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angeleget worden; ob es schon nicht an dem, daß das Biß-thum Verben an. 79°. hier angelegt, und ?. jähr darauf angedachten ort transferirt worden. Übrigens hat sich CarolusM. dieser stadt als einer Vormauer wider die unruhigen Sach-sen jenseits der Elbe und die feindlichen Wenden oder Sla-ven bedienet, und anstatt gemacht, daß denselben aus dieserHandel-stadt kein gewehr oder andre waaren zugefuhret werdenkönnen. Als Hermann Billungen an. y6;. das Sachsenlandvon dem Kaystr Ottone M. übergeben worden, hat derselbe dasdurch die vorhergehende kriege ruinirte Bardewick wieder auf-bauen lassen, und die bürgerschafft und Handlung wieder inguten stand gesetzt, daher die folgende Kayser, wenn sie ge-wissen städten die zoll - freyheit verstattet, nebst Cöln undMayntz insgeinein Bardewick hievon ausnahmen, und daselbstkeine freyheit verstatteten. An. 10;;. war die stadt im stände,sich des von seinen Heydnischen Wenden vertriebenen Her-tzogs Misteboy, wider dieselben anzunehmen ; dergleichen sieauch an. 1067. dem ebenfalls von seinen Unterthanen ver-folgten Wendischen Fürsten Buthuc widerfahren lassen. Wo-bey sie aber ziemlich einbüßten. In den folgenden zeiten istBardewick, wie das gantze Sachsen, nach abgang der Bit-lungischen tinie an Lotharium von Supplinburg gekommen,der hernach Kayser worden, und an. n;4. eine Zusammen-kunft der Geistlichen allhier gehalten. Dieser übergab esstimm eidam Henrico 8uverbo, von dessen söhn, Henrico demLöwen, die stadt gäntzlich zerstöret worden. Erstlich zwar be-förderte er die aufnahm der stadt, indem er die Handlungnach Lübeck verbot, als er aber diese stadt von Graf Adolphenzu Holstein erhalten, gab er die Handlung dahin wieder frey, zunicht geringen schaden derer zu Bardewick, welche vielleicht umeben dieser Ursache willen ihm abgeneigt worden, und dadurchihren ruin befördert. Denn die bürger schlössen nicht nur beyseiner flucht vor dem Kayser Friderico an. ngr. die thore zu,sondern hielten es auch nachgehends mit seinem Widersacher Her-tzog Bernharden, so gar, daß an. ngy. etliche muthwiüige bür-ger den verächtlichsten theil ihres leibes entblößet, und ihremHertzog über die mauren zugewiesen haben sollen, wiewol dieseletztere erzehlung auf schwachen füssen ruhet. Der ergrimmteHertzog wendete demnach seine äusserste kräffte an, sich der stadtzu bemeistern, welches auch den 18. oct. gedachten jahrs H89.
(nicht 8». oder 88.) geschahe, da ein scheu gemachter ochse ei-ne bequeme furth über die Elmenau gezeiget hatte. Hier wur-de nun keines bewafneten verschont, und die unbewafneten anandre orte gebracht, die stadt selbst aber mit ihren maurendem erdboden gleich gemacht. Die y. Archen ließ der Hertzogzwar damals stehen, zum zeichen, daß eine grosse stadt allhiergewesen, sie sind aber, weil der ort nicht bewohnt werden dür-fen , meistentheils zu gründe gegangen. Von der grösse dieserstadt lässet sich auch aus den vorhandenen überbleibungen desWalles schließen, woraus man siehet, daß sie noch einmal solang als Lüneburg gewesen. Der Untergang dieser stadt hat zuraufnähme einiger benachbarten gelegcnheit gegeben, wie dennnicht allein aller kirchen-ornat von hier in den von Henrico demLöwen gestifteten Dom zu Ratzeburg gebracht worden; sondernauch die Nordische Handlung nebst einigen noch übrigen vor-nehmen familien sich nach Lübeck gezogen, so gar die steine sindnach gedachten Lübeck und Hamburg gebracht worden. Inson-derheit aber hat die nahe gelegene stadt Lüneburg von dieser zeitso handgreiflich zugenommen, daß etliche gar derselben Ursprungvon dieser Zerstörung herleiten, welches aber, wie an seinemorte erinnert worden, nicht schlechter dings, sondern haupt-sächlich nur von der so genannten