Band 
[Erster und zweiter Theil.]
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Folgen der induktiven Epoche HipparchS.

sehr wenig Auswahl und Kritik verfuhren. Außer den griechischenSchriftstellern über Medicin, die sich ihrer besondern Vorliebeerfreute, waren es vorzüglich die Philosophen Griechenlands,und unter diesen vor allen Aristoteles und Plato, mit welchensich die Araber beschäftigten. Der erste schien ihrem spekulativen,und der zweite ihrem schwärmerischen Talente zuzusagen, und siesuchten bald beide, so heterogen sie auch seyn mochten, nichtuur mit sich selbst, sondern auch mit den Dogmen ihres Isla-mismus zu vereinigen '). Leider hat der Haß der Spaniergegen die Mauren die arabischen Schriften sehr selten gemacht.Indeß sieht man aus den immer noch sehr zahlreichen Ueber-resten derselben, daß sie sich vorzüglich mit der Auslegung desAristoteles beschäftigten, dessen Ansehen sie über alles verehrten.Alfarabi (oder Abu Nasr Jbn Tarkhan -j- N54), der den Namendes zweiten Metaphysikers erhielt (der erste war und blieb Aristo-teles) rühmte sich, die Bücher der Physik des Stagiriten vierzig-mal, und die Rhetorik desselben zweihundert»««! durchgelesen zuhaben, und Averroes (oder Abul Walid -s- gegen 1200) behaup-tete, daß die Natur erst bei der Geburt des Aristoteles vollendetworden sey. Alkendi (Jacob den Jsak Alkendi -j- 880), vorzugs-weise der „Philosoph" genannt, trug durch seine Vorlesungenüber den Aristoteles, die er zu Basra hielt, ebenfalls viel zuder Hochachtung seiner Landsleute für die alten Griechen bei.Avicenna (Abu Ali al Hosain Jbn Sina -j- l«3K), der „Fürstder Aerzte" genannt, galt zugleich unter den Arabern als der

Aus dieser Quelle entstanden unter den Arabern die Motasalim,eine heterodoxe Sccte von Gelehrten, die mit den ersten Gnostikernder Christen viel Aehnlichkeit hatte, und die auch, wie diese, dergegen sie ausgebrvchenen Verfolgung unterlag. Johannes Chry-lvrrhoas aus Damaskus (t ?so) scheint dazu vorzüglich beigetrageniu haben, da er, der Gründer des ersten eigentlichen Systemseiner christlichen Theologie, die philosophischen Werke des Aristotelesm das Syrische übersetzte oder vielmehr auf seine Weise umarbei"iete, die dann von den Arabern begierig ausgefastt und weitergeführt wurde. Dieser Johannes Damascenus galt für einen der^rzüglichsten Theologen der morgenländisch.griechischen Kirche, undtzand lange Zeit im Dienste eines Chalifen, starb aber als Mönch^ Kloster Saba bei Jerusalem. Seine Werke gab Lequien zwenedig 1748 in 2 Foliobänden heraus.

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