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Abrodiätus, siehe varrhasius.
Abrohone, siehe Abronome.
Abrolhos, heist so viel, als: Thue die äugen auf, undist eine kleine insul in Süd-America,zwischen derBrasitram sehenkäste und dem Goubernament von kio ZrMäs gelegen, welcherdie Portugiesen wegen der vielen klippen, so sich sehr wert m diesek erstrecken, diesen nahmen gegeben.
Abron, ein Athenienser, hat ein buch von fest-tagen undvvfern der alten geschrieben. Man weiß nicht, wenn er gelebet.Dieses werck wird von Stephans angeführet; und sagt man,haß er noch andere schriften hinterlassen.
Abron, ein drsmm-niLus aus Phrygien oder Rhodus gebür-tig, hat die Rhetoric zu Rom gelehrt.
Abron, von Argos, errettete ic>oo junge Corinther von derHand Philoniö, so damals zu Argos herrschte, und diese jungemannschafft zu todten beschlossen hatte. Abron retmrte „chdarauf nach Corintho, allwo seinem enckel Actäon ein sonder-liches Verhängnis zustieß. Siehe Actäon.
* Abron, ein Athenienser,wäre ein söhn Lycurgi, eines der ze-hrn Rednern, von welchen Plutarchus ein eigenes buch geschrie-ben hat. Seine mutter Caltsto mit nahrnen, wäre die lochteteines andern Abron. Der erstere aber starke nachdeme er demgemeinen Wesen viele gute dienste geleistet hatte. in
äecern Orstonbus.
* Abron, ein sehr reicherArgiver,welcher sich ungemein präch-
tig und kostbar in seinen fachen aufführte. Einige stehen in dengedanckm,er seye der anlas gewesen zu dem Griechischen spruch-wvrt , d. i. ein Abronisches leben, dadurch ein
weiches und wollüstiges leben angedeutet wird.
* Abron, ein fluß in Franckreich, welcher aus der provintzBourbonnois kommet, von dannen in die landschafft Nivernoisgehet, und sich in die Loire ergeußt.
* 2 lbrone, eine kleine stadt im Hertzogthum Mayland. l/«w.
* 2 lbronichus, ein söhn Lysidis, ein edler Athenienser, dessen
dienste sich Themistocles in dem Persischen kriege, und in der Ge-sandschafft bey den Lacedämoniern wohl zu gebrauchen gewust.//ei oaa/«, VIH. I.
2 lbronius Silo, siehe Silo.
Abronomes, oder Abrocomes, des Darii söhn, den er mitseines bruders Atarnis tochter gezcuget hatte. Erwürbe zu-samt seinem bruder Hyperanthes von den Lacedämoniern beydem engen paß Thermopyla erschlagen, und wurden so gar bey-de auf desLacedämonischenFeld-HerrnLeonidä leichnam todt ge-funden,als sie des KönigsL'erxis feldzuge wider dieGriechen bey-wohneten. üb. VII.
* Abrota, eine gemahlin des Megarensischen Königes Nistaus Böotien gebürtig. Ihre besondern lugenden und klugheithatte sich bey ihrem gemahl so tief eingedrucket, daß er nach ih-rem absterben ihre gebeine in die kleider, welche sie bey lebzeitengetragen, einwickeln ließ; auch dem frauenzimmer zu Megaraanbefohlen, beständig dergleichen kleider zu tragen, als der Äbro-te ihre ehemals gewesen, das andencken derselben auf solche wei-st desto länger beyzubehalten. Sie beobachteten auch solchenbefehl eine weile; und da sie hernach ihre vorige kleider wiederhervorsuchen wollten, wurden sie von dem Oraculo durch einenausspruch daran verhindert. tzuM. Or-eL.
* Abrotelia, Abrotelis Tarentini tochter, eine weibs-person,welche in der Philosophie wohl erfahren, und der Pythagorischenstete zugethan war, wiewol sie Stanlejus, ein gelehrter Engel-länder, mit der berühmten Lasthenia aus Arcadien für eine hält.
viä. äs inulisrlb. kbilolopb. p. 6 i. n. 10;.
bist. Lbil.
