Band 
Erster Theil. A - Be.
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Hertzoge von Netz, auf das Hause von Gondy; Catharinavon Gondy seine zweyte tochter überbrachte solches an Lu-dovicum von Cosss, Hertzogen von Brissac; letztlich abergehörete es Francisco von Neufville, Hertzoge von Villeroy,Pair und Marschall von Franckreich,, welcher sich mit Mar-«aretha von Cosss, einer tochter Ludovrci, Hertzogs von Bris-sac, so in dem jähr 1708. gestorben, vermahlet hatte.

* Beaupuis, (Carolus Walon äs) wäre zu Bcauvaisaus einer ansehnlichen familie gebohren. Sein vatter war Ni-kolaus Walon, Herr äs Beaupuis, Königl. Rath. Er käme den9.aug. an. 1621. an die Welt, und stubirte in seiner vatter-stadt. Hieraufbegabe ersich an. 16^7. nach Paris, und setzteseine studien fort, hörete auch den berühmten Nr. Amand.Unter diesem vertheidigte er an. 1641. eine philosophische Di-Hm-nion, welche ihm viel ehre erworben. Den 16. may an.1644. begäbe er sich in den karr-tto^ä. Doch bald daraufließ er sich von Nr. Magnelein von Beauvais bereden, mitAr.Litolphi Maroni nach Bazas zu gehen; kam aber im folgen-den jähr wieder nach Paris, allwo ihm die Direction derschulen, so die Herren vom kort-Xoys! zu Paris angerichtethatten, übergeben wurde. Man versetzte ihn hernach in gleicherVerrichtung nach Vaumurier, unweit kore-ttov»! äes Olymps,da er neben andern zu lehrjüngern hatte Nr. äs Chevreuse,Nr. äs Berniere, Tillemont, und Thomas äu Fosse, welchenachgehends durch ihre Driften so berühmt worden sind. Daaber an. i6;o. diese schulen gäntzlich aufgehoben wurden, be-rufte ihn der Bischofs Nicolaus Choart äs Buzenval nachBeauvais, ließ ihn die Priester-würde annehmen, und über-gab ihm die aufsicht einiger Nonnen-kloster; machte ihn auchferner zum Superiorn des grossen kemmsrü, so er zu Beau-vais angerichtet hatte. Da aber an. 1679. besagter Bischofsstarb, und alle diese anstalten geändert wurden, begäbe sichBeaupuis zur ruhe. Er starb endlich zu Beauvais den 1. febr.an. 1709. da er 87. jähr alt wäre. Er hat zu Paris an. 1699.in 12. heraus gegeben : dlouvsLNX Dstsiis äs Norsle, coirte-nans plulleurs rr:ÜLL8 für äiKerens kujsts. ü/eMorrei ä« reMi.

