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Erster Theil. A - Be.
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* Banchm, oder Banqui, (Seraphinus) ein Dominica-

ner-Mönch aus Florentz, trat zu Fiesole in diesen orden, undwurde, als er noch zimlich jung, auf gutbefinden seiner Obernnach Parts geschickt, allwo ihn die Königin , Catharina äs Me-dicis, in dem Lvmnaüo St. Jacobi studiren ließ, als aber sel-bige an. 1589. starb, kehrte er wieder nach Hause, und fetztesich bey dem Groß-Hertzog, Ferdinand» I. bald in solche gunst,daß ihn dieser nach Frankreich schickte, so damalen durch in-nerliche unruhe bedränget war, um zu sehen, wie die fache ab-lausten möchten. Wie er nun an. 159;. nach Lyon kam, fandsich Peter äs In Barre, ein soldate von 27. jähren, bey ihmein, welcher sich vorgenommen hatte, König Henricum IV. inFranckreich umzubringen, und entdeckte ihm dies sein vor-haben. Banchm, welcher der genossenen wohlhaten am Fran-zösischen Hof noch wohl eingedenck war, giebt dem Brancaleo-ni, einem Edelmann daselbst, schleunige Nachricht davon, undläßt ihn sporn - streichs nach Melun reiten, wo sich der Kö-nig eben aufhielt, damit er denselben vor seinem morder war-nen könnte. Kaum aber, daß er solches ins werck gerichtet,war auch schon 1 a Barre da, und wollte mit beyhulffe etlicheraufrührischer Geistlichen, die Thuanus Kill. III. x. ; 8 i- leg.nahmhaft machet, sein vorhaben alleweil ausführen, als er nochzu rechter zeit beym köpf genommen ward, siehe Barriere,( Petr.) genannt In Barre. Vor solche treue gab der Konigdem Banchm an. 1604. das Bißthum zu Angouleme, der esaber dem Antonio äs Rochefoucault überließ, und sich nur miteiner geringen pension vergnügte, davon er jedoch den gröstentheil wieder in daffelbige aufwandte, und auch den von AegidioBmet angefangenen St. Thomas-hof oder schul-bau glücklichzu stande brachte, worinnen an. 1611. zum ersten mal theolo-gische vispurstiones gehalten worden. Er brachte hierauf sei-ne übrige lebens-zeit in obgedachtem dvmnnlio zu, und starban. 1622. Man hat von ihm äpolosis sontrs Ie8 ju§emen8tsmernirs 8 äs ceux, gul ont penls sonlerver In Xeligion Latiio-ligus en knisam allnllmer Iss tres-Lkisriens Lois äs krause;Is Kolnire spirituell. Einige legen ihm auch diesen tractat bey:Hiüoire proäigieuse ä'uu äetellnkle pnrrisiäe eutrexris eu Inperlonne äu stoi pnr kierre Barriere äit In Harre. ,

lcript. 0 . ?. tom. II. x. 429. feg-

* Banchm, einAugustiner vonLonden,lebte zu ende des XIV.ssec. um das jähr I? 82. und schriebe unterschiedliche wercke:Lontrn pnsitiones V^icleü äeterminatic>ne8 vnrin8, Le. ErWare sehr eifrig in religions-sachen, wie er es in dem Wider dielehre Iohannis Wiclef zu Londen gehaltenen Lousiüo sehenließ, als worinnen Banchm wider die anhänger des Wiclefsdijputirte, und sich dadurch ein grosses ansehen erwarbe. /-?-

, kibl. liugutl. , äs ssript. Lugl. Lc.

*Bancho, ein aus Königlichem stammen entsprossenerSchottländischer General, ist wegen denen über die Schott-ländische rebellen oder berg-leuthe, wie auch unter der regie-rung Donaldi VII. über die Dänemärcker erhaltene siege sehrberühmt. Er verdunckelte aber seinen rühm gäntzlich, indemeer mit dem Macbeth conspirirte, und seinen eigenen Königtödtete. Es strafte ihn aber die Göttliche gerechtigkeit durch dieeigene Hände eben des Macbeth , welcher ihme den köpf ab-schlagen ließ, weilen ihme solle prophezeyet worden seyn, seineNachkömmlinge würden nach Vollziehung dieses Urtheils denthron besteigen.

