600 Wasserstoffsuboxyd. — Wau.
Wasser Wasserstoffsilicium enthalten (vgl. Siliciumwasserstoif B&YII, S. 985).
Wasserstoffsuboxyd ist nicht bekannt. Man glaubtefrüher eine solche Verbindung müsse durch Auflösen von Wasserstoin Wasser erhalten werden; Kästner will der Lösung von Schwejfelwasserstoff in Wasser den Schwefel entziehen, und so ein Suboxytf 2 0 bilden (s. Gmelin’s Handbuch 5. Aufl. Bd. I, S. 534).
Wasserstoffsulfid, syn. Schwefelwasserstoff
(s. Bd. VII, S. 688).
Wasserstoffsupersulfid, syn. Wasserstoff'Schwefel, s. unter Schwefelwasserstoff (Bd. VH, S.702>
Wassertalk, syn. Brucit.
Wasserstoffwismuth, s. Wismuthwasserstoff"
Wasserstoffzink, s. unter Zinkwasserstoff.
W äU, Reseda luteola L., gaude, weld. Diese Pflanze wächst häufigwild, sie wird in den verschiedenen Gegenden als Färberpflanze ang e ^baut; die Stengel und Blätter enthalten ein gelbes Pigment dasteolin, ein rothgelbes Pigment wahrscheinlich verändertes Luteolin, ein efarblosen Bitterstoff, einen Riechstoff, Citronsäure, nach Braconn 0Aepfelsäure.
Der Farbstoff das Luteolin ist von Chevreul zuerst dargest e ^in neuerer Zeit von Moldenhauer J ) und von SchützenbergundParaf 2 ) untersucht. Hlasiwetz hält es für möglich, dass dasoteolin mit Quercetin oder einem Spaltungsproduct desselben identisch ® ’
was jedoch noch zu beweisen ist. Chevreul hatte das Luteolin aus
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beim Erkalten des wässerigen Decots sich bildenden Flocken ausge&°g eI fMoldenhauer zieht den Wau mit Alkohol aus, dampft dioAuflö^uab, wäscht mit etwas Wasser ab und zieht den Rückstand einig 6mit kleinen Mengen Aether aus, um Harz zu lösen; bei wiederholBehandeln mit Aether löst sich dann das Luteolin auf und kryst®^ 9 *beim Abdampfen in grünen Krystallen; um diese zu reinigen, lb ät ^sie in etwa 120 Thln. Alkohol und vermischt die Lösung mit20fachen Volumen Wasser; beim Erhitzen löst sich alles auf, und ^Erkalten krystallisirt Luteolin, das durch wiederholte Behandlungder angegebenen Weise gereinigt wird.
Schützenberger stellt das Luteolin dar, indem erdengeistigen Auszug von Wau mit Wasser fällt, den Niederschlag^,auf 250° C. erhitztem Wasser in einem verschlossenen Gefässe ausko^
den, die durch wiederholtes Lösen in überhitztem Wasser umkrysta ^
nach dem Erkalten hat sich das Luteolin dann in Krystallen aUS ^]iisi 1 '*den, die durch wiederholtes Lösen in überhitztem Wasser umkrystund gereinigt werden. Moldenhauer giebt für das trockene
Cbei».
*) Annal. der Chem. und Pharm. Bd. C, S. 180; Journ. Wr C ieI1 '
Bd. LXX, S. 428. — 2 ) Compt. rend. T. LII, p. 92. Journ. f- 1’
Bd. LXXXIII, S. 368; Chem. Centxalbl. 1861, S. 271.