neuen stadt wahr ist. DieStifts-einkünfte, deren Henricus gleich nach der Zerstörunghabhafft werden können , hat er an andre Geistliche verschen-cket, doch sind einige wenige aus solchen orten geblieben, überdie er damals nichts zu sagen gehabt, daher sich auch dasStift, so gut es seyn wollen, erhalten, und meistens durchder Lsnonicorum eigne Mittel wieder ein wenig in die höhegekommen. In der unruhe aber zwischen Hertzog Alberto vonSachsen und Magno von Braunschweig, die beyde im Hertzog-thum Lüneburg succedirenwollten, ist an. 1)71. und 1572. dernach und nach angebauete flecken wieder eingeäschert worden.Hertzog Ernst zu Lüneburg hatte viel mühe, ehe er die lehre Lu-chen in diesem Stifte einführen konnte, und der gröste theilder LLnoMcorum gieng damit um, dasselbe dem Ertz-StiftBremen, von dem es ehedem dependirte, gantz einzuverlei-ben. Doch dieses gieng zurücke, und währte die unruheund streit bis an. i?4z. da sich die Lunonici alle zur Luthe-rischen religion und andern polkulmis des Hertzogs bequemten,und aufs neue in schütz genommen wurden. Von der zeitan hat das Stift und der ort sich wieder in etwas erholt,bis in dem jährigen kriege abermals ziemlicher schade ge-schehen, welcher doch seit dem wieder einiger Massen ersetztworden. Schlöpken, beschreib, der stadt und des Stifts.
M Larclevico. , bittoris. Laräsvici.
. Bardi, eine kleine stadt nebst dem titul eines Marquisatstn dem Hertzogthum Parma, gehört dem Hause Doria, wel-ches daselbst ein schönes schloß erbauet hat.
(Giovanni) ein Florentinifcher Graf vom ge-schlecht Vermo, wird von Galilei x. 1. <L 2. äel Öisloso äellaülulicL üMicÄ e , als ein grosser liebhaber und kenner
sowol. der theorrtsschen als praktischen music gerühmt, daß er
bar
durch sein exempel viele von Adel zu diesem kn-llo -lfOAtert , auch in seiner behausung mit ihnen muficiret uno > ^ret habe; weswegen er auch bewogen worden ,dachtem buche mit Pietro Strozzi redend einzufuyre"^ ^
* Bardi, (Girolamo) war gebürtig von Genua / ^den 7. mart. an. 160;. gebohren worden: Seine euer' 7^.Johannes und Lucretia ä Furrt, von Rapallo im Gern"'
Er hat zu Genua die Grammatik, zu Parma diePhilosophie; ingleichen zu Genua die Theologie bey ss^teleinmannern gehöret: Nachhero aber zu Pisa über den E ^g,t,und Platonem öffentlich gelesen, und sich auf die MebnMhFwelche er auch als ein Geistlicher mit Päpstlicher "vom 16; 1. jähre an practieiret, und unter andern: nMeäico-Magicom, mirabilem, corittmsm, äitton-w 'tivsm, L-Umolicsm, rationalem; Wie auch eineckiam lsoram odlervationidns ttbilott>pbico-Meäici8 äe ^sl>tam; der noch beygefügt ist: die 8tri§ili8 viplaea,.g" sisi^luti Äocci x-LäaZogici L äurse lappse MulbrgiXMarco Meibomio male imxotttT evellunwr, geM0/äa/«r MhenLmn IttZutticum x>. 2)8- legg. Mtt-
Bardin, (Petrus) ein Mitglied der Französische ciicrsmie, war aus der stadt Rouen gebürtig. Von WL. ^ Bhatte er nicht viel zu gewarten, nichts destoweniger ns . Mauf die studien, hauptsächlich aber auf die Philosophie "'^,0thematic. Er gab unterschiedene proben feiner geleyri" ^ seinseinen schriften, als da sind seine kenlees morales, ^
sogenanntes Lyceum, in welchem er beschreibet, Mnem erbarn und ehrlichen menschen erfordert werfe.sich bey dem Herrn ä'Humieres auf, welchen er mgend als Hofmeister geführt hatte. Da nun dieserin Wassers - gefahr gerieth, und Barbin ihn daran» ^ ^wollte, halte er das Unglück, daß er darüber sewn^ Mjähre seines Alters sein leben einbüste; da jener HEL^ P'glücklich gerettet wurde. Über bereits gedachte Wn s-ci/aer noch ls OrLiiä Lbgmbelsn äs Lmnce, ingletMlur ls ttottsttion äe8 tte1igieuse8 äs bouäun ^c. hgeben. bitt. äs lMcsä. Lrsnq. * .^r
* Bardin, eine Persianische stadt in Caramaniaan, zwischen Mahomedia und Carman.
