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Neunter Band.
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den Säcken, der Bodensatz wird ähnlich wie derund oft zugleich mit diesem von dem Saftrückhalt

Zuckerfabrikation. 113 i

Rückstand inScheideschlamm

befreit.

Die in mancher Beziehung zweckmässigeren geschlossenen Klee-berger’sehen Saturationskasten sind nur noch selten im Gebrauche,üa sie besondere Absatzkasten erfordern und daher die Aufstellungder ganzen Saturationseinrichtung erschweren.

Statt der Kohlensäure wendete man in den ersten Zeiten der Zucker-fabrikation Schwefelsäure an; später sind sehr zahlreiche andere Sub-ganzen in Vorschlag gekommen; da aber keine derselben bisher dauerndEingang gefunden hat, so können wir von ihrer Besprechung absehenund auf die Abhandlungen über dieselben verweisen J ).

In manchen Fabriken lässt man unmittelbar vor oder besser nachder Saturation eine Verdampfung des Saftes eintreten, die meistens inden Saturationspfannen durch Erhitzung mittelst der vorhandenen Dampf-s chlange ausgeführt wird. Diese Vorverdampfung hat den Zweck,Uoch etwas Kalk abzuscheiden, oder auch nur den Saft einigermaassenz u concentriren, und das darin während der Scheidung gebildete übri-gens nicht schädliche Ammoniak zu verjagen.

Statt der Sack- oder Beutelfilter sind vielfach kleine Vorfilter imGebrauch, niedrige eiserne Cylinder die mit Knochenkohle gefüllt sind,durch welche der saturirte Saft hindurchläuft, um mechanisch geklärtZu werden; von Zeit zu Zeit entfernt man dann den in diesen Filternz urückgehaltenen Schlamm durch Auswaschen der Kohle. Eine erheb-liche Ersparung gewähren diese Vorfilter dadurch, dass sie die Säcke°der Beutel entbehrlich machen, welche in den Sackfiltern in Folge derRßrührung mit dem heissen alkalischen Safte sehr zu leiden haben.

es die Einrichtung gestattet, sind hinreichende Absatzgefässe immerdiejenige Einrichtung, welche die mechanische Filtration am wirksam-sten auf ein Minimum reducirt.

In neuerer Zeit sind einige neue Verfahrungsweisen empfohlenWorden, welche wesentlich durch andere Ausführung und Combinationder Scheidung und Saturation charakterisirt sind.

Hierher gehört das Verfahren von Possoz und Perrier, welcheser Hauptsache nach darin besteht, dass eine mehrmals wiederholte ab-wechselnde Scheidung und Saturation vorgenommen, und endlich sos tai'k wie möglich saturirt wird 2 ). Die Ausführung im EinzelnenWird verschieden angegeben und sogar in den ersten Mittheilungen die^ fsangung der Kohlensäure aus den Feuerungsgasen der Dampf-e sselfeuer (!) empfohlen. Durch dieses Verfahren soll eine weitgrössere Reinigung der Säfte und eine erheblich hellere Farbe der-selben erzielt, somit auch schon bedeutend an Knochenkohle gespart

Werden.

Es ist zweifelhaft, ob die mehrmalige Unterbrechung des Kalkzu-

T , J ) Dingler’s polyt. Journ. Bd. CBIV, S. 210, Bd. CBIII, S. 377, Wagner’s»nresb. d. ehern. Technologie 1859, S. 343; Scheibler n. Stemmer, Jahresb.«r Zuckerfabrikation Bd. I. II., S. 386, S. 394. Man sehe auch Otto, landwirth-Scll «ftl. Gewerbe Aufl. V, S. 210. „ , , , _

Comptes rendus. T. BI, p. 204 et 410; T. LIV, p- 752; Dingler s polyt. Journ.d. CBVIII, S. 145; Bd. CBX1V, S. 388 ... Bd. CBXVII, S. 216; Zeitschr. d. Ver-f. Rübenzuckerindustrie 1862 , S. 301, 439; 1863, S. 98; 1864, S. 174;c eibler und Stemmer, Jahresber. f, Zuckerfabrikation Bd. I, II, S. 306.