Banchor, siehe Bangor.

Banck, (Laurentius) von Nordcöping aus Schweden, stu-dirte anfangs zu Franecker, wo er sich aber dermaßen beliebtund renommirt machte, daß ihm nach seiner zurückkunft vonseinen reisen, die er nach Franckreich, Italien, Spanien ver-richtet , eine juristische rrokeüiou unter einem guten Inlnrio an-getragen wurden die er auch 15. jähr daselbst mit rühm ver-waltet hat. Er ist den 1;. oct. an. 1662. verstorben. Seineschritten sind : i^rnnnis knpX iu kegL8 L krineips8 Lliriüia-N 08 ; Xomn triumpknn8, s iunugurntio Inuocemii X. ; äüIlnuLXXuptoriI>U8 ; äs DueI1i8 ; äsLouliliin Lonlilinrüs ?r!n-

cixum; sonderlich aber hat er sich durch die edition der rnxssenucsllnriT Lomnure in der Welt einen nahmen gestiftet.

Bancock, eine vestung im Königreich Siam, an einer feitedes Gangis, nebst einem kort, so auf der andern feite lieget, istvon grosser Wichtigkeit, weil sie die überfahrt des flusses ver-wehren kan. Der Französische Ingenieur äe In Marc, dender Ritter Chanmonr, Königl. Ambassador in Siam, an.1685. allda gelassen, hat diesen platz in eine regulier-fortifica-tion gebracht. 7 acka^ä, voyngs äs äinm.

* Bancroft, (Richardus) Ertz-Bischoff zu Canterbury,studirte daselbst in dem Jesuiter-Lollegio, ward darauflkeo-logice voÄor. und hernach an. 1597. den 8. may Bischofs zuLonden, ferner im monat dec. an. 1604. Ertz-Bischoff zu Can-terbury , kurtz darnach Königlicher geheimer Rath , und end-lich Cantzler der Universität zu Orford. Er starb den 2. nov.an. 1610. an stein-schmertzen. Seine schritten sind: äs krss-

b^esrislimn äileiplinn L reformatione iu äriglin; Louc. in1. IV. i. 8urve7 oktke xreteiiäeä kol;' äilsipline. t?sä-äs krselril. Lngl. k. I. p. 224. 25;.

, ein flnß, siehe Ban.

st ist ein nähme, den sechs Molnckische unter dem

4. grad E'ruäim8 und unter dem 47. grad.IonNUiäims meii-äwnalis gelegene lnsulu miteinander gemein haben. Diese in-suln smd: Kontor, so die gröste, und auf welcher eine gute

ban

meilen?.'Ver-

lader

und veste schantz ist. Sie hat ohngefehr -drey m» I ^länge, und eine meile in der breite; Nera, oar nnehmste vestung, Nassau genannt, stehet, Puiovairon; Boßingtn; und Gunapi; diese Were best«'!verlassen, weilen sich ein berg darauf befindet,w"Ljn "Nvbig rauchet, und zu zeiten feuer, aschen, und so Mwirft. Diese infuln brmgen allein die muscatnuß o ^das in einer erstaunungs-würdigen menge; tnan n «kein stück selbes, so nicht mit muscaten-baumen veo^^r lEbäume sind zu allen zeiten mit blüthe angefüllt, unv > ^immerdar grüne oder reife flüchten. Man fin^über diß einige andre den einwohnern zurfrüchten; alles übrige aber, so zu der unterhaltuns ^ tEnöthig ist, muß anders woher dahin gebracht wrror '^jlo „ojähr 1511. wurden diese insuln durch hülffAntonn ^den Portugiesen entdeckt, und, ohne viele schwur^ Ijeten der einwohnern auszustehen, in besitz genommen-.sten einwohner waren Mahometaner, und hatten ^ ^bar angelegen seyn lassen für die todten zu baten, ^nung, ste können mit der zeit nicht auferstehen , v vo",für sie bäte. Nachgehends wurden die Portugleik'^chlmHolländern vertrieben, die allda zwey vcstungen ^deren rheede so gut ist, daß die schiffe bis auf einenschuß heran nahen können, und also unter der bestyAvtck^canonen stehen. Banda ist eines der sechs Gewm.^imvmenten der Ost-Jndischen Compagnie, welche funm.mit Holländern devölckert hat, denen man das m vck V-den, um solches für ihren eigenen nutzen zu bauen,dem beding, daß sie alle daraus ziehende fruch kerahlä ^gnie einzuliefern sollen verbunden seyn. Mast §>,iii' ^dafelbsten die muscat-nüß, so in dem land N-z.

den, das Pfund für einen stüber oder auch. wem»pfund muscaten-blüthe, oder feine muscat-baum-rv^. -Apelln genannt, bezahlet man ihnen bis auf siebest > ^

tust in Banda ist fehr gestund, und weilen der otuder muscat-nüsse denen einwohnern den magen 1^.«-unter ihnen einige bis hundert und zwanzig unst'^werden. Es sind aber diese insuln sehr starcken erste ,worssen. , voynge äes Inä. VoxnZes cl AM'

Banda, eine wichtige stadt in der halb-insm -im Königreich Decan, Goa gegen norden gelegest

äs In Banda, oder von der rothen bmde,

Spanischer Ritter-orden, ward an. in kWsria , oder wie andere wollen, an. izzo. zu PgstV.AM^esnig Alphonstv XI. in Castilien eingestetzet, der, aNachfolger, des ordens Großmeister war. Dust^eisauf der lincken schulter eine rothe binde, wiegehalten wird, (wiewol Chiffetius und andere stehetgen) unter.dem rechten arm zusammen geknuPV'nur wackere junge Edelleuthe, so 10. jähr lang ou ^ M gc-die Mohren getragen, oder am Hofe gedienet, , M vdst

die Cadete von ihrem Hause waren, dazu gemii jic zr

sitze bestunden in ,8. artickeln. Unter anderm -pflichtet das gemeine beste der stadt oder des laststverE ßgi sihren sttz hatten, bey dem König aufs beste zu jeden'oft ste darum angesprochen wurden. Wegen cmderen ste überzeuget wurden, war ihnen vervost Mlang dm degen zu tragen. Sie durften weve ' tapm'pfangene wunden beklagen, noch einiger geMMMus ^Mrühmen; durften nicht trincken ohne den nähmest.^ Msprechen; nicht mit würfeln stpielen, oder andestl gusscst Asilen erlariben; sich in keinem krieg gebrauchendie Mohren, und wo etwan der Konig d,,.«, altt

musten alle Wochen ein ringel-rennen ansteue» , auck L^^

gegenwart des Königs 2. und 2. fechten, N^n in jnier und die andere art von Ritter-spielen,luego äe Lannns zu nennen pflegt. Es.wa ^

heurathen, und pflegte ihnen der Koma em awst^dabey zu geben, sowsl als die Ritter selbst /st §>oM ^ Fthenden bey 20. weilen in die runde wohnte - an sssU^r"'König in Castilien, machte an. 1579. M Zurgo ^ ka^ FLnungs-taq auf einmal ioo. Ritter. Nach derA N

den m abgang, und ist gar nicht gegründet, F

daß der orden St. Jacob an dessen statt. 2 v. stdiß ist gewiß, daß der jetzige Komg PhM^ansang seiner regierung diesin orden strneu ^ 6 - r

XVI. c. 2. kol. 66 y. NrMÄ,, äs vexcho regau^ K

Ritter-orden. , Guld. sendschrelben- Ostst M

Ini 8 äe l'donnevr.

1 itnire 8 . , kavr«. äe/ Le/lo?- .

äe, Ox^r-r, ^

Ban-ella, (Matthäus) von Chateai^ Ä

ner-Mönch, lebte an.151;. Erhatsemeö ^PluApiL

leben beschrieben, die lebens-beschreibungen

kurtze zusammen gezogen, und die h'stone seinen 'Italiänische übersetzet. Das vornehmste unist eine oration, welche er an. 1511-sichinnen er den urfprung der stadt / ""st,. vlr-

darinnen zugetragen, erzehlet. ' „ican^,

vom. üb. IV. , äs um. Ilb. lll.

* Bandellus, (Wncentius) General d^^ton-^s ^-ens, war zu Castcknuvvv, m der , an- t>

un- unter das Ertz-Bißthum Mayland