Band 
Erster Theil. A - Be.
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* Atino, lat. Ltins, oder ssrirmm /eine alte und berühmte

stadt in Latien, in derer Volscer gebiethe, am ffusse Melpis,aufeinem erhabenen orte, am fusse des Avenniuischen geburges,nicht weit von Arpino. Ln. VII. 6;o. pro

klrmcio 8. LrE, IX. 28- Kayser Nero führte eine colontedahin, und bauete eine mauer drum; , 6s soloniis

pr. äs jur. Nsn. III. ÄLo»r«r, äs ant. jur. Iwl. XI.

12. Wie Petrus Diaconus in IM. pM. 88. IVlsrtsrmn meldet,soll sie in gantz Occident die andere stadt gewesen seyn, welcheder König Saturnus, nachdem er von seinem söhne, Jove,vertrieben worden, erbauet hat. Sie ist nachgehends unterArcadio sehr ruinirt, und von dem Hertzoge zu Benevento zumsteinhauffen gemachet, von denen bürgern aber jedesmal wiederaufgebauet worden; jedoch befindet sie sich heute zu tage inschlechtem stände, und ist nicht sonderlich bewohnt. Ihr Biß-tbum gehörte sonsten unmittelbar unter den Römischen stuhl,wurde aber unter Johanne XXIII. an. 966. dem neu-errichtetenErtz-Bißthum zu Capua unterworffen. Nach der zeit ist es insolchen verfall gerathen, daß ihm der Bischöffliche titul genom-men , und statt dessen nur ein Probst, der allein vorn Papstedependiret, gesetzet werden müssen. , iml. sm. 111.8-

, bitt. urb. Undlnenf. , Itlll. Her.

tom. VI. p. 406.

* Atinolphus, oder Antinulphus, der 8. Bischofs zu Chie-ti, dessen zwar bey etlichen scribenten, als Amalario Fortunato,einem Bischoff zu Trier,in Loäiss OKsiorum, ingleichen beymEusebio bitt. escl. gedacht wird, doch findet sich keine Nachricht,wenn er eigentlich zur obigen wurde gelanget und gestorben sey.Es ist aber nicht zu zweifeln, daß er dem Theodorico, der umsjähr 880. Bischofs gewesen, succediret habe, kan auch wohl seyn,daß er mit unter denen 74. Bischoffen gewesen, die an. 904. dem8vnoäo zu Ravenna beygewohnet, worauf sich der Papst Jo-hannes IX. und der Kayser Lambertus persönlich eingefunden,und davon die aöla bey denen Lgnonicis zu Modena befindlichseyn sollen, wie Sigonius äs XeZn. ImI. VI. meldet.

Iwl. stlsr. rom. VI. p. 68z.

* Mnulphus, der 1;. Bischoff zu Fiesole, ums jähr io;y.

Er soll, wie Ammiratus meldet, der Abtey zu St. Bartholo-mäi alle die äonsriones, die sie von Jacobs, feinem vorfahrn ,erhalten , wieder haben nehmen wollen , die Mönche aber hät-ten an Leonem IX. der eben damalen, nemlich an. 1040. diereliquien dort herum besuchet, appelliret, worauf dieser denAtinulphum mit denen Mönchen so glücklich vertragen , daß erihnen an. ic>; 1. nicht nur alle ihre privile^m bestätiget, sondernauch selber einige noch hinzu gethan. , ImI. sscr. rom.

III. p. 2; 4.

Atiras, siehe Aquadolce.

Ätkin, (Margaretha) gab sich an. 1597. in Schottland beyder Obrigkeit von freyen stücken als eine hexe an, und beschul-digte nicht nur unterschiedene andere eben dieses lasters, sondernrühmte sich auch , daß sie einen jedweden, der sich dessen theil-hasstig gemacht hätte, an einem gewissen zeichen an den äugenerkennen könnte. Sie fand dannt so viel glauben, daß mansie von einer provintz und von einer stadt zur andern herumführte, diejenigen, so sie anzeigte, gefangensetzte, auch einigegar am leben strafte. Weil man aber nach genauer Untersu-chung diese Personen unschuldig befand, so setzte man dieser an-geben» scharf zu , welche darauf alles, was sie wider andereund wider sich selbst geredet, zurückzog, und gnugsame anzei-gungen von sich gab, das sie in ihrem köpfe nicht allezeit richtigwäre. Weil man aber spurte, daß dabey viel bosheit mit un-tergelauffen, muste sie als eine falsche zeugin durch des henckersHand sterben. Der Konig Jacobus VI. ließ zu gleicher zeit allediejenigen, so von ihr angegeben , wieder auf freyen fuß stel-len , und alle fernere Proceduren aufheben. Oe bist.ä'ssnglst. tom. II. x. 621.

* Atkins, oder Etkins, (Jacob) Bischoff zu Galloway inSchottland in dem XVII. ssesnlo, wäre ein söhn Heinrich At-kins, Sherifs und Lommiistu-ü von Orkney, und erblickte daslicht dieser Welt zu Kirkwall. Er machte seine ssuäla in dem Lol-Isgio zu Edinburg, und käme hernach an. 16^7. gen Oxford,um die Meologmm unter dein I)r. Prideaux, damaligem Pro-fessors ssegio, zu absolviren. Jacobus Marggraf von Hamil-ton, oberster Lommissarlus des Königs in dem SchottischenKönigreich, nähme ihne zu seinem Prediger an, und wäre soWohl mit iyine zufrieden, daß er nach seiner zuruckkunft in En-qelland von dem König erhielte, daß er Atkins als ein tüchtigessubjsötum vorschlüge zu der Pfarrey zu Birsa in denen Orcadi-schen insuln, welche die Engelländer Orkney heissen. Er bliebeallda einige jähr lang, und wäre Noäemwr presbMrü. Seineausrichtigkeit und treue zöge ihme viele gefahren zu, bis zu Wie-dereinsetzung Caroli II. Er begleitete dazumalen den einigen sichnoch in leben befindenden Schottischen Bischoff von Gallowayvr. Thomas Sydserf, mit deme er gen Londen käme, allwo derBischoff von Winchester ihne zu der sssökor-stelle zu Winfrisch inDorsetshire vorschlüge. Er verbliebe bey dieser stelle bis in dasjähr 1677. da er das Bißthum von Murray in Schottland er-hielte. An. lügo. gelangte er zu dem Bisthofflichen sitz zu Gallo-tva*), und erhielte die erlaubnis zu Edinburg zu wohnen, daniiter denen anfallen der gegen - partey weniger möchte blos gestelletseyn. ^em eifer fur die Protestirende kirch und sein exemplari-sches leben waren die msach,um derentwillen sein tod schmertzlich

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ilr betraun, worden. Ein schlagffuß nähme m ^den 28. oct. 1687. hinweg , in dem 74. whrDer Bischoff von Dunkeld hielt ihme die lelch-prev'S^scher

* )ltkyns, (Richardus) stammte aus einemher, und ward zu Tuffleigh in Glocestershwe m dM ^ hFegebohren. Nachdeme er die Lateinische spräche, eriward er in dem jähr 1629. in das LMI-Lollesww -^ ^gesandt, allwo er zwey jähr lang sich aufhielte,^sich naher Lincolns-Jnn begab, und darauf emc M E,reich that mit dem söhn des Lords Thomas Arunlss^ »»n.dour; da aber dieser stmge Herr in Franckrelch M r»käme Atkyns wieder nach Engelland', übte sich "'sso einem vollkommenen Hof-mann anständig "" .'sr-nssich, welches letztere ihne gegen dem ende fernesglücklich gemachet hat. Beydem ausbrnch des As-Ikriegs, richtete er auf eigne unkösten eine corripW" ^stigc .ssund diente mit derselben seinem König aus eure Mse; er hat aber dadurch seine zeitliche guthcr ssln ^ VBey Wiedereinsetzung Caroli II. wäre er einer von ^tirten in Glocestershwe, und zeigte in diesem a".^für den König und die Englische kirche. Als cr c>>schulden zu Marshalsta in Southwark in gcfang^. ..rathen, starb er allda den 14. stpt. 1677. nachdem^,,len zeiten als einen scharfsinnigen und verständigen'^11^'.f,führet hatte. Er hat verschiedenes geschrieben,tat von dem Ursprung und aufnahm der s»in 4w Londen 1669. Seufzen und gebater, .

