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Neunter Band.
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Uran, Erkennung und Bestimmung.

Enthält die Lösung, aus welcher das Uranoxyd gefällt wird, reineoder erdige Alkalien, so fällt beim Niederschlagen mit Ammoniak nebenUranoxyd-Ammoniak auch Uranoxyd-Alkali; der ausgewaschene Nie-derschlag muss dann wieder in Salzsäure gelöst und nochmals mitAmmoniak gefällt werden. Oder man löst den mit Ammoniak erhal-tenen Niederschlag nach dem Glühen in Salzsäure, dampft die Lösnngzur Trockne ab und glüht den Rückstand in Wasserstoffgas; es bildetsich Uranoxydul und Chloralkalimetall, welches letztere durch Wasseraufgelöst wird, während Uranoxydul zurückbleibt.

Von den Erdalkalien kann das Uranoxyd in ähnlicher Weise wievon den Alkalien getrennt werden; oder man fällt Baryt, Strontianund Kalk aus der Lösung zuerst durch Schwefelsäure, bei Strontianund Kalk mit Zusatz von Alkohol; das schwefelsaure Uranoxyd bleibtim Wasser oder Alkohol gelöst und wird dann durch Ammoniak gefällt.

Aus einem Gemenge von Magnesiasalz und Uranoxydsalz wirdletzteres durch kohlensauren Baryt gefällt; der ausgewaschene Nieder-schlag enthält dann nur Baryt und Uranoxyd, welche durch Schwefel-säure getrennt werden.

Von Manganoxydul, Nickel- und Kobaltoxydul und Zinkoxyd kanndas Uranoxyd in gleicher Weise durch kohlensauren Baryt geschiedenwerden. Von den Oxyden von Nickel, Kobalt und Zink lässt sich dasUran auch dadurch trennen, dass man die Lösung mit überschüssigemkohlensauren Kali versetzt und dann mit Wasser verdünnt; die Lösungenthält jetzt nur kohlensaures Uranoxyd-Kali, welches durch Erhitzenmit Kalilauge gefällt wird; oder man sättigt mit Salzsäure und fälltmit Ammoniak. Der Niederschlag enthält jedenfalls Kali und mussdaher in Wasserstoff geglüht und ausgewaschen werden, wie oben an-gegeben ist.

Von Eisenoxyd lässt sich das Uranoxyd am schwierigsten voll-ständig trennen. Am besten gelingt die Trennung durch gelöstes kohlen-saures Ammoniak; wenn die Lösung nicht zu concentrirt und in nichtzu grossem Ueberschuss vorhanden ist und nicht Bicarbonat enthält,so löst sie nur Uranoxyd und kein Eisenoxyd; bei Anwendung einerzu coneentrirten Lösung, namentlich wenn diese Bicarbonat enthält,löst sich aber auch immer etwas Eisen. Die Lösung der genanntenMetalloxyde wird mit etwas Ammoniak versetzt, bis ein geringer Nie-derschlag entsteht, man setzt dann eine Lösung von kohlensauremAmmoniak hinzu, die einmal aufgekocht und dadurch frei von Bicar-bonat ist; man verdünnt dann noch mit hinreichend Wasser. Die Lösungenthält nun alles Uranoxyd, welches durch Abdampfen,. Uebersättigenmit Salzsäure und Fällen mit Ammoniak erhalten wird (H. Rose).

Nach Knop und Arendt wird das Uranoxyd und Eisenoxyd mitAmmoniak gefällt; der Niederschlag nach dem Auswaschen in Essig-säure gelöst giebt mit kohlensaurem Ammoniak neutralisirt durch Auf-kochen einen Niederschlag, der alles Eisenoxyd nebst wenig Uranoxydenthält, welches letztere sich durch kohlensaures Ammoniak ausziehenlässt. Geringe Mengen von Eisenoxyd, die sich etwa gelöst haben,lassen sich durch einige Tropfen Schwefelammonium abscheiden (Pi-s ani).

Ist das Eisen als Oxydul vorhanden, so wird es zuerst durch Be-handeln mit Salpetersäure oxydirt und dann von Uranoxyd wie an-gegeben geschieden.