1054 Zirkoniumfluorid.
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Chlorzirkonium in farblosen seideglänzenden Nadeln von herbemSchmack, welche sich leicht in Wasser oder Weingeist, aber wenigconcentrirter Salzsäure lösen. . v
DieKrystalle verlieren schon bei 50° C., indem sie undurchsicn'»werden, neben einem Theil des Krystallwassers die Hälfte ihrer Sj*säure. Dasselbe basische Zirkoniumchlorid ZrGL . Zr0 2 fl - 1 ® *(oder ZrOGl -j- 9 HO) wird beim Abdampfen von wässerigem Ch 0Zirkonium sowie aus einer Lösung von Zirkonerde in Salzsäure bAbdampfen bei 60° C. erhalten; diese Verbindung bildet nach Herma 11weisse seidenglänzende sternförmig gruppirte Prismen, welche in ^ il3ser und in Weingeist löslich sind. „
Aus dieser Verbindung wird auch eine wasserarmere Verbind 111 ' 5Zr Gl 2 . Zr 0 2 -(- 2 H O (Zr Gl 0 -f- H 0) erhalten. , ^
Die Krystalle des wasserreicheren Salzes geben beim Erhnwasserfreies Zirkoniumbioxychlorid ZrGl 2 .2Zr0 2 , indem sie 0 , =tdie Form zu verlieren weiss und trübe werden; diese Verbindungunlöslich in Wasser. . ^ g .
Berzelius erhielt beim Abdampfen der Lösung von Chlorz'W.nium ein Oxychlorid ZrGl 2 . Zr0 2 -f- xHO als eine gelbliche g u0 ’. ,,artige Masse, welche sich langsam aber vollständig in Wasser ,bei fortgesetztem Kochen dieser Lösung scheidet sich ein unlösbbasisches Salz als weisse gallertartige durchscheinende Masse ab. ,Das Zirkoniumchlorid absorbirt schon in der Kälte Ammonit®
Fe- 6st _
Z i r k O n i U m f 1U O r i d. Die stark geglühte Zirkonerde ‘sich schwer in Flusssäure, wird aber durch Glühen mit Fluoramm° n | p,Fluorwasserstoff' leicht aufgeschlossen. Zirkonerdehydrat löstFlusssäure in reichlicher Menge. Wasserfreies Zirkonfluorid bildetnach Marignac beim Erhitzen von Zirkonerde mit dem doppelte 0 ^,,wicht von Fluorwasserstoff-Fluorammonium bis zum vollständige 0 .treiben des letzteren; es löst sich leicht in Wasser, welches mit. ^säure angesäuert ist. Wird die saure auf eine oder andere We lSe ^ e ,.,haltene Lösung, welche überschüssige Flusssäure enthält, langsa 10 ßOdampft, so krystallisirt wasserhaltendes Zirkoniumfluorid Zr F 2 -f".in kleinen ziemlich glänzenden meist tafelförmigen triklinometi' 10 . ^ e ,Krystallen; sie verlieren in der Wärme neben Wasser auch FlussS® 1 .^und ward längere Zeit (selbst unter Rothglühhitze) erhitzt, so bleibt 1 ®Zirkonerde. Das Fluorzirkon löst sich in verdünnter wässeriger 0 ^1säure; in reinem Wasser löst es sich unter Abscheidung von baSi äCSalz (Marignac). p 0 p-
Das Zirkonfluorid verbindet sich mit vielen Metallfluoriden ztlpelfluoriden, die von Marignac 1 ) zuerst ausführlich untersuchtDie Zusammensetzung der Doppelfluoride lässt sich durch unglßi®^ ^fächere Formeln ausdriicken, wenn inan Zirkonfluorid = ix F 2 se *'f t jfe'nicht als Zr 2 F 3 oder als ZrF annimmt. Nach Marignac sindtall-Zirkonfluoride oder Fluorzirkonate den entsprechenden 1Verbindungen und Zinnverbindungen den Fluorsilicaten undFlnoi®ten nicht nur ähnlich sondern zum Theil auch isomorph.
*) Compt. rend. T. L, p. 952; Annal. de chim. et de phys. [3.] ^ ’ g,
Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CXVI, S. 359; Chem. Centralbl. l°o 1Jaliresber. 1860, S. 134.