* 2 lbrotonum, eine stadt in Africa, welche vom Strabonetzeogmxb. 17. p. nyr. und Plinio N. X. lib. V. 4. ingleichenStephans, um diejenige gegend gesetzet wird, wo in der altenGeographie LMs und 8>rüs gewesen. Sie mag diesen nah-men entweder von dem bekannten kraute übrownuni, oder vonAbara, welches so viel als eine fuhrt heiffet, bekommen haben.
LkansM. I. 24. x. 481.
* Abrotonum,oderAbrotonus,wäre die mutter desTheini-stoclis, welche aus Thracien entsprossen ware.Sie wird aber voneinigenEuterpe genennet.^««. V. 8. XII. 4z. ^/«r.inTbemist.
* Abrugbama, oder Aprudbavna, ein grosser marckt-fle-üen in Siebenbürgen, 5. meilen von Deissenburg am flusse Om-pa. Er wird von Wallachen, Ungarn, und etlichen wenigenSachsen bewohnet, und ist das vornehmste gold-bergwerck inSiebenbürgen allhier befindlich: dahero dieser ort schon vondenen Römern Luraria genennet worden. SMUEU.
* Abrunculus, oder Aprunculus, Bischoff und Beichti-ger zu Trier, nahm an. z rg. das Bißthum an, und starb an.;; 2. Seine reliquien brachte man nach der zeit von Trier nachSprengersbach, wie denn auch etwas davon zu Helmwardes-huysen vorhanden ist. Zu Brachial wird er als Patron vereh-ret. Ihm ist zu feinem gedächtnis der 22. april gewiedmet. l/-
* Abruscio, (Nicol. Johannes 6s ) ein Iuriste aus demNeapolitanischen, welcher in dem xvn. Lculo gelebet. Er
gab i 66 z. heraus kacem geminsm, ouarüin alter» aä pütlei-lionls, altem »ä xropriemtis leZes illnininanäas aceenclitur.2 "o7>/>,r bibliorb.Xe»xoI.
Abruzzo, lat. Lprutium, eine landschafft in dem Königrei-che Neapolis, bcgriffoas gröste theil des Sammler und Pieenerlandes. Es wird in das dissitige und jenseitige getheilet, istü-beraus fruchtbar und von temperirter luft, bringt allerhandfruchte in uberffuß Herfür, und giebt sonderlich guten saffran.An. 1706. wurde diese landschafft durch ein erdbeben dermassenverderbet, daß von den meisten städten wenig mehr zu sehen ge-wesen, und unter den verheerten gebäuden über zooo. todte men-schen gefunden worden. regn. äl Xax. Ital.
Abs, siehe Viviers.
* Absa, ein grosser flecken nicht weit von Adrianopel in
Romanien. Die Türcken haben allda einen prächtigen tempeloder mosquee, samt einem sehr grossen Caravanserai, so mit bleygedeckt ist. Der
* HL8H6I, die Absagen,ein volck bey demCaucaso, dessen ineiner fammlung Lnsstssu Libliotkecai-ii , welche der L. Sir-mond ausgegeben hat, Meldung gethan wird. Der fluß Absarentspringet in ihrem land,und stresset von dar in Armenien.?^-lik. VI. L. 4. y-
Absalom, desKönigs Davids söhn, ermordete seinen bruderAmmon st. stl. 2948. st. L. ic>tzü. weil er seine schwester geschän-det hatte. Nachdem er dieses rnords halben eine zeitlang flüchtiggewesen,wurde er endlich wiederum ausgesöhnt, und nach Jeru-salem gelassen. Einige zeit hernach fieng er ausruhe an, vertriebseinen vatter ausIerusalem,schändete dessen kebsweiber, und lie-ferte endlich dessen armee eine Macht, welche er aber verlohr.Auf der flucht blieb er mit seinen haaren an einer eiche hangen,und wurde von Joad mit z. spießen erstochen; worüber Davidgrosses leid bezeugest. Dieses geschahet. Ist. 29z; st. L. 1029-2. Sanr.XIII. leg.,/o^lr>I>. 1 il>. VIl. 1 'o^»re/ A in ann.V. 's-
Absalom, ein LanomLus Hexulsris desAugustiner-ordens inder AbteySt. Victoris zuParis, ist um das jähr 1120. berühmt,und nach einiger meyming in dem Menschen zu SpeyerbachAbt gewesen. Er hat 51. Sermones hinterlassen, welche DanielScilincus, ebenfalls Abt von diesem kloster, in dem XVI. Leninan das licht gestellet.Sie sind zu Cöln, unter dem titul: Sermoneslellivnles Ist. zusammen gedruckt worden. Einige meynen, daßdieser Absalom eben derselbe sey, dessen jetzv soll gedacht werden,bibl. ecel.
