Einleitung.
Die frühesten astronomischen Begriffe sind aus der Sprache desgewöhnlichen Lebens entstanden, und scheinen auf den erstenBlick nichts Technisches zu enthalten. »Tag, Jahr, Monat,Himmel, Sternbild" — sind Worte, die auch den sorglosen,rohen Menschen nicht fremd sind, aber sie sind doch die erstenElemente der Astronomie. Wie es möglich war, daß der mensch-liche Geist, unter allen Feldern der Erkenntniß, auf diesem alleinso früh schon, und zwar bloß aus den alltäglichsten Erscheinun-gen, eine Wissenschaft errichten konnte, werden wir später, inder »Philosophie der Wissenschaften" umständlich zn erläuternGelegenheit finden. Zwei der hieher gehörenden Ursachen abermüssen wir jetzt schon anzeigen. Erstens ist nämlich das auchim gemeinen Leben gewöhnliche Verfahren, durch welches wireme Anzahl von homogenen Dingen auf eine höhere Einheitzurückführen, wie dieß bei den obigen Benennungen »Jahr, Mo-"at« u. f, F^ll jst, offenbar ein rein inductives Ver-^hren, und demnach dasjenige, dem alle Wissenschaften ihruseyn verdanken. Zweitens aber sind die Ideen, welche hierJnduction zu Grunde liegen, alle der Art, daß sie auch^m genuinsten Manne sehr bestimmt und deutlich vorliegen, wiedie »an Raum und Zeit, von Zahl, Gestalt, Bewegung,'ederknnst u. dgl., so daß also, gleich bei der ersten Beschäs-g"ug mit diesen Gegenständen, die sie bezeichnenden Begriffe^ ^urfbegrenzte, wissenschaftliche Form annahmen.
Menc sollen nun die einzelnen Wege kennen lernen, die derMets Geist in Beziehung auf die Erscheinungen des Him-vvn den frühesten Zeiten an gegangen ist.
^hew,sl.
I.
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