* Beausobre, (Jsaac äe) ein sehr gelehrter und berühm-ter Reformirter IKeologus, wurde den 8. mertz an. 1659. zuNiort, in der Französischen provintz Poitou gebohren. Manweiß nichts gewisses von dem stand seiner eitern. Er wiedme-te sich dem Predig-amte, worein er in dem zwey und zwanzig-sten jähr seines alters, nachdem er zu Saumur seine studien vol-lendet hatte, aufgenommen wurde. Man gäbe ihm bald dar-auf eine Gemeine, welcher er;. oder 4. jähre vorstund, undstch indessen mit Nr. Arnodot, eines Predigers zu Lusignan,tochter vermählete. Da man bey der strengen Verfolgung derProtestanten in Franckreich auch die kirche zuschlösse, in wel-cher Beausobre predigte, liesse er sich durch seinen eifer dahinverleiten, daß er das Königl. siegel von der kirchthüre wegriß.Als er deswegen entfliehen muste, begäbe er sich nach Holland,wo er durch die Printzeßin von Oranien an die Fürstin vonAnhalt-Dessau zum Cabinets-Prediger, im jähr 1686. geschicktwurde. Er verfertigte allhier seine Oekenle äs la Doökrms äe8stslormes, welche an. 169;. zu Magdeburg heraus käme.An. 1694. gieng er nach Berlin, wo er anfänglich unter deranzahl der ordentlichen Prediger bey der Französischen kirchegewesen; jedoch seine geschicklichkeit verschaffte ihm bald diestelle eines Königl. Hof-Predigers. Darauf wurde er nach undnach Consistorial - Rath, DlreÄor des Französischen Hauses,Aufseher über die Französischen schulen , und endlich IMssciorder Französischen kirchen. In den stunden, welche ihm vonseinen amts-vcrrichtungen übrig blieben, arbeitete er an einerReformations-Historie, worinn er bis auf die Überreichung derAugspurgischen Confcßion an. i?zc>. gekommen, und seinearbeit in solchem stand hinterlassen hat, daß sie füglich anslicht treten könnte. Bey der bekannten Übersetzung und ausle-gung des Neuen Testaments in Französischer spräche, welcheer mit dem Herrn Lenfant besorget, hat er die briese Pauliübersetzet , und die allgemeine vorrede dazu gemachet. Alsman eine gewisse gesellschafft unter dem nahmen der ungenann-ten stiftete, wäre Beausobre eines von den vornehmsten Mit-gliedern derselben. Diese gab ihm anlas , verschiedene Drif-ten in die Libliochsgue Oermanique einzurücken, über welcheer bis an seinen tod die aufsicht gehabt, und viele auszüge ausbüchern verfertiget hat. Indem er an seiner Reformations-Hi-storie arbeitete, so fiel er auf eine weitläuftige abhandlungvon dem Manes und dessen anhängern und irrthümmern,davon er den ersten band selbst heraus gegeben, unter dem ti-tul: Dilioirc äes Nanlckses L äu NMlcbeismc Lc. Amst. 4.Der zweyte band trat erst an. 1740. nach dessen tod an daslicht, und hatte eine kurtze Nachricht von seinem leben undDriften vorgesetzet. Man glaubet, er wurde bey längerm le-ben noch den dritten hinzu gethan haben , worinn er von denneuen irrgeistern, so des NsnicliLismi beschuldiget worden, han-

, dein wollte. Er starb aber den 5. jun. an. 17^8. nachdem er ge-gen 80. jähre in ziemlicher gesundheil und lebhaftigkeit gelebet,und noch immer geprediget hatte. Aus abgedachter ehe habenihn zween söhne, nemlich Carl Ludwig, Prediger zu Berlin,und Leopold, Obrister über ein Russisches regiment, nebst einertochter, überlebet. Aus seiner zweyten ehe, die er erst an. 17;-,.mit emer mngfer Schwartzin eingegangen, hat er zwey un-mündige söhne nachgelassen. Unter seinen manuscripten findet

b e a

man einen band von Oklervmions kkilolvgignes Nrdesgleichen Dillolre äes krelimimires äs Is Neror.Dillolre äes Lrmliciens ; Diüoire äes Nbigeois; I"llc> ^VMäois; Dillolre äes Logoiniles ; Diüoire äesstreresbeme; Dllkoire Lritlgue äe 1'oiixine «L äes xroZres a ^äes lnorts xarmi Iss Ladens >L parmi les Lbretiens. V»

Zeitungen, ör^/rocd. ^

Braute, war vor diesem ein Königlich FranzösischesHaus an der Marne, nahe bey dem Vincenner-waw, ^ jstfeiner annehmlichkeit so genannt. Der König Caromvdaselbst an. i;8o. gestorben, und Carolus VII. Haimaitresse, der schönen Agnes von Sorel, geschenckt ,wegen Mademoiselle äs Braute genennet wird. UEsMsivon Sorel.) Man siehet noch einige rnäsrs dieses am» > st.ses. NtadrÄo». äs re äiplom. bitt. äs Lrancs

Beauvais, lat. Lellovacum, PrMuspANtNm,gus, die Haupt-stadt in dem ländgen Beauvaisis am Wsjiindrin, in der Isis äs br-mse, hat eine stgillisge 7 Pl»> WtMBißthum , welches letztere unter dem Ertz-Bischossstehet. Sie ist lustig gelegen, wohl gebauet, und ss» ^1»graben, so aus dem fluß Therin gefüllet werden, »> dckDie strassen sind groß und schön , und ist insonder^^marckt-platz, als der gröste im gantzen Königreiche,Xsehen; ingleichen der Bischöffliche pallast, so sehr vest M'gebauet; wie auch der chor in der Dom-kirche St-an. 9yr. zu bauen angefangen worden, und einches stück von der bau-kunst ist. Sie ergab sich anünd blieb lange unter den Römern, bis sie unter fs^hcri-an die Franzosen gekommen , denen sie stets treu x EDie Engelländer belagerten sie an. 14;;. vergeblich- M ch-te Hertzog in Burgund, Carl der kühne, muste <il>-

