Band 
Erster Theil. A - Be.
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slc geschiehet. Der Mbcrcy und dem wahrsagen sindbe zu d?» geben, sonderlich, wann sie sich übel auf befinden, da»es„na deren, welche ihnen aus dem Alcoran zur wiedergc,ße Wörter fürlesen, ihre zuflucht uehmen; wiewol

kn ieum ^ einige ärtzte und apothecker haben. Die heilt«

Aarab». hinter ihnen besuchen in ihrer kranckheit die gräber der>v^n^uls , so ihre Priester sind, tragen speisen dahin, undlehlba^ wter davon frißt, vermeynen sie, daß selbiges ohn-Patienten kranckheit bekommen, und selbiger wieder>»i,h»l, s^dcn müsse. Doch findet man auch einige löbliche ge-A dnler ihnen , gestalt sie niemals bey dem nahmen'dören, ja sie haben weder in Arabischer , nochSey (ssVss und Mohrischer spräche einiges Wort , damit sie ge-Svch Michen könnten, sie sind auch nicht eben zänckifchSey Mlerig , und wenn sie gleich auf einander zornig wer-kn. M man doch selten von fchlägerey und mord unter ih-S»s einwohner in den städten sind scharfsinnig, wie manHebersscrcken siehet. Sie sind sehr eifersüchtig , so, daß sie^Uen - ^en, als ihre ehre, so sie in der keuschheit ihrer^Siien M bestehen achten , verlieren wollen. Die töchter be-Sy vattern mit sonderlicher ehrerbietigkeit, und sind

^^hnen eingezogen. Die, so unter Hütten oder gezeltenSee hj"' sind freygebig , streitbar und arbeitsam. Die bür-sihr ss^3en sind trotziger, geitzig , und gegen die ausländersieihx,, marmhertzig. Im Handel, den sie zwar fürnemlichkl-bxj Md sie wenig erfahren, und wissen weder von wech-?kern noch von der Handlung von einem ort auf den' well sie den ausländischen nicht trauen, und betrügen" ° Vor zeiten waren sie grosse liebhaber der wissen-

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y . 7)' sonderlich von der meß - kunr yyd fünfhundert jähren her iß

»st und von dem sternse-ist ihnen durch ihre Letz-

te wirrsten solches alles verboten. Sie sind gute reutcr.7»ge m der Barbarey wohnen, gebrauchen im kriegeM dmNl, womit sie sehr fertig sind; die am meer führen?V s^'ssven feuer-röhre. Ihr alter erstreckt sich gemeiniglichk»igel/G siebenzig iahre, die aber im gebürge wohnen,Ky kxAjW 'eben bisweilen auf hundert, und zwar bey ziemli-Uey yWn. Es wird in der Barbarey grosses gewerb mitMaey, ^-hauten, gewebten lein-und baumwollenen tüchern,Mir, di-ü ?"eln, feigen und dergleichen rc. getrieben. Der reich-7» Ax, ,.müdes ist nicht gering, und die ernkünfte der KönigeMess-Md Marocco, auch der Bassen, Beys,Deys und andrerk ' sv ^kn zu Tripoli, Algier und Tunis betragen ein gros->kopäLMgen sie auch von der beute, die sie jährlich von denschiffen in Algier, Tunis und andern ihren raub-Mch^mmmen schleppen, einen grossen schätz ein. Die be-Ud D, "3 der Barbarey wird an etlichen orten, als zu FezU von eignen Königen geführt, andre aber, als

^ .onige von Algier, Tunis und Tripoli, sind nurUnter - Könige und lehns - leuthe des Groß - Sul-dier- üe nach seinem belieben ein - und absetzet; wiewolL Mehrmalen, wann sie den Türcken zur see nicht garlMn, jhme nicht mehr gehorchen, als sie gern wollen,v? iak/ii^on Concue und Labes geben dem Könige von Al-jD vd. "m ejnen gewissen tribut. Die Xeques, das ist, Kö-Ober-Häupter der Araber, müssen ebenfalls allehAe Nwlsses geld, und über dieses im fall der noth eine ge-«N m U E^egs - völcker aufbringen. Die auf den selbem-ü 3ebürgen und Wildnissen leben , machen vor sichei>,Ä3n»j«^ff'eye Republick. In jeder stadt, da der Groß->>ü^di oNSMn zu halten pflegt, befindet sich gemeiniglichWklm,-. Richter, so mit unumschranckter macht über allesV strafbare fachen zu urtheilen hat. Ein jeder

