Mysticismus des Mittelalters.
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Der Neuplatonismus ist das erste Beispiel dieser mystischenPhilosophie, die wir hier näher zu betrachten haben. Der^uptplliikt, auf welchen wir unsere Aufmerksamkeit richten
l) Neuplatonische Theosophie.
pniig Zollen, ist jene Lehre von einer intellektuellen Welt, die un-
A»f Mittelbar aus dem Akt des „göttlichen Geistes," als aus der
i ee» einzigen Realität" hervorgeht, verbunden mit einer Sehnsucht
daß Nach der Vereinigung der menschlichen Seele mit dem göttlichen
> ^sifte, welche Vereinigung der Zweck unserer Existenz seyn soll.
rge»d "Ideen" Plato's waren, für diesen Philosophen, bloße
üwrnien unserer Erkenntniß; für die Neuplatoniker aber wur-, di> den ste wirkliche Wesen, ja eigentlich die einzigen in der
^elt wirklich existirenden Gegenstände, und das nnzugäng-Üche Schema des Universums, das nur aus diesen Ideenbestehen soll, wurde als das größte und höchste Objekt allerPhilosophischen Contemplationen aufgestellt. Das Verlangen dese,-a>r Menschlichen Geistes, seinem Schöpfer und Erhalter näher zu kom-ade«' und in eine unmittelbare geistige Verbindung mit ihm zu
ott» ^eten, kann zu einer Gedankenreihe leiten, die der Aufmerksam-
f dt "'t eines religiösen Philosophen in hohem Grade würdig seyn
„isst, ^ag; aber ein Bestreben dieser Art, selbst wenn es wohl geord-
jhijh und auf Offenbarung gestützt ist, kann doch kein Mittel seyn,
j,yü' den ^Naturwissenschaften Fortschritte zu machen. Wenn es aber
l>a^ ^dlich hloß das Resultat einer phantastischen Exaltation ist, so
rs den menschlichen Geist leicht in eine Lage versetzen, in,»^ L " ganz unfähig für alle eigentliche Wissenschaft wird. Diesereine übernatürliche Ursache mit den äußeren Erscheinungenei"' / Materiellen jstatur in Gemeinschaft zu bringen, muß daher
veiu mystisch, und als eine von denjenigen Quellen betrachtetdlicß ^^de», welchen der Verfall der Wissenschaften im Mittel-pjest abzuleiten ist. Die neuplatonische Philosophie aber ist
^ der merkwürdigsten Formen dieses Mysticismus.
el^ l,„»^dlchon Ammonius Saccas, am Ende des zweiten Jahr-
^muier Plvtinns, sowohl wegen den verschiedenen Schrif-^ wir von ihm größtentheilö »och besitzen, als auch wegen