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Xanthanwasserstoff.
Lösung von 1 Thl. Rhodankalium in 5 Thln. Wasser mit Salzsäurega 3unter sorgfältiger künstlicher Abkühlung. Es entsteht hier UebeiSchwefelblausäure und Blausäure:
8 H €y S 2 = II €y + H 2 €y 2 S c .
Durch secundäre Zersetzung eines kleinen Theils der Blausäuf ebildet sich etwas Ameisensäure und Ammoniak.
Man lässt die Masse 24 Stunden stehen, bringt sie aufs Fi' terund wäscht mit kaltem Wasser, wo Xanthanwasserstoff in Krysta*nadeln zurückbleibt.
Derselbe Körper entsteht auch bei Zersetzung von Schwefelcya”metallen mit concentrirter Schwefelsäure. .
Die Ueberschwefelblausäure bildet gelbe Nadeln, oder ein he*^gelbes Krystallpulver; sie ist geschmacklos und geruchlos; sie istlöslich in kaltem Wasser, löst sich wenig in kochendem Wasser,krystallisirt beim Erkalten in gelben Nadeln; sie löst sich auchWeingeist und Aether.
Die Persulfocyansäure zersetzt sich beim Erhitzen über
\W
bei 1
bis etwa 200° C.; es entwickelt sich zuerst Schwefelwasserstoffgas ne® ^Schwefelkohlenstoffgas, und bei stärkerem Erhitzen Ammoniak 11 n .Schwefel, während dann Hydromellon und beim schwachen Erhh 2ein Gemenge von Melam mit Schwefel zurückbleibt:
'SsHjGy.Sc = 6CS 2 -f 8CjN,Hs + 6S
Xanthanwasserstoff
Meiam
6 . C 2 N 2 II 2 = 3 . C4 Ng H -J- 3 N .Melam Hydromellon
Bei dieser Zersetzung bilden sich immer geringe Mengen Sch"'felwasserstoff und Schwefelblausäure.
Nach Yölckel ist der Rückstand beim Erhitzen der Uebersch j
felblausäure sehr verschieden je nach der Zersetzungstemperatur;
145® C. entwickelt sich nach ihm Schwefelkohlenstoff und etwas ] c |,felblausäure und der mit Wasser ausgewaschene Rückstand ist llilihm Schwefel und Melensulfid:
2 . H 2 €y 2 S c = C 7 H 4 N 4 S c + CS 2 + 4S.
Melensulfid 1
Längere Zeit auf 150° C. erhitzt entweicht SchwefelblausäureSchwefelkohlenstoff, während der ausgewaschene Rückstand S® j,enthält neben einem Körper C 6 II 4 N 4 S 4 , Xanthensulfid von Völ c llfl ilBei 160° C. entweicht Schwefelkohlenstoff, Rhodanwassersto 0 .
Blausäure, der Rückstand enthält neben Xanthanwasserstoff Cya® 0 jjänium und Schwefel einen in Wasser löslichen Körper Cs Hs NePhäiensulfid. „Jfii
Bei 170° bis 180° C. giebt Xanthanwasserstoff neben Pha* enund einigen anderen Produeten auch Xuthensulfid Cj 0 H7 ^0 '’ 4 ' gieUDer längere Zeit auf 200° C. erhitzte Xanthanwassersto^einen braunen theilweise geschmolzenen Rückstand, der auch 110censulfid C 6 II 5 N s S 2 enthält. _ j Jjifl'
Wird die Ueberschwefelsäure rasch auf 225° C. erhitzt,gere Zeit bei dieser Temperatur erhalten, so enthält der ,it)^
zwei eigentümliche in Wasser lösliche Körper neben Leucensu