* Bardin, (Petrus) ein Mitglied des Parlementss^h s»
louse, ums jähr 142;. war ein gelehrter mann, M i "pImimmimre MoliLLkorom; äs ,fun8cbctions Lccleil ^ S.MeäÜ8 pro reprimeriäa nimi-r Lpilcoporum LUitto« hebteinen Lommsntsrium über den titul derer vecretsboscopsli suäieritis. b/i/iorre äe sie, /
* Bardin, (Wilhelm) ein söhn des vorherstehenb^fliE^war ebenfalls, wie sein vatter, ein Mitglied des M jE^zu Toulouse, ums jähr 1444. und schrieb m LateE^ ^eine Hittoriam Lkronologicsm von an. io;i. bis
aber noch nicht gedruckt ist, sondern in der biblisches MUlers Seguier in ori^n-M aufbehalten worden. La 0" hflek"derselben in Verfertigung ttnn-äinm äs Toulouse zu"'dienet, sie ulk, . dck ^
* Bardinezza, ein fluß im Hertzogthum M^Pavia^,,denen Piacenttnifchen grentzen, in dem gebiethe An gelasspringet, und nachdem er etwan vier Teutsche nie«"
"1 den Po fallt. »ite all^r«
*,Bardius, oder Bardus, (Cosinus) statische» ^
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rn den Po fällt. ^ite all§
* Bardius, oder Bardus, (Cosinus) M" 'ÄGräflichen geschlecht derer von Verni im FlorcnnP'^scE^und war ein söhn Johannis, mit Lucretia,
Salviati tochter , erzeuget. vol- "'fchter^,
r»««,, in bitt. Lvsnion. wm. II. lib. III. p. l ^'.„sNNafacio Cajetano, Cardinal-Legate, war er über Mverwaltete hierauf verschiedene Gouvernements, M
denn Bischofs zu Carpentras, bis er endlich den s-ss^uieY/ Hauf den Ertz-Bischöfflichen stuhl zu Florentzeben die pest gewaltig allda graßirte. Er aeiiM^f,viel angelegener feyn, beydes vor das leibliche V§wner anvertrauten heerde zu sorgen, starb aber va» / ^
den 18. april. , Itul. lucr. tom. IH- s' b^ali'
* Bardius, (Maffeus) ein edler Florentiner « "
den Minorum äs Observuntiu, wurde BsschoNss .^l1582. den 29. may, baute daselbst die kirchen-w"
i;8;. aus seinen eigenen Mitteln, und veMchl»: Erühmliches, nahm aber hernach, weil er durM ' §oadN" ^schwach worden, Ludovicum Martellum zu stVan, und begab sich wieder in sein kloster M ^auch gestorben ; doch hat man seinen leib nachE . h^gcige seines letzten willens, in die Dom - kirche zu ^
L/Zl-eLA,, Lcr. tom. III. x. 6;l. ldg- ssAÄ
Bardo , Ertz-Bischoffund Churfürst zU M^u eyt^adelichen geschlechte von Oppershofen w ^ Wldasen, ist an. 10; i. nachdem er vorhero Abt
. »MÄr
- Grast»
ckirche in Mayntz zuringen, welchen Kaysersoll er Ludovico Larbswden, undtag seines naheäs Lpils. Mox.