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W olframchloride.
Wolframchloride. Wolfram kann sich mit Chlor in ' rer 'schiedenen Verhältnissen verbinden; solche Verbindungen sindWöhler 1 ) zuerst dargestellt, später auch von Malaguti 2 ), BorckRose 4 ), Bonnet 5 ), dann von Riehe 6 ), zuletzt von Blomstrand 1und von Forcher 8 ) untersucht; diese Untersuchungen haben unter eh*ander zum Theil sehr abweichende Resultate gegeben, welche Differen 2theils in der Art der Analyse liegen, zum Theil sich nicht gut erklären l aS t se ^’Die neuesten Untersuchungen von Bio m Strand und vonForcher z eI =in verschiedenen Punkten grosse Uebereinstimmung. Nach diesen Ün! erBuchungen ist die Existenz eines Wolframchlorids W €l 2 von eir *Seite behauptet von anderer Seite bestritten. Dagegen sind erhalte 0 ■Wolframchloridperchlorid . W 2 €l 5 Wolframoxybichlorid W€5 0Wolframperchlorid.W€Sl 3 Wolframbioxychlorid W€lOj'
W olframperchlorid.
Wolframtrichlorid. Formel: W€ls (nach Persoz \
Diese Verbindung bildet sich beim Erhitzen von Wolframmetall in trocnem und luftfreiem Chlorgas. Wöhler hatte hier eine Masse bek°men, die auch von Malaguti als ein Chlorid W €l 2 angesehen r jJBorck hielt es hauptsächlich für das Chloridperchlorid W 2 €l 5 ! n \,Riehe, Blomstrand und Forcher entsteht hier jedoch haupt sa,clieh reines Perchlorid. u
Das Wolframperchlorid wird erhalten, wenn man Wolfram®. ^in trockenem und luftfreiem Chlorgas in einer Porcellanröhre en^*wobei es mit röthlichem Licht verbrennt; ist Sauerstoff vorhanden)bilden sich leicht Oxychloride, man füllt daher am besten denApparat zuerst mit Wasserstoff und dann erst mit Chlor, oder erhitz! ^
wenn das Chlor allen Sauerstoff verdrängt hat. Das Perchlorid
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sich auch beim Erhitzen von Schwefelwolfram (WS 2 ) oder von e *°Gemenge von Wolframsäure mit Kohle in trockenem Chlorgas-letzteren Fall bilden sich aber im Anfang immer leicht auch Oxycbl 0 * 1 ^Das Wolframperchlorid bildet dunkelviolette oder dunkelvioleHS*Schuppen, meistens - geschmolzene Krusten von braunschwarzer ^schwärzlichgrauer Farbe mit bläulichem Metallschimmer. Wi 1 '^ joPerchlorid sehr vorsichtig erhitzt, so sublimirt es ohne zu schmel 2 ® 11 ^dunkelvioletten Schuppen; es schmilzt bei 180°C. und bildet ®* r "jeln-höher erhitzt ein Sublimat von schwärzlichvioletten Krystall 1 * 9Stärker erhitzt siedet das Chlorid und bildet nach Blomstrand ®rothgelben, nach Forcher einen tiefrothen Dampf. Nach ** el) flStrand zerfällt das in Glasröhren über der Spirituslampe gesch® 0 j;«Chlorid nach dem Erkalten unter lautem Knistern, wobei einzelne j[j»weit umher geschleudert werden, zu einem feinen scheinbar kny
nischen glänzend violetten Pulver.
Das Wolframperchlorid wird beim Erhitzen an der Luft * er rjßf'indem sich rothes Oxyehlorid bildet; an feuchter Luft geht ZASetzung rasch vor sich, indem sich Salzsaure und Wolframsau a r» 4 *bilden. Die gleiche Zersetzung bewirkt Wasser; nach Bio®- ^
l) Pogg. Annal. Bd. XI, S. 345. — 2) Annal. de chim. et de phvs-p. 271. — 3 ) Journ. f. prakt. Chem? Bd. LIV, S. 254. — 4 ) Pogg- Ann ^ 1 [ ö j. ctS. 395. — 5 ) Journ. f. prakt. Cliem. Bd. X, S. 206. — 6 ) Annal. de c C hephys. [3.] T. L, p. 15. — 7) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXXII, S. .pj. 1Centralbl. 1861, S. 477; Jahresber. 1861, S. 227. — 8 ) Chem. CentS. 673; Bericht d. Wien. Akad. Bd. XLIV.