mehr. Englischer bergE^

ss I ssVXl I L8owaren gewisse völcker,die "M de" ^Africa wohnten. Man sagte von ihnen,mals, äffen nichts lebendiges, und verfluchten durem aufgange. Einige haben aus den letzten,verflucht, ein eigen volck gemacht. Diodorus ^ Mcket ssb. III. auch solcher volcker , die er äss-MO . ^,h..äe8 nennet, die in den fabelhafften zeiten Aiu

1il>. IV. 8a/»ra/r«^, au -

, siehe, kchFl'F

2ltlantis, ist eine insul, welche, wie , ei>Ä^^

munde der straffe im Atlantischen meere soll gelegn ack!

sen theil von Europa und Asrica beherrscht in ch'Uls

Asia und Asrica zusammen gewesen, und hervusy' v

beben untergegangen seyn. Doch haben die v» ,piy

gründ , welche meynen, daß Plato nicht von ein

ful, sondern verblümt rede. W ssim-eu c. ^

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Mantlsches meer, wird derjenige theil . „welt-meere genennet, welcher sich zwischen den »'Vvon Europa und Asrica und dem zu AmericaXorä befindet, und zwar so , daß man desse".^l>M Fi-beln vorgebürge Lirils rerrss in Gallicien, bls ange Sierra Liona an der küste von Guinea rech""' ist"men dieses Wort in einem noch weitläuftiger" 7. yci". ,benennen damit alle dasjenige gemäßer, so ZeHd^nächtlichen Ose-mo an, bis an die mittags-li"nzwischen den westlichen küsten sowol von Europa . ji>und den östlichen kusten von America sich besimlj. yesletztem bedeutung das issar äsl Xorä als ern "-"s-ßter"schen meers angesehen wird. Der nähmedrests' Mcas FHer von dem gebürge Atlas, welches demselben ^ pesss.über liegt. Die alten OeoZrsxhi haben die gren? ^ fb. nssclLntiLi etwas anders gesetzt. c. ;6. ^

10 . exerLitLt. ./..j hkllts

Atlas, König in Mauritanien, des PrUgsis gclc^WÄ'vortreflicher stern-seher, soll zu den zelten Mvn^„pen^ Kden gebrauch der himmels-kugel und lph"ss"

Einige sagen , er habe noch vor Most gelem/ >,§»" ,

2146. ü. L. I6;8. Weil er die gestirne auf^zuinvLkstMauritanien beobachtet, haben die Poetc" w' eine"träger gemacht, oder gar gerichtet, dah er ^ «wandelt worden, weil er dem Persto wldersiabey ihm verwahrten güldene äpfel abholen wo» I>r

tzen drey Atlantes: 1. diesen jetztgedachten;

Mauritanien, und z. einen aus Italien. ^ ^ 17-bibl. in sbron. L lib. IX. prTP. jy

Üb. XVIII. äs siv. vei c. ;8- ^^a ,

Atlas, ein groß und lang gebürge grösser ZÄgrossem und kleinern Atlas gethe-let. LAar-e>emwvhnern Ayduacalgenannt, sche-det^a^^,ch!^^,dulgerrd. Der kleinere, Errif genannt'/s"„cr-enL.,r gck' ^kuste des Mittelländischen meers, "5",^ Ronna..an bls zum Königreich Tunis, oberhalb Bonn ^ist an vrelen orten gar wüste und unbewoh l, ^wegsamen waldem erfüllet; der and" "bU^fer.rrrte luft und grosse wohlbewohnte siccken " Mvhat daselbst nur zweyerley Witterungen, da"N ,gen ^^vom oct. bis zum april, und der sommer ou , ,veAufdiesem gebürge sind über 7°- veste castelle^nimal gantz unersteiglich seyn soll.

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liegt nach der charten des Herrn Wltstn r"