1472. nachdem er die stadt 26. tage lang beschossen , 0» vss'ziehen. In dem XVI. Lcolo hat sie durch innerliche »»», xesunruhe erlitten. Die Bischöffe allda sind zugleichBeauvais, Pairs von Franckreich , und Vidames vo»roi, haben auch den obersten rang unter den GraflE pFWvon Franckreich geistlichen standes.Man hält gemeimE. de«odaß St. Lucian der erste BiDoff zu Beauvais gewEch Mkan man davon, wie auch von den snccessorn unfhfenfhIX. tteeulo keine Nachricht finden. Nach selbiger zest ^ Gras

es daselbst gar berühmte Prälaten gegeben. RogA ,,von Blois, ein söhn Eudonis I. wurde an. 996- ^Beauvais, hatte auch aus seiner erbschafft Sancerre »Dieses vertauschte er an. 1015. an seinen bruder Cm DEgegen die Grafschafft Beauvais, welche er seiner kE^ch'te. Im übrigen sind an diesem orte unterschied!E jas tAgehalten worden, als an. 845. in gegenwart des UsM öroli Lalvi, und wiederum an. 1114. von Conon, LmMPräneste und Legaten des heiligen stuhls. Kaystr H-,clr ^ ,7,ward allda excommunicirt, und Thomas Marie, ssgB ''Couci, wegen der kirchen-räubereyen und plündereer in den Bißthümmern Rheims, Laon und Amiens^ »-seines Adel-standes entsetzet. Eben dieser Conon or

andere b'^noäos daselbst, an. 1120. und n^4-> gMjüngere, König in Franckreich, versammlete alw» sELonLillum an. n6i. wider den Gegen - Papst Dss,g,,, h»Alexandra III. entgegen gestellet. Odet von Ch^i'^Nbsi ^dinal und BiDoff zu Beauvais , hielt 2. 87»oelos E1554. und 1557. trat aber iz6i. auf die Protcsia»>

äe bell. 6lül. lib.1I.VI. VIII. Nras», lib. 1v-^II. c. 9. TÄr-E ^

6sII. Lbriü. O« , äu äomaine ä», ^ llestr-üum. «6uI1. O« , r>m. äe kr. Oe T'eMsle«

LsMvms. t?r-evr>. äeser. äe Leguv. .

* Beauvais , tat. kellovuLum, eine kleine stn ^, geless''Languedoc, am fluß Teßcou,;. Meilen von Montssw

* Beauvais, (Carolus) hat äs la kroreökwn^

i6z6. in 8. äe Disciplinis L äcientiis IN genel'L . ^

lim rr-uft-uiäse, ib. 1648. in 8. und Lxercitsnon^^, jn 8- "vsrs, tum etism impuru L Nlka religions , ib. rschrieben, n-elch^ 'ft,

Beauvaisis, ein kleines land in Franckreich, ^s gehAmeiniglich unter das Gouvernement von l'IsN ^9/ „p Picss e,und zwischen Compiegne , Vexin , Normanvlenovsc'^eingeschlossen wird. Vor diesem haben allhier me 0 an»wohnet, von welchen Cäsar meldet, daß sie st»von 60000. mann auf den deinen gehalten,aufbringen können.

Beauvau , eine vornehme alte Adcliche Alch, ^he hstL,welche viel grosse leuthe Herfür gebracht, so »nstf ftt

verheurathet. Johannes II. Herr zu Beauvau, «e ^„eiN-rolo VI. und heurathete Iohannam von

Barons von Beauvau, Riva» und Rottm he ko^

ter von Beauvau war an. i-M-unter Ludw g >^0'^Lieutenant und Seneschall in Provence.

Hauses läuft unter die vorfahrn des fetzigen Ko ