Band 
Erster Theil. A - Be.
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rern zu erwecken. Dochgeschahe es anfclne zeit, -aß er ferne zu-hörer nicht so anfmercham sahe, als es d,e Wichtigkeit dervortragenden materie wohl verdiente, und dessentwegen fiengeer an in der Hebräischen Bibel, die er bey sich hatte, laut zu le-sen. Dieses ermangelte nicht ferne zuhorer zu erwecken und ihnemit einer art erstaunung anzusehen. Als er nun dieses beo-bachtet, stellte er zuerst seinen zuhbrern ihre thorheit für, indem sieaufmercksam worden waren, da er in einer ihnen unbekanntensprach geredet, und hingegen sich schläferig und hinläßig erzeiget,da er in verständlicher sprach von denen wichtigsten Wahrheitengeredet hatte, und führe alsdann in seiner predigt fort. Die or-äiliaüon der Predigern ward von ihme auch mit gröstem fleißund sorgfalt vorgenommen, damit niemand als gelehrte un-tüchtige Personen, die er selbst examiniret und geprüfet hätte, zudem Predrg-amt gelangen möchten. Als in dem jähr 1578. diepestilentz zu Londen wütete, erwiese dieser Bischoff eine ausneh-mende klugheit und sorgfalt. Seine Haupt-absicht gienge vor-nemlich auf zwey dinge; erstlich für das leben der Geistlichen zusorgen, und demnach zu verschaffen, daß die krancken nach noth-durft von dm Geistlichen möchten besuchet werden. Zu diesemende stellte er eine Versammlung seiner Geistlichkeit an, um einegewisse anzahl aus derselben zu besuchung der krancken zu ernen-nen ; die übrigen aber wurden bestmöglichst versorget, damitnicht alle Geistlichen auf einmal von der pest angesteckt, undalfo das volck des nöthigen zufpruchs und geistlichen beystandsnicht aufeinmal beraubet werde. Und-als den 6. april 1580.sich ein starckes erdbeben erzeiget hatte, gäbe dieses Bischoff Ail-mer anlas, einige gebäter zum gebrauch seiner Pfarr aufzusetzen.Als er endlich alt und von krafften des leibs erschöpfet wäre, be-zeugte er ein grosses verlangen sein Bißthum an vo-stor Ban-croft zu überlassen, allein dieser wollte es nicht annehmen. Erstarb zu Fulham denjunii 1594. in dem 7;. jähr seines alters,und ward in der Cathedral-oder Paulus-kirch zu Londen begra-ben , allwo ihme folgende auffchrift auf fein grabmahl ist gefe-tzet worden, Die sacet LertWmam expeÄLns rekurrekliouemtu-e c-rrnis D. ^OlstLMW LVI.IMK., v. Lpikcopus Douäiui.( 2 pi obüt äisni kuruu üu. Dom. 1594. Xtat. niD 7z.

1 er keuos Limos krrekul; kemel Dxul, <L iclemLis xugil in cauku IlLlIiZlonis omt.

Er hatte sich geheurathet mit Judith Bures, welche aus einemsehr guten gesthlecht in Suffolck abstammete, und mit derener sieben söhne und drey töchtern erzeuget hat. Die söhne wa-ren folgende : l.) Samuel, Ober-Scheriffin Suffolck, unterCarolo I. 2.) Theophilus, ward LrcstiäiLconu« zu Londen,und sseÄor zu Much-hadham in Hertfordshire, und starb indem jan. i 6 r;. ) Johannes, so zum Ritter gemachet und

gemeiniglich Sir John Aylmer ofRigby in Lincoln genennetworden. 4.) Zacharias. 5.) Nathanael. 6 .) Tobel.

7.) Edmundus. Bischoff Ailmer führte einen ansehnlichenstaat, und hatte achtzig bediente in feinem Haus. Er hatte zwarviele und boshaffte feinde, welche ihme die unschuldigsten dinge,als das kugeln-fpiel, und daß man ihne etwan die wichtigstendinge bey seiner treu aussagen gehöret, als unverantwortlichelasier auslegen wollten, aber er hatte zugleich auchhohe freun-de und beschützere, unter welchen sich der Cron-SchatzmeisterBurleiqh befände. Er wäre in der vernunft-lehr, und in de-nen Historien fehr erfahren, verstünde die Hebräifch-und Grie-chische spräche gründlich. Die Gottsgelehrtheit, die bürger-liche Rechte, und die alten uuckores waren ihme ungcmeinwohl bekannt. In sammlung seiner büchern wäre er sehr cu-rios, in Verrichtung seines Bischofflichen amts unermudet, undin seiner andacht sehr pünktlich. Er wäre eines hitzigen undlcbhafften temperaments, in dem Umgang frey, und hatte viele 'gute einfalle. Obwolen er kurtz von Person gewesen, so hat erdennoch viele standhafftigkeit und hertzhafftigkeit besessen. Alsauf eine zeit die Konigin grossenzahn-fchmertzen litte, und ihrogerathen ward, den zahn sich lassen auszunehmen, wollte sie, ausforcht -es dadurch auszustehen habenden sthmertzens , solchemrath nicht platz geben. Bischoff Ailmer aber, welcher sich ge-genwärtig befände, sagte, es feye der fchmertz nicht so groß alsdie Königin sich einbildete; und um sie davon zu überzeugen,liesse er sich in feinem hohen alter, und da er nicht viele zahnemehr zu verschencken hatte,, gantz kaltsinniger weise einen zahnausziehen. Woraufdie Konigin sich auch zu dieser Operationentschlösse. Als er noch zu Straßburg gewesen, hatte JohannKnox, ein Schottlander, em buch ausgegeben, in welchemer nach allen kräften darzuthun trachtete, daß das weibliche re-giment nicht gefttz-mäßig stye. Ailmer widerlegte diese schristsehr nachdrücklich, und liesse /eine Widerlegung zu Straßburg1559. kurtz nachdeme die Konigin Elisabeth den Englischenthron bestiegen hatte, drucken, mit dem titul: Dsrborcnve kortmrbkull soll trerve kubssck, agaiull tbs lats Llovrue LIsste,

aoncernmtz rbe tzoveruinent ok dornen. Er hatte seinennahmen mcht auf den titul fetzen lassen, damit er mit destogrösserer freyheit schreiben, und von der Königin Elisabeth,M dachte, ohne einigen verdacht der fchmei-chelcy reden konnte. , I^be ob öistiop Ailmer.

Donaon m 8vo. 1701. Or. ^ortlues in -lorkollc.

, LÜI Oxon. Englischer

- ein Englischer Benediktiner, mar-

in dem XII. lleL lo berühmt, und starb um das jähr r i;o. Er

äs.

hinterließ unterschiedliche wercke, als: Dc Inguiknlone Derstblenüct vultüs Del Lo. äs Icript. ilugl.

Ailzred, siehe Ethelredus.

* 2 limar vemev, (Jacobus) ein baur von St. Verargohnweit St. Marcellin in dem Delphinat, hat sich deswegen 0/rühmt gemacht, weilen er durch hülss einer ruthen die unterm^difchen Wasser, und ertz-adern entdecken konnte. Nachgehen^hat er vermeynet, er könne diese natürliche krafft, so er (wie m»"vorgiebt) mit vielen andern menschen gemein gehabt haben stMaufdie allerverborgenste und heimlichste fachen, als auf dumordeten und heimlich begrabenen leichname, auch sogar aus/ ;mörder selbsten, ziehen. Man sagt auch, er habe ihnen a"'der spuhr nachfolgen können, indeme ihne die starcke beweg««-der ruthe, so er an den orten, allwo diese lasterhaffte lerEgegangen, gespüret, allezeit geleitet habe. Es haben zwarnige natur-kundiger diese krafft für ertichtet und betruglich, ^dere aber selbige für natürlich gehalten, und solche wurcku«»der bewegung und ausdünstungen zugeschrieben. Dem sey Ewie ihm wolle, so hat das ansehen, so sich Jacob Aimar inner provintz erworben, zu Paris eine merckliche Minderung trlitten, indeme man versicheret, daß ihme feine kunst sowol >>dem palast von Conde als auch an verschiedenen andern orn»fbhl geschlagen habe. kllMgue occults ^

eure äe 1692. L 169;. La.7/^, DiÄ. Lrir. 1. L 2. säit.

