft inb, der Nagel A. in a, und der Nagel C. oben in C. zu stehen kommen. So ihr nun mit der einnen Hand den Winckelhacken Bb C. vest haltet, mit der andern aber den Nagel d. ergreiffet/und selbigen von dem punct b. gegen d. allmählig fortrucket, so wird das Richt- Scheid mitdem eingeschlagenen Nagel oben bey C. von felbften an den Schenckel b C. von C. gegen b.hersunter sincken, in währender Bewegung dieses Richt Scheids aber, beschreiber der mittelste Nagel A. von dem punct a. wo er ausgegangen biß d. herab den elliptischen Zug a Ad. von selbsten,wenn ihr den mittelften Stifft A. entweder durch Aufdruckung des Richt Scheids beschweh.ret, oder an dessen statt in A. ein Stückgen Rothstein oder dergleichen abfärbende Materie ineine kleine Reiß Feder einspannet, und statt des Nagels annehmet. Ihr könnet dahero euchDiese angewiesene Methode durch Beschreibung der völligen Fig. 96. nehmlich der elliptischen Lisnie von a. nach d, von d. nach f, von f. nach e, und von e. wiederum nach a. recht bekannt machen, und daben selbst aus der Erfahrung finden, wie ihr bey jedem Viertel den Winckelhackenbald auf diese bald auf jene Seite auf, und abwarts legen, in übrigen aber durchaus so versfahren müffet, als wie wir in Fig 99. mit dem geschraubten Circul die Proportionirung des Dia-meters bey der gedruckten Schnecken.Einie schon gewiesen haben.

CAPUT

VII.

Tab. 8. Vorstellung, wie nach einer geometrischen Methodeein Chablon oder Lehr- Bret zu einem Sparren Kopff, Kragstein,Confoles oder Streckling mit und ohne gedruckte Schnecken Linie mit dem Circul aufzureisen, und die Proportion der groffen und kleinen Diameter zu der gedrucktenSchnecken Linie, noch auf eine andere Weise aufzureisen seye.§. 98.

an findet zwar bey Vignola auf dem 99. Blat Davilers der Edition von 1699. und derneuern 1725. einen Modillon, wie er nach Vignola Methode ist geometrisch profiliret, undpag. 100. meldet Daviler auch etwas von der Umwicklung der Schnecke nach Scamozzo Art, welsches aber selbsten etwas vollständigers bey Scamozzo nachzusehen ist, indem dieser Auctor bey Pro-portionirung der Thür Verkleidung die Seiten Rollen nach einer geometrischen Conftructionprofiliret hat; Allein weilen mit allen dem ich meine Beruhigung in Aufreisung der Modillonsund Sparren Kopffe nicht auf solche Weise gefunden, und auch mit dem nicht einstimmig seyn.fan, was Daviler pag. 100. gesprochen, daß man mehr auf das zu sehen habe, was in dasAug fällt, als daß man so genau auf den geometrischen Umzug sollte verpicher seyn, dadoch diesem selbst die Richtigkeit widersprechen muß, wie dasjenige, was ungefehr aus freyenHand- Schwungen gemacht wird, nicht ein wie das andere mal getroffen werden fan, mitsbin wo viele Modillons von einerley Beschaffenheit und Figurirung gemacht werden sollten, eis.ne hintäglich geometrische Regul näher zu Gewißheit als der freye Handzug leiten kan. IchFig. 101. habe dahero einen Versuch hier in Tab. 8. gemacht, und Fig. 101. euch die GoldmannischeRegul zur Schnecken- Linie bey Aufreifung eines durchaus mit dem Circul hergestellten figurirtenSparrens Kopffes, oder Confoles& c. sonder einiges Laub- und Blate Werck gezeigt, daß ihr darsaus klar vor Augen haben möget, wie man den Gründen der Geometrie, nicht so gleich ein folsches wesentlich Vermögen richtig herzustellen absprechen müsse. Ihr könnet dahero das Sca-mozzo Muster mit seinen Conftruirungs- Linien gegen meine Regul halten, und dabey erkennen,welche Weise näher zu dem Ziel trifft, eine kleine und groffe Schnecken Linie in verwechselterLag mit Bandförmigen Streiffen zu einem Krag Stein, Sparren Kopff, Confoles oder Streckling zu gebrauchen, bey glatten oder erhabenen Seiten aneinander zu knüpffen, und euch sodenn bey vorkommender Gelegenheit in Bubereitung eines Chablon oder Lehr Brets dieser gesgebenen Regul nach Gefallen bedienen.gut nach

§. 99.

Wenn ihr euch ben Anbringung dieser meiner Regul die Länge und Breite eines SparoFig. 101. ren- Kopffes, Confoles und dergleichen gewählet, oder geben lassen, welches wir hier Fig. 101,unter der ablangen viereckigten überschattirten Fläche wollen verstanden haben, so nehmet beyEinrichtung eines Chablon ein gleichmässiges proportionirtes Bret, und theilet seine Breitewelche wir hier oben bey der grossen Umwicklung unter der Linie BA. angenommen, in 2. gleiche

Theile