Zeugdruck.
887
h‘
z " nennen, z. B. Kupferoxydsalze, die an den Farbstoff Sauerstoff ab-8 e ben und zu Oxydulsalzen reducirt werden. Die Hauptverwendungn den die reservirenden Mischungen in der Kiipenblaufärberei. Dase menge von Gummi, Fett, Pfeifenthon, Kupferoxydsalz u. s. w. wird^gedruckt und getrocknet, dann mit dem Zeugstück auf besondere
y. damit die Schutzpappe nicht abgewischt werde, in die sogenannteilriolküpe gefahren, der reducirte Indigo legt sich auf die ganze Ober-a che des Zeuges, wird aber an den reservirten Stellen sehr schnell, ehe
auf di e Faser eindringen kann, oxydirt und unlöslich gemacht, so dassle Faser dort weiss bleibt, während an allen übrigen Stellen sie sich1 .! ,rc b allmälige Oxydation der in die Faser gedrungenen Indigweiss-°sung bi au färbt. Diese Methode der Reservage wird in einem früherar beliebt gewesenen Artikel dem sogenannten Lapis (von Lapis^ Zu '0 mit der vorigen combinirt, d. h. der Masse, die als Schutzpappe®Oen soll, wird eine Beize z. B. Alaunbeize zugesetzt, und dann.'gedruckt. Nach dem Trocknen wird in der Küpe zuerst blau ge-bt, dann wird durch ein Kuhkothbad gezogen, um die Schutzpappe2 uweichen und zu entfernen, die Thonerdebeize aber zu fixiren, undj^uuch nach dem Waschen in einem zweiten Farbebad gefärbt z. B. inra pp, wodurch auf blauem Grunde rothe Zeichnungen erhalten werden.. b. Di e sogenannten Aetzbeizen JEhilevages sur mordant d. h.Ijjj “ z rnittel, die im Stande sind das Ablagern der Beizen an gewissen'len des Zeuges zu hindern, indem sie vorher aufgedruckt werdene gebeizt wird, und einen ähnlichen Sinn in Beziehung auf die Bei-n haben wie die chemisch wirkenden Bestandtheile der Schutzpappen,^ er Welche die schon auf der Faser befestigten Beizen an bestimmten^ e Hen wieder ausätzen, so dass in beiden Fällen beim nachherigenn *i s /® r ben in einer Farbflotte die von Beize befreiten Stellen nichtod werden. In den beiden Fällen, ob man das Aetzmittel vorr "ach dem Beizen aufdrucke, wird sein wesentlichster Bestandtheilsein, und zwar dienen dazu meist Kleesäure oder Weinsäure. Diei n eiZen wirken durch ihre Tendenz basisch zu werden und die Basedi ® c hwerlöslichem Zustande auf der Faser zu lassen während z. B.käure verdunstet, dieses wird verhindert durch das Aetzmittel, wel-f l'e Base löst, so dass sie sich durch Waschen entfernen lässt.a nw ^ et h°de des Aetzens auf Beize lässt sich für dieselben Artikel
z, ^"den, die man durch Beizen, Trocknen und Färben erzeugt, also
• die oben sub II. A. 1. genannten Krapp und Cochenilleartikel.a üf ef ’ b>' c eigentlichen Farbätzdrucke Erilevages. Es lassen sichbßn _ bcken, deren ganze Fläche gefärbt ist, durch Aetzmittel die Far-lu Zers tören; werden diese Aetzmittel verdickt in symmetrischen Stel-al 8 ® e , n aufgedruckt, so entstehen auch auf diese Art Muster. Währendb'ärb ^ allen sub II- A. betrachteten Methoden die Druckerarbeit demtig gt e P r °cess vorangeht, ist es hier umgekehrt. Es sind wohl die wich-ki s „> n ^ rt ikel, die in diese Classe gehören, die Aetzdrucke auf. Tiir-IV irk r0 ^ Dies schöne und echte Krapproth weicht der vereinigtenL Um '"'g einer Säure und des Chlorkalks sehr schnell. Wenn man mitdeu V01 'dickte Weinsäure auf einen türkischroth gefärbten Zeugbo-^ösuqÜ. ^ ruc kt und trocknen lässt, sodann durch eine ganz schwache
\V,
ej Ss 8 V f ° n Chlorkalk zieht, so entstehen scharf begrenzte Muster vonu *I em ganz ungeschwäehten Roth des Grundes.
Werden auf diesem Wege viele sehr echte Stoffe gefertigt, die