* Aimerrcus, ein Patriarch der kirchen zu Antiochia, folget^

Rodolpho in dem jähr n 5 2. nach. Er wurde unter dem PEAlexandro III. als Nuntius des Päpstlichen stuhls in Orientsandt. Es führten damals unterschiedliche vilgrim aus Ock''dent in Palestina ein einsames leben, und waren der gcwamthätigkeit und spott der Barbarn bloß gesteüet. Diese nun ver^sammlete Aimericus auf dem berg Carmel, daher, wie rna»sagt, die Carmeliter-Mönchen ihren Ursprung haben sollt»'Er starb im jähr 1130. in ckrov-

IN LNNLl.

Aimery, von Pavia aus der Lombardey, war ein Englisch^Capltain und Gouverneur zu Calais an. 1,48. Die Franzoss»hatten zur zeit des damaligen stillstandes einen anfchlag auf Ulars, und boten ihm 20000. ducaten, wenn er ihnen darzuhuflich seyn wollte. Dieser berichtete es an den König EduEDerselbe kam mit einigen schiffen und volck aus Engeland, «Udie Franzosen, so von dem Aimery zum theil schon in einen Msen rhurm der stadt eingelassen waren, wurden nach einer tE,fern gegenwehr niedergemacht: allein dieser Capitain w«^;. jähr hernach von den Franzosen bey St. Omer gefangen,«'jn stucken zerhauen, ^

* Aimo, der 7;. Bischoff zu Lausanne in der Schweitz..^hat dieses amt bis an. i zos. verwaltet, da denn Angelusgefvlget.

Aimoinus, ein Benediktiner-Mönch in der Abtey zu Ery an der Loire, darein er an. 970. aufgenommen ward, gsU-tig aus Gasconien. An. 1004. schrieb er das leben des Abts ^bonis; er gab auch ein buch heraus von den wunderwer« §St.Benedicti und andere mehr. Das berühmteste unterwercken ist die historie-ron Franckreich. Sie bestehet aus 4- ^chern, und hat man nach seinem tode noch das fünfte hms/,fugt, welches sich in dem jähr nä;. endigt. 57 ^^. äseocl. c. 101. Dill. Lat. Dr, L?z-e»e. ^

. * , aus Libyen gebürtig, wäre ein vatter des

ketzers Arn, und ist in der Historie aus keinem andern Ebekannt. ^

* Aimoinus, ein Benediktiner-Mönch der Abtey St. Nmam äes kres zu Paris, ward in dem IX. Lculo, um d.as l z§870. zu reiten Abbvnis, seines lehr-jüngers, welcher auch MUeehren etliche verse aufsetzte, berühmt. Aimoinus unterstM^im jähr 872. ein öffentlich instrument, welches Dom

äu Breüilanführet. Dieser und schier alle anderewelche vor Andrea Chsne gelebt haben, schriebenvon St. Germain äes kres die Historie von Franckrem- ^welche uns unter seinem nahmen bekannt ist; es istwiesen, daß selbige von Aimoino einem Mönchen von /'feye. Es schriebe dieser, von deme wir hier reden, eine»tat von Versetzung des leichnams -es Märtyrers^Vincentii, wie auch einen andern von den wunderwA.jpc.-es H. Germani, Bischoffs von Paris. ' ^,7.

eoolek. L.101. Dill. I.Lt. O« sie*

fuciic. äs Limoino Lo. Siehe O« , bro -gut. ecolsk. äu IX. iiecle.

Aimon, Bischoff zu Halberstadt, siehe Haymo.

* 2 limon, ein Fürst des landes Ardennes, wäre eM

der vier tapfern männern, so man gemeiniglich die vA' jho,des Aimonts nennete. Es wird von dem Fürstendem ältesten dieser vier brüdcrn, gesagt, er habe, nam ^„111unter Carolo ÄIsZuo sehr tapfere kriegs-dienste geleistet,den Mönchen-orden angenommen, seye auch als eingestorben; und habe man wegen den wunderwercken, 1"seinem tod gethan, ihme zu ehren eine kirche erbauen. js/

, IM. Duxemb. . in LLwI. 8ancr.

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kienser

)limon, ein Mönch der Abtey Savigny, ansdeM ^er-orden, wäre von Landacob aus Bretagne