716 Wismuth.
flüchtigt sich das Wismuth, während das Silber als Chlorsilber zurück-bleibt. ,
Das Wismuth lässt sich vom Antimon, Zinn, Gold un^Platin durch das Verhalten der Sulfide gegen SchwefelammoniU |fltrennen; die Lösung der Metalle in Salzsäure, Salpetersäure oder &nigswasser wird mit überschüssigem Ammoniak und dann mit viel g el 'bem Schwefelammonium vermischt; es ist nöthig, dass das Schweißammonium hinreichend Polysulfuret enthält; man setzt daher nöth 1 ^genfalls etwas Schwefel hinzu, digerirt in der Wärme, filtrirt llDwäscht mit Wasser unter Zusatz von Schwefelammonium aus; der Rückstand ist Schwefelwismuth, welches in der oben angegebenen V ei sebestimmt wird.
Man kann auch die gemengten Metallsalze mit kohlensauremtron und Schwefel schmelzen und die geschmolzene Masse mit Wass erausziehen, wo Schwefelwismuth zurückbleibt.
Von Kobalt, Nickel, Zink, Mangau und Eisen kann da*Wismuth durch Fällen aus verdünnter saurer Lösung mit Schwei 0Wasserstoff getrennt werden. Um die Lösung durch Zusatz von 4Vass 0rnicht zu trüben, kann vor dem Verdünnen etwas Essigsäure zugeset 2 ’dann mit Wasser verdünnt und danach mit Schwefelwasserstoff beh» 11delt werden. Uebrigens kann auch die durch Wasser getrübte Lösunfhwenn nicht zu viel Wismuthsalz abgeschieden ist, mit Schwefelwass 0 ^Stoff behandelt werden, indem auch das abgeschiedene Wismuths®allmälig in Schwefelwismuth übergeht. Von Zink, Kobalt und Ni®^®kann es auch durch kohlensaures Ammoniak, sowie durch Fällen 0 _Wismuthoxychlorid nach der oben beschriebenen Weise getrennt V erden; von Eisen lässt es sich so nicht trennen (Rose). j
Die Fällung aus saurer Auflösung durch Schwefelwasserstoff d 101 !auch dazu, um das Wismuth von den Erden, Erdalkalien und den ^
kalien zu trennen; von den Erdalkalien und Alkalien lässt es sich an 1
durch die Fällung als Oxychlorid wie sie oben genauer angegebentrennen. F e '
Wismuth, natürliches, Wismut, gediegen Wism ut ^octaedrisches Wismuth, Aschblei, Markasit, Bismuth,natif, native Bismuth, Marchsita aryentea , Plumbum cinereum oder 9*^^.Stannum cinereum , Tectum argenti. Krystallisirt hexagonal, nichtseral, wie man früher angab, und bildet gewöhnlich die Combm»eines dem Hexaeder ähnlichen Rhomboeders R, dessen Endk» 11 ,= 87° 40' sind, mit der Basisfläche oR. Die Krystalle sind in der P.ßgnndeutlich ausgebildet, verzerrt und durch Gruppirung undeutlich, häj* JjJverwachsen zu baumförmigen, gestrickten und federartigen Gruppen > 00 ;tfindet es sich drahtförmig oder in Blechen,häufig derb und eingesprenS* ^ e ]krystallinisch-körniger Absonderung. Es ist vollkommen spaltbar V al ^ eü -
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Spaltungsflächen für oCU '’sehe hielt. Es ist silberweiss mit einem Stich ins Rothe, oftbraun und bunt angelaufen, hataber nicht dehnbar, hat die Härte
oR und den Flächen eines spitzeren Rhomboeders 2R', dessen Endkanwinkel = 69° 28' ist, weshalb man die Spaltungsflächen für ° cta |, 0
it einem Stich ins Rothe, oft g^h,t gleichfarbigen Strich, ist sehrfärte = 2,5 und das specif. k®
— 9,6 bis 9,8. Vor dem Löthrohr auf Kohle ist essehr leicht gc ^ e pbar, verflüchtigt sich und beschlägt die Kohle mit einem citroneng .^ gIJBeschlag von Wismuthoxyd, welcher sich durch die Flamme forttr