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Neunter Band.
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Zuckerfabrikation.

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(uKeimen“), sondern auch eine als Fäulniss auftretende Zersetzung zurEolge. Auch bei den best eingerichteten Mieten beginnt nach einigenMonaten eine Veränderung in der Rübensubstanz, in deren Folge Ver-minderung des Zuckergehaltes und Verschlechterung der Sälte auch ina Rderer Beziehung stattfindet, daher ist von der richtigen Behandlung'kr Rüben in den Miethen der Erfolg der Fabrikation vielfach ab-hängig i). Uebrigens halten sich die Rüben sehr verschieden, sowohlJ e nach dem Wetter während ihres Wachsthums und bei der Ernte,a E auch je nach dem Wetter während der Aufbewahrung selbst, injedem Falle müssen die Witterungseinflüsse durch möglichst rasches^erarbeiten der Rüben d. h. durch frühen Beginn und frühe Been-digung der Rübencampagne möglichst verringert werden.

Maumene machte daher den Vorschlag 2 ), unmittelbar nach derErnte sämmtliche Rüben zu zerreiben, auszupressen und nun statt derEilben den Rübensaft zu conserviren mittelst eines Zusatzes von 2^2kg 5 Proc. Kalk, welcher den Saft vollkommen frisch und unverän-dert erhält. Das Verfahren hat jedoch allgemeineren Eingangn icht gefunden, einmal weil es ausser kolossalen Safteisternen in derer sten Zeit der Fabrikation grossen Aufwand an Reiben, Pressena "<l Handarbeit erfordert und dann auch, weil die angestellten Ver-gehe günstige Resultate nicht ergeben haben. Bei seinen Unter-teilungen über das Verhalten des Rübenbreies zum Kalk 3 )f and St ammer, dass auch der Rübenbrei sich durch Beimischungv °n Kalk lange Zeit anscheinend frisch und unverändert aufbewahrenksse. Indem er aber den so aufbewahrten gekalkten Brei später«iner genaueren und oft wiederholten Untersuchung unterwarf, fand erdass ein Theil des Zuckers auf eine noch nicht näher erklärbare Weiseallmälig verschwinde oder doch in einen solchen Zustand übergehe,dass er auf die gewöhnliche fabrikmässig ausführbare W^eise nicht mehr8®wiimbar sei. Stummer hat solche Untersuchungen später auch fürden nach Mau mene conservirten Saft angestellt 4 ) und auch hierBefunden, dass nach einiger Zeit der Zuckergehalt der Lösung abnimmta*>d zwar in nicht unerheblicher Weise, dass zwar der Zucker in demSlch bildenden Kalkniederschlage vorhanden ist, daraus aber in der ge-wöhnlichen Weise nicht gewonnen werden kann.

Wegen der allmälig fortschreitenden. Veränderung, welche ind ß n aufbewahrten Rüben stattfindet, muss die Verarbeitung derselbeneinen Zeitraum von 5 bis 7 Monaten beschränkt werden; sie wirde ) frühzeitig eintretender Frühlingswärme in den letzten Wochen immerlässlicher. Man ist daher schon längst darauf bedacht gewesen, diediben i m getrockneten Zustande aufzubewahren, um sie unverändertgalten und das ganze Jahr hindurch verarbeiten zu können, wodurchSl °h namhafte Vortheile nach allen Seiten hin erwarten Hessen. Seit dema tre 1837 ist das Verfahren nach den Angaben Schützenbachs1( ufach abgeändert und verbessert worden; in den letzten Jahren aberc heinen erhebliche Modificationen nicht stattgefunden zu haben, indem

A,, f . ^ Ei n<ge in Russland gebräuchliche und von der hier angegebenen abweichendere i ewa hrungsmethoden beschrieb Walkhoff in der Zeitsclir. d. er. f. Riiben-' Uc kerindustrie Bd. XIV, ebenso in Walkhoff’s Rübenzuckerfahrikation, 3. Aufl.n n. . 165 , — 2 ; Annal. de ohini. et de phys. [3.J R* XLVII1, p. 23; Polyt.»tralbl. 1857 ; s. 21 ; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXXXIII, S. 285. — 3) p 0 ] v t.l,rn - Bd. CI.XXXV, 8. 42 u. 131. — 4 ) Polyt. # urn - Bd - CbXl, S. 131.

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