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Neunter Band.
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Ultramarin, blaues.

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des

Analysen von Ritter

• -.nA blauen UltraTflanns*weiasen Ultramarins und d

KieselsäureThonerde . . . .

NatronKali .

Emf a ch-Sch W efe] n ; ti : iu

39,00

31,17

U,75

1,00

8,09

Donuel Csü lulnatrium .... 8,09

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Kieselsäure.40,40

Tlionerde.31,88

Natron .15,18

Kali.1,05

sS l%\ Sch ' vefelnatriara 7 ’ 94

Unterschwefligsaures Natron . 1,84

99,00 98,89

-^i e Güte des Ultramarins zu technischen Zwecken, seine Deck-r aft und Feinheit zu beurtheilen, erfordert einige Uebung. Die Dun-kelheit der Farbe ist ein sehr relativer Beweis ihrer Güte, nicht alleinWe il es auch ganz schöne helle Nüancen giebt, sondern auch deswegenWei l eine sehr feine Farbe immer heller sein wird als eine grobe. Bei-ane jedes Fabrikrecept wird einen mehr oder weniger bedeutendeneJeberschuss an Thon angeben, welcher durch reines Ultramarin sozu sagen nur gefärbt wird. Im Innern jedes Ultramarintheilchensleibt daher ein weisserKern, welcher durch die nachherige feine Ver-eilung auf den Nassmühlen bloss gelegt, die blaue Farbe mit Weissuiengt und heller macht. Zur vergleichenden Bestimmung der Deck-Kratt mehrerer Sorten Farbe kann man die scheinbar beste als Nor-malfarbe herauswählen und mit 10 bis 15 Theilen Blanc-fix (gefälltemschwefelsauren Baryt), Bleiweiss oder Gyps auf einem Papier mischen.■Den anderen Sorten setzt man soviel Theile von demselben Weiss zuun d mischt sie damit, bis die Mischung der Nüancen die Normalfarbevorstellt. Es ist klar, dass diejenige Sorte am besten deckt, welchedie meisten Theile Weiss verbrauchte. Die Alaunbeständigkeit der_ rbe zu Zwecken der Papierfabrikation untersucht man, indem maneine gewogene Menge von bestimmter Feinheit in gesättigte Alaun-lösung bringt und beobachtet, wie lange sie sich hält, ohne entfärbt zuWerden.

Das natürliche Ultramarin gehört immer zu den grössten Seltenhei-ten und wurde höher als Gold bezahlt. Jetzt ist es kaum noch zu fin-den. Gmelin bezahlte für 3 Drachmen (nahe 12 Gramm), welcheer in Paris zu seinen Untersuchungen kaufte, 50 Franken d. i. etwader 2!/ 2 fache Preis des Goldes. Die Anwendung dieser Farbe wardaher immer nur auf die Kunstölmalerei beschränkt. Die Entdeckungdes künstlichen Ultramarins veränderte die Sache. In Deutschland sindmehrere Fabriken, jede soll durchschnittlich gegen 20000 Ctr, jährlichproduciren, zu einem Durchschnittspreise von 38 fl. nach Fürstenau.Nimmt man den Preis des feinsten Ultramarins auch doppelt so hoch,so kosten 12 Gramm doch erst nahezu 1 Kreuzer. Der Verbrauchdieser Farbe hat bei dem niedrigen Preise grosse Dimensionen ange-nommen. Ultramarin ist für Tapeten- und Papierfabrikation, für alleArten von Anstrichen, Malerei und Färberei gleich unentbehrlich. DieKattundruckereien verwenden es zum Drucken und um den Zeugeneinen bläulichen Ton zu geben. Die Zuckerfabrikanten und unsere Haus-frauen bezwecken damit? das gelbliche Ansehen des Zuckers oder derWäsche in ein bläuliches Weiss zu verwandeln. Sr,

Ultramarin, blaues, s. Ultramarin S. 5.

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