1048 Ziimsulfide.
oder 5 Thln. Zinnsulfuret mit 8 Thln. Quecksilberchlorid. Pelleti®®nimmt gleiche Theile Zinnfeile Salmiak und Schwefel; Thenard 2 Thj e 'Zinn mit 2 Thle. Quecksilber amalgamirt, und erhitzt dann mit 1 1 4 Tn* -Schwefel und 1 Thl, Salmiak gemengt.
Ein solches Gemisch wird in einer gläsernen Retorte oder in eine 1 ”lose bedeckten Kolben im Sandbade allmälig bis zur Rothgliihhitze g ebracht. Es entweichen Dämpfe von Quecksilber Salmiak und dann üb® 1 "'schlissiger Schwefel. Nach L. Gmelin nimmt jedoch beim Erhitz®®von Zinn mit Schwefel und Salmiak dieser direct Theil am Process <®der Weise: zuerst entwickelt sich Wasserstoff und Ammoniak, und ® sentsteht Zinnchlorür-Salmiak:
2Sn + 4NB 4 €l'= NH 4 Gl . SnGl -f 2H -f NH a .
Bei steigender Hitze entzieht der Schwefel dem Chlorür die Hälft®des Zinns, es entsteht Zinnsullid und Ammonium-Zinnchlorid (s. d-998) verflüchtigt sich:
2 (SnGl . NH 4 €l) 4-28 = SnS 2 -f NH 4 €l . Sn€l 2 .
Aehnlich verhalten sich die anderen Gemische.
Das Zinnsulfid bleibt hier zum Theil auf dem Boden des SubU' 1 "®gefässes zurück, zum Theil sammelt es sich in dem oberen Theil d®*selben als ein Sublimat, welches aus zarten goldgelben oder bräunli®®^gelben metallglänzenden Blättchen besteht, die sich fettig anfühlen, n ®4,60 Karsten, 4,4 Boullay specif. Gewicht haben. Dieses kryst»**nische Zinnsulfid wird als Musivgold oder mosaisches Goldmusivwm s. mosaicum bezeichnet, welcher Körper schon den Alcheini* te ®lange vor Kunkel bekannt war; erst Woulf zeigte 1771 dass e eKörper kein Quecksilber enthält; Proust glaubte noch 1805 dassKörper Sauerstoff neben Schwefel enthalte; Davy und Berzelius z el $ten erst 1812 die richtige Zusammensetzung.
Das Zinnsulfid wird auch in solchen goldglänzenden Füttern ® rhalten, wenn Zinnchloriddampf und Schwefelwasserstoff gemengt di>r®eine dunkelrothglühende Porcellanröhre geleitet werden.
Das Zinnsulfid wird auf nassem Wege erhalten durch Einl e * te JJvon Schwefelwasserstoffgas in gelöstes Zinnchlorid oder in eine Lös 11 ®”von zinnsaurem Salz, im letzteren Fall scheidet es sich dann nach Zu®®von Salzsäure ab. Der hellgelbe Niederschlag ist nach dem Trocko 6 ^gelbbraun etwas durchscheinend; er enthält dann noch etwas Wa sS ®und decrepitirt daher beim Erhitzen.
Das Zinnsulfid giebt bei Abschluss der Luft erhitzt neben subfi 1 ® 1 ^.tem Zinnsulfid durch theilweise Zersetzung Schwefel und Zinnsulfu® 0 ^bei Zutritt der Luft erhitzt giebt es schweflige Säure und ZinnoSjIn Chlorgas zerfliesst das Zinnsulfid schon bei gewöhnlicher Tempera!®^indem sich Schwefelchlorür-Zinnchlorid SnGl 2 .S 2 Gl 4 bildet (s* e ^S.-997). Mit Jod bei Abschluss der Luft in einem Ström von Köhlens»®^erhitzt bildet sich Jodschwefel-Zinnj odosulfid SnSI.S 1 als br» ü f,krystallinische schmelzbare Masse oder als dunkelgelbes Sublimat. P l ®ser Körper löst sich unzersetzt in Chloroform wie in Schwefelkohl® ^Stoff, aus letzterer Lösung krystallisirt er in rhombischen Krys tal 0von der Farbe des sauren chromsauren Kalis. Wasser zersetztVerbindung in Schwefel Zinnoxyd und Jodwasserstoff, wässerig® tlien in ähnlicher Weise; Alkohol zersetzt sie unter Abscheidung ^ j,Schwefel; auch Salzsäure und Salpetersäure scheiden Schwefel
di®