Einleitung.
Wir gelangen nun zu der nähern Betrachtung jenes langenUnd unfruchtbaren Zeitraums, der die wissenschaftliche Thätig-st des alten Griechenlands von der des neuern Europa'ö trennt,und den wir deßwegen die stationäre Periode der Wissenschaften ge-nannt haben. Es wurde zwecklos seyn, der verschiedenen Formenin erwähnen, in welche die Menschen dieser Zeit die Entdeckungenfrüherer Jahrhunderte vorzutragen gesucht haben, oder die geringenFortschritte aufzuzählen, die sie selbst, entblößt von aller wahrenPhilosophie, gemacht haben mögen. Wir begnügen uns, dieallgemeinen, charakteristischen Züge von dem Geiste und denSitten dieser Zeit aufzustellen, um dadurch, so weit dieß mög-lich ist, die Fehler und Irrthümer derselben aufzudecken, und^ wenigstens einige Kenntniß von den Ursachen der FinsternißUnd der Unfruchtbarkeit dieser Periode zu erhalten.
Wir haben schon öfter gesagt, daß ein wahrer Fortgang iner Wissenschaft immer die Vereinigung von zwei Dingen er-lardert: bestimmte und klare Begriffe von dem Gegenstände,den es sich handelt, und richtige Anwendung derselben aufdecielle Thatsachen oder auf Beobachtungen. In der Periode,Welcher wir nun übergehen, waren aber alle Begriffe der"nsche„ über wissenschaftliche Gegenstände nur dunkel und ver-vb°*ch"' ""d die geistige Anlage, diese Begriffe mit den Be-
ungen in irgend eine bestimmte Harmonie zu bringen,^"äUch zu fehlen. Diese ihre Beobachtungen, wenn sieBec?'kr^ ^umcht hatten, blieben daher, unter jenen dunklenech ^Uen, für sie ohne Nutzen. Dieses Uebel wurde noch durchZeit ^"dere moralische Eigenschaft in dem Charakter jeneren vergrößert: durch eine sclavische Feigheit des Denkver-