2 tbsalom, oder Axel, ein berühmter Ertz-Bischoff zu Lunden,war aus einem bekannten geschlecht in Danemarck entsprossen.Sein groß-vatter rvurde Skialmo Huid,vder der weiss Hund ge-nennet. Etliche geben vor, daß er anfänglich Abt zu St. Geno-vefa in Paris gewesen, und von dem Könige Waldemaro I. be-rußen worden, den Christlichen glauben in den mitternächtigenländern, sonderlich der insul Rügen, so Waldemar unter sichgebracht hatte, zu lehren. Solches soll er auch mit grossem flelvgethan haben, dannenhero er an. 1157. zum Bischoff zu Rot-schild,und an. 1178. zum Ertz-Bischoffzu Lunden gernacht wor-den. An. 1161. hat er das Cistercienser-kloster zu Sora, und an.1167. das schloß Äxelhuß inSeelandsso nachgehends den nahmenStegelburg erhalten,und aus rvelchcm hernach die stadt Copven-hagen entstanden, erbauet. Er ist nicht allein bey WaldemaroI. sondern auch beyCanuto VI. in grossem ansehen gewesen, unswird wegen seiner klugheit, gelehrsamkeit und beredsamkeit ge-rühmt; auch haben sich die Könige seiner in staats-geschäMNbedienet; ja er selbst hat kein bedencken getragen, die wass"wider die Heydnischen völcker zu führen. Endlich ist er in demkloster zu Sora den 29. mertz an. iroi. im 7;. jähre seines a!-ters gessorben. üb. XIV. XV. lib- 1b
sä Helmolä. lib. III. Oanrs. Dgnise lib. V. ^Vsnclsl. lib. V. cbron. DLnise.
RIesvic.in liWomn. sä LarM'«lelbr. Oan.
* Absarus, ist beyPlinio H. X. VI. 4. der nähme einer stadt-ingleichen bey Ptolemäo ein fluß in Iberien, oder in dem kleinernArmenien; heisst auch bey einigen Morrlms, Hxlsrum > Essrus.
Abschatz, ein uraltes adeliches nachmals Frcyherrlichesschlecht in Schlesien, woselbst es bereits vor dem XII. Lculo 0^rühmt gewesen. Es hat sich in drey linien getheilet: in die vvAbschatz aus dem Hause Reuthe; die aus dem haust Sobor, veode in dem Glogauischen Furstenthum. In dem XVII Lcnlo jw /unter andern berühmt gewesen, George von Abschatz/ aCummeknig, Fürstlich Oelsnischer Rath an. 1612. Ic>HMErasmus von Abschatz, aufRauske, des Liegnitzisthen s? s,ftenthums Landsbesteltter an. 1687. u. a. m. sco>obroo. x>. 1784.
Abschatz, (Hans Aßmann, Freyherr von) aus dem stMstwehnten geschlechte,Herr auf Mörbitz,Nieder-Göischau, ^
dorff, Petschßenwrss und Lederosq, war den 4. febr. an.gebvhren. Sein vatter gleiches nahmens, war Abgeordner^ ^LicWjtzjschen Fürstenthums, welchen er in seinem z.iayr h Lj-lohr, und seine mutter Margaretha von Kanitz. Den ssM"ner wissnschafft legte er in dem 6 Mn»üc> zuLiegnitz, woAlass. an zu Straßburgund Leidenstudirte,undM .ss
von