Me Sz!?/. Hche selbst vor, inmassen solches auch durch diegeschiehet, ausgenommen in Salee, da dieU. ideis'W Rechts - Handel durch Advocaten auf die Spani-Wen. Die rcligion betressend, finden sich in derFristen, Mahometaner , Juden und selb - leutheschien ' welche letztere mit ihrem vieh überall herumübr-gen fast ^ohm gottesdienst sind. ^ Die

üßeL und das wick spricht ihnen alle Worte nach.. See haben

M j?)". rose»"" wricyr lynen auc worre nacy. yuvcn^-tz.^e diess»^antze aus hundert corallen bestehend, und so, m^^^Üen fortschieben, sprechest sie diese Worte:°t>dc?3f die bewahre mich. Es legen sich diese Priester^« 3/>visse Mberey, und vermessen sich, alle kranckheitendaß und zerchen zu curiren. Sie sind in solchem^V/übx? nneder beschuldigter, wenn er auch die gröste^1 h'ssde ^"3en, bey zhnen eine sichere zuflucht findet; nachÜ)ren m-L.Üe als heilige, mit angezündeten vielen lam-kt wIZeburt,^rn, geehret. Ihr höchstes fest ist wegen Ma-tz M, siss^ 'nc ches sie den z. stpt. acht tage lang feyren, undM/w w,f 8.n und proceßionen, nut brennenden wind - lich-N .''dg d^„ stmssen sowol des tages als bey nacht findenssEssey zu q»s.uuch den Christen frey stehet, des nachts aufS'ffo?Uanff ^3 'welches sonst bey leides,strafe verboten ist.Nennen, d^ sestorben, miethen die nächsten freunde etlicheMey 'Nahe? « wn zu beweinen, welche denn ein grauliches> M^Are wL Angesicht mit nägeln bis aufs blut zer-" uv sie untemn^^u insgesamt in das offene feld begra»'Redliche speisen und früchte vor die armen,

oder vor die vogel niedersetzen, auch vor ihre verstorbenen alldabitten. Ihr Haupt-Haar lassen die in der Barbarey alle glatt ab-scheren , bis auf eine locke oben auf der scheitel, dabey sie Ma->homet ins paradis führen soll. Etliche lassen ihnen zugleich dengantzen bart abscheren, und nicht mehr als zwey knebel stehen,welche sehr lang wachsen. Andre tragen lange und runde bärte,sonderlich wenn sie alt sind. Ihre Haupt-decke ist ein Türckischerbund von rother wolle, mit einem weissen baumwollenen tuchevon sechs ellen umwunden; die sich aber aus Mahomets ge-schlecht rühmen, oder zweymal zu Mecha gewesen, tragen einenbund von grüner baumwvlle, und diese nennet man Emirs oderCherifs. An der feite tragen sie drey schöne messer in einer silber-nen scheide, mit edelgesternen ausgesetzt. Die weiber verhüllendas hauvt mit einem zarten leinenen tuche, und die reichen tra-gen gemeiniglich fünf oder sechs ohr-gehencke an jedem ohr, auchköstliche steine um die arme; die spitzen der singer färben sie ge-meiniglich mit einer blauen kreide. Sie befleißigen sich dabeyeiner schönen gestalt, machen auch eine schmincke aus spicß-qlas,damit sie das Haupt-Haar und die augenbrauen fchwärtzen, wel-ches sie vor die gröste schönheit halten. Die speise dieser völckerist gemeiniglich reis, küh - käse, schaaf- kalb - und ochsen-fleisch,auch gevogel, selten essen sie getrocknete speise; keine andere la-set - tücher gebrauchen sie , als Türckisches leder, welches sieaufdie erde decken. Ihr tranck ist waffer und sorbet, von Was-ser , rosinen und limonen gemacht. Dieser gantze landes-strichist mit einem fruchtbaren land-bqp und schöner vreh-zucht geseg-net. Die Iüden sind in der Barbarey ziemlich häufig, so, daßallein in den städten Marocco, Tunis, Algiers und einem thei-le des Königreichs Fez ihrer über 160000. gefunden werden.Die Christen haben in der Barbarey kein gebiete, als zu Oran,Ceuta und an wenig andern orten, so unter dem Könige vonSpanien stehen. Vormals gehörte ihnen auch Tanger, ehe esdie Engellander verlassen und demolirt haben. Auch wohnenzu Marocco und Fez ohngefehr 18°. familien Griechen, welcheden heiligen Stephanum in grossen ehren halten. L

Les cielcr. äkr. c. 1. üb. VI. äecgst.

rer. 8WuI. Dappers beschreibung von Africa.lUricä illulÜLt. Oc- /« clelcr. Africre smig. <L boälsrn.Lc.

