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Neunter Band.
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114 Vanadbleierz.

fixen Alkalien getrennt, indem diese als Chlormetalle von derSalmiaklösung und Alkohol gelöst werden.

Yon Baryt und Strontian lässt sich die Vanadinsäure nicht voll-ständig durch Schwefelsäure trennen; reducirt man das Salz durchZusatz von Oxalsäure zu Yanadoxyd und fällt dann die Base mitSchwefelsäure, so enthält das Barytsulfat auch nach langem AuswaschenVanadin. Berzelius schmilzt daher das Barytsalz mit sauremschwefelsauren Kali, und wäscht dann mit Wasser aus, wo alleVanad-säure in Lösung geht.

v. Hauer schmilzt das Erdalkalivanad mit 2 Thl. kohlensauremNatron, löst in Wasser und wäscht aus; der Rückstand enthält noch et-was Vanadinsäure, er wird daher in verdünnter Säure gelöst, worauf nundie Base mit Schwefelsäure gefällt werden kann. Die Vanadsäure ist in denLösungen enthalten und wird nach Abdampfen der Lösungen bestimmt.

In ähnlicher Weise wie die zuletzt angegebenen Basen kann mannach Hauer auch die Erden und die anderen Basen, deren Carbo-nate in Wasser unlöslich ist, von Vanadinsäure trennen, indem mandie Salze mit kohlensaurem Alkali schmilzt.

Von den Metallen, deren Sulfide auch aus sauren Auflösungengefällt werden, kann die Vanadsäure aus den sauren Lösungen derSalze durch Schwefelwasserstoff getrennt werden; durch Abdampfendes sauren Filtrats unter Zusatz von Salpetersäure und Erhitzen ander Luft kann die Vanadsäure erhalten werden. Von den Metallen,deren Sulfide in Schwefelammonium nicht löslich sind, kann die Vanad-säure durch Behandeln mit überschüssigem Schwefelammonium undFällen des Filtrats mit Säure als Schwefelvanadin abgeschieden wer-den, das beim Rösten an der Luft Vanadsäure giebt. Das Schwefel-vanad kann auch durch Schmelzen der Vanadverbindungen mit Schwefelund Soda gebildet werden; die geschmolzene Masse wird mit Was-ser ausgelaugt und die Lösung durch Säuren gefällt, der Niederschlagaber an der Luft geröstet. Blei lässt sich von Vanadsäure nicht durchSchwefelsäure vollständig trennen, sondern nur durch Schmelzen mitsaurem schwefelsauren Kali (Berzelius), besser mit kohlensauremAlkali (v. Hauer), sowie durch Behandeln mit starker Salzsäureund Alkohol, wo das Blei als Chlorblei vollständig ungelöst bleibt(Wohler). Die von der Base getrennte Vanadsäure kann für sichgeglüht und gewogen, oder als Ammoniaksalz oder Natronsalz geschie-den werden, ‘wie oben angegeben. Phosphorsäure und Arsensäurelassen sich von Vanadsäure in ammoniakalischer Lösung durch schwe-felsaure Magnesia fällen; oder man kann diese Säuren wie auch Schwe-felsäure und die Metallsäuren Chromsäure, Molybdänsäure, Wolfram-säure u. a. leicht dadurch trennen, dass man die Vanadsäure als Am-moniaksalz mittelst Salmiak abscheidet, wo die anderen Säuren inLösung bleiben würden, so weit sich nicht schon zuerst vor Zusatzvon Salmiak unlösliche Verbindungen z. B. von phosphorsaurer Thon-erde beim Neutralismen der Lösung bilden.

Vanadoxydverbindungen können durch Schmelzen mit salpeter-saurem Salz leicht in vanadsaures Alkali verwandelt werden, um dieVanadsäure dann in der angegebenen Weise von den anderen Körpernzu trennen. JPe.

Vanadbleierz s. Vanadinit s. 118.