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Neunter Band.
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652 Weinsaure Salze.

Dieses Doppelsalz bildet neben mehr oder weniger Eisenoxydujsalz einen Bestandteil des sogenannten Eisenweinsteins oder der St»* 1kugeln (s. Bd. VIII, S. 181).

Weinsaures Eisenoxydul. Wässerige Weinsäure löst Ei fe °unter Entwickelung von Wasserstoff und scheidet weisses weinsaut 6 ®Eisenoxydul ab. Auch bei längerer Einwirkung von wässeriger übetschlissiger Weinsäure auf Eisenoxydhydrat bildet sich weinsaures Eis e f'oxydul. Aus einer concentrirten Lösung von Eisenvitriol fällt fr e ' eWeinsäure weisses krystallinisehes Eisenoxydultartrat. Beim Fäll 6 * 1von Eisenoxydulsalz mit weinsaurem Alkali wird ein gelblicher Nied etschlag erhalten.

Das weinsaure Eisenoxydul schmeckt eisenhaft, es ist in kalt enlund selbst in kochendem Wasser wenig löslich; es oxydirt sich lang saI0an der Luft.

Wird Eisen bei Abschluss der Luft mit Wasser und Weinst eldigerirt, so bildet sich ein in grünlichweissen Nadeln krystallisirenhDoppelsalz von herbem Geschmack, welches wenig in Wasser lös* 1ist; die wässerige Lösung wird durch Alkalien nicht gefällt. Di eSSalz ist ein Bestandteil des mit überschüssigem Eisen dargestelhStahl wein Steins (s. Bd. VIII, S. 181). ^

Mit Weinsäure versetzte Eisenvitriollpsung giebt mit AmmoD 1 ^eine dunkelgrüne Lösung und wird nicht durch reine oder kohlensaUAlkalien gefällt.

Weinsaures Kadmiumoxyd krystallisirt in wollig anzufüW eden kaum in Wasser löslichen Nadeln. Nach John bildet Kadmi“ein in Wasser nicht lösliches basisches Salz, ein neutrales Salz öin harten Körnern krystallisirt und schwierig in Wasser löslich) .Weingeist unlöslich ist; und ein in Wasser und Weingeist löslichesstrahligen Massen krystallisirendes saures Salz.

Weinsaures Kali. Neutrales Salz, neutraler Weinste*Tartarus tartarisatus, Sal vegetabile. Das neutrale Kalitartrat ist ^dem 16. Jahrhundert bekannt, es ward früher als Samech Paracels t ^zeichnet; nachher wegen seiner Bereitung aus Weinstein (Tarta rU ^und kohlensaurem Kali oder Weinsteinsalz (Sal tartari ) alstartarisatus genannt. Erst um 1770 ergaben die Untersuchungen ^Marggrafund vonRouelle seine Bestandtheile (Kopp, Geschichte .Chemie). Seine Formel ist: 2KO.CgH 4 Oio -f- HO. Dieses Salzerhalten durch Sättigen von Weinstein mit kohlensaurem Kali unddampfen der klaren nach längerem Stehen kalkfreien Lösung zur Tro®;;,j{Das neutrale weinsaure Kali bildet sich auch, wenn Weinsteinoder kohlensaurem Kalk gesättigt wird, wie das bei der Fabrik 8von Weinsäure aus Weinstein der Fall ist (s. S. 628). Beim lang 8 “^^Verdunsten seiner Lösung krystallisirt das neutral» weinsaure Kali 111 C)zen monoklinometrischen Prismen nach Provostaye und Mari£^ c tiin geraden rhombischen Krystallen nach Rammeisberg und .^jiSSchabus; die Krystalle zeigen wenig glänzende Flächen, P ist t* 1 ® 1 “ ;cthemiedrisch. Das Salz schmeckt bitterlich salzig, sein specif. <o i' 1

1,94 bis 1,97. Das Salz ist leicht löslich bei 2°C. in 0,75, bei0,66, bei 23° in 0,63, und bei 64° in 0,47 Wasser. Es zer ^Q S 'plili 1 'der Luft, ist aber wenig selbst in kochendem Alkohol löslich (in 24nach Wenzel). . bei

Das trockene Salz verliert das Krystallwasser erst vollsten