1684. bey II. Tom. des

Voi-lZs von Paul Lucas gedruckt, so an. 1712. ausgangen. *

L-IKMKI, wurden vor diesem von den Griechen alle dieje-nigen genennet, welche fremde waren , und sich einer andemals der Griechischen spräche bedienten, oder doch nicht die rech-te Zierlichkeit der ausfprache in acht nahmen. Angleichen wur-den mit diesem nahmen diejenigen belegt, die von wilden, grau-samen und unschlachtigen sitten waren. Die Römer behieltenden verstand dieses Worts , so fern es theils fremde, theils un-artige leuthe bezeichnete, und bey den Teutschen wird es auf dieletzte art gebraucht.

ZZarbarias, wird aufder insul Sardinien der landes-strichin den gebürgen um Cagliari herum genennet.

Barbarigo, eine von den ältesten, reichsten und stärck.sten familien unter dem Venetianischen Adel, von der sogenann-ten andern classe. Ihre vorfahren sollen vor des Attilä ankunftin Istrien gelebt, und sich nachgehends gleich vielen andern indie Venetianische seen geflüchtet haben. Den Ursprung ihresnahmens führen einige aus einem cbronwo insnulLüpw k^uü6mclen6s daher, daß an. 880. ein gewisser Herr von Müggiain Istrien, nahmens Arrigo, nebst zweyen seiner brüder, einegute anzahl von Saracenen, welche unversehens die stadt Trie-fte überfallen und ausplündern wollen, mit grosser tapferkeiterlegt, worauf er denselben die bärte ausreisten , und sich da-von eine art von einer Hals-kette machen lassen, womit er trium-phirend in Muggia seinen einzug gehalten. Von diesen bsrbisoder bärten und von dem nahmen Arrigo soll nachgehends dervon den nachkommen dieses uberwinders beständig Gehaltene zu-nähme Barbarigo entstanden seyn. Das wapen dieser familiehat in einem silbernen selbe einen blauen streif, woraufdrey gül-dene leoparden zu sehen sind, und sowol über als.unter solchemstreif oder bände befinden sich drey schwache bärte. Unterschiede-ne vermengen mit unrecht die Barbarighi mit den geschlechtemBarbars, Barbana, Barbia, Barbata und Barbamaggiore.Aus der Barbarighischen familie sind zwey Dogen nacheinanderaewefen, nemlich Marcus an. 1485. und nach demselben dessenbruder Augustinus, von welchen beyden besondere artickel zu le-sen Terner hat diese familie bis zu ansang des XVIII.stxLuü ze-bcn krocurswres von St. Marco gehabt, (unter welchen der er-ste, nahmens Johannes, der an. i ;78. zu dieser wurde gelanget,den gebrauch der artillene zu erst m Italien gebracht) tnaleichenunterschiedliche Ritter von der guldnen 8tols, und Ambassadorn,nebst unzehlichen Senatoren. So sind auch aus diesem geschlechtnick t nur viel Bischöffe und Prälaten, sondern auch drey Cardi-näle gewesen; 1.) Angelo, Bischofs von Verona, eine creaturGregor» XII. an. i4°8.-0 Gregorms, ane creatur Alexan-dra VII. an. i66°.; Marcus Antomus, eine creatur Jn-nocentii XI. an. 1636. Von den beyden letzten siehe besondere ar-lickel. Den 8. jun. 1706.. ernennte die Republick Marcum Pe-trum Barbarigo zum Patriarchen von Venedig, welche würde erden 1. may an. 1725. m dem ^4. layr seines alters mit dem tobeablegte. JohannesFranciscus Barbarigo,des Cardinals Gregor«bruders söhn , welcher an. 1658-den 29. april zu Venedig ge-bohren ist; ward zweymal als Ambassador an den Französi-

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