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Neunter Band.
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1140 Zuckerfabrikation.

Zahlreiche Methoden sind schon für die Bestimmung des Kalkes ang e "geben worden, ohne dass jedoch die meisten derselben die Bedingunghinlänglicher Genauigkeit und gleichzeitig rascher Ausführbarkeit be-friedigend erfüllt hätten. Die älteste Schatten’sche Methode ist fi' rganz unzuverlässig längst erkannt und verschwindet mehr und mehr;die eigentliche analytische Methode, an welcher lange festgehalteuwurde, weil man sie trotz ihrer Umständlichkeit wegen der genauere 11Resultate vorziehen zu müssen glaubte, ist als ebenfalls mit erhebl*'chen Fehlern behaftet befunden. Nach Stammers r ) Untersuchung 611der verschiedensten Methoden ist die von Scheibler * 2 ) den anderen be-kannten Verfahrungsarten durchaus vorzuziehen, was Andere 3 * S. ) bestäti-gen; während auch die von Otto 1 ) empfohlene Prüfungsmethode kein 6 *genauen Resultate giebt. Der Sc hei bl er’sehe Apparat bestimmt d enKalk nach dem Volumen der aus der Knochenkohle durch Salzsäure ver-triebenen Kohlensäure unter Anbringung der verschiedenen erforderlichenCo rrectionen. Da ausser den angeführten Quellen auch eine sp ecie^ 0Beschreibung mit Abbildung und Gebrauchsanweisung erschienen ist 5 * )'so können wir hier von einer weiteren Auseinandersetzung dieser Method eabsehen, welche sich durch Leichtigkeit und Schnelligkeit der AuS'führung bei genügender Genauigkeit auszeichnet.

Da von dem Kalkgehalte der Knochenkohle die Entkalkung d erZuckersäfte zunächst bedingt wird, so muss man sich, wie oben b®'merkt, bei der Wiederbelebung mit dem Ausziehen des Kalkes durc* 1die Säure nach der bezweckten Entkalkung richten. Einen Norm 0 ^'kalkgehalt für alle Umstände aufzustellen und nach Beibehaltung d e3 ‘selben zu streben, geht nach den Gründen, welche schon früher ang e "geben sind, nicht an, indem je nach der verschiedenen Arbeit au ceine verschieden starke Entkalkung gewünscht und erzielt werd eI1muss. Als Grenzen kann man annehmen, dass sich der Gehalt d efgebrauchten Kohle auf zwischen 7 bis 12 Proc. kohlensauren Kalk et 'halten muss; die verschiedenen Fabriken befolgen hierin ihre eig 6De0

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Normen. Zu beachten ist, dass alle Angaben, welche auf Grund ^gewöhnlichen analytischen Methoden erhalten werden, viel höherals diejenigen, welche sich auf die Bestimmung der Kohlensäure g 1den, dass man also bei Beurtheilung der einzelnen Fälle auf uVerschiedenheit der Methoden Rücksicht nehmen muss. Es ist natü 1sehr leicht, nach dem Kalkgehalt der Kohle und der einmal festgeS'

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ten Höhe des normalen Gehalts diejenige Menge Salzsäure vorher _bestimmen, welche in der laufenden Arbeit bei der jedesmalige 11 pderbelebung angewendet werden muss. Wiederholte Versuche 111115aber immer dazu dienen, die Wirkung zu controliren. ei

Steigt der Kalkgehalt der Knochenkohle über eine gewisse G ie

x ) Dingler’s polyt. Jomn. Bd.CLXV, S. 45 u, 135; Fresenius, ^ el . tS °jg62,

analytischerem. 18G3, Bd. II; Zeitschr. des Vereins für Rübenzuckerindustrie

S. 307; Jahresber. für Zuckerfabrikation Bd. I, II, S. 251. — 2 ) Zeitscbr.eins für Rttbenzuckerindustrie Bd. IX, S. 285, Bd. XI, S. 525; Zeitschr. 1 94 bmie u. Pharmacie Bd. III, S. 721; Jahresber. für Zuckerfabrikation Bd. I, B, jgg?,

— 3 ) U. A. Frank in der Zeitschr. des Vereins für Rübenznckerindustrte g^ 0 h'

S. 178. — Zeitschr. des Vereins für Rübenzuckerindustrie 1861, S.

mann und Siemens, die Zuckerfabrikation S. 181; Otto, landwirthsch. J

Bd. V, 2. Aufl., S. 338. Ueber diese Methode s. auch Weiler, in der , , sC b c

des Vereins für Rübenzuckerindustrie 1862, S. 153. — 6 ) Berlin, FeiS

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