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1046 Zinnseieinet. — Zinnsulfide.

gern Selen; es ist hellgrau metallglänzend von grobblätterig krystall»”'schem Bruch leicht spaltbar, es schmilzt nicht in einem Glasrohr, zersetz*sich nicht beim Erhitzen in Wasserstoffgas; es verbrennt an der Lidohne zu schmelzen unter Entwickelung von Selen zu Zinnoxyd.

Beim Fällen von Zinnchlorür mit Selenwasserstoff wird das Selen'zinn als ein dunkelbrauner Niederschlag erhalten, nach dem Trocknenist es ein fast schwarzes Pulver, löslich in kaustischen Alkalien undSchwefelalkalimetall.

Doppelt-Selenzinn, SnSe 2 , wird durch Fällen von wässerige 111Zinnchlorid mit Selenwasserstoff erhalten (Berzelius); der Nied®*'schlag ist schimmernd dunkelgelbroth nach dem Trocknen hellrot'braun. Dieses Seleniet verliert in Wasserstoffgas erhitzt die Hälft®Selen; es löst sich in kaustischem Alkali sowie in Alkalimetallsulfuretet 1 'aus dieser Lösung scheidet sich an der Luft bald Schwefel ab. i

Nach Little 1 ) bildet sich das Doppelt Selenzinn auch beim E*' jhitzen von Zinn in Selendampf, und ist dann eine zinnweisse meta’ 1 ' iglänzende Masse mit muscheligem Bruch von 5,133 specif. Gewie* 1 *’sie ist leicht schmelzbar, wird durch Salzsäure nicht angegriffen v0tlSalpetersäure leicht zersetzt, von Königswasser gelöst. Fe-

Zinnsesquichlorid, -oxyd u. s. w. s. unter Zinft'Chloride, Zinnoxyde u. s. w.

Zinnsiliciumfluorid, syn. Zinn-Kieselfluor*^

(s. unter Kieselfluormetalle Bd. IV, S. 331).

Zinnspath, syn. Scheelit.

Zinnstein, syn. Zinnerz.

Zinnsulfide. Es sind mit Sicherheit zwei Sulfide des Zi* 111 * ,bekannt, das Zinnsulfuret SnS und das Zinnsulfid SnS 2 , Verbindung®die also dem Oxydul und Oxyd entsprechen; das Zinnsesquisulfid Suzist weniger genau bekannt.

Zinnsulfuret.

Einfach-Schwefelzinn, Zinnsulfür. Formel: SnS. Fei ßVCf ,theiltes Zinn als Stanniol verbindet sich mit Schwefel erhitzt damitter Erglühen. Die so erhaltene Masse enthält meistens noch m®*®, ^sches* Zinn beigemengt, da dieses mit dem Sulfuret in allen Ved*fnissen zusammenschmilzt; die Masse wird daher gepulvert und Wi eholt mit Schwefel bei Luftabschluss erhitzt. _ . j,

Das so dargestellte Zinnsulfuret ist dunkelbleigrau krystall’ 1119 .blätterig von 4,8 Karsten, 5,2 Boullay, speoifischem Gewicht;zähe schwer zu pulvern, strengflüssiger als Zinn. ja

Das Schwefelzinn ist auf galvanischem Wege von Becquer elweissen metallglänzenden Würfeln erhalten. j.

Das Zinnsulfuret bildet sich auf nassem Wege durch Fälle’) ,

Zinnoxydullösungen mit Schwefelwasserstoff; der braunschwarze N’®schlag ist nach dem Abwaschen mit heissem Wasser und Trocein schwarzes Pnlver von amorphem Zinnsulfuret. j,i

Um das amorphe Zinnsulfuret krystallisirt zu erhalten, wird ®

Ebendas. Bd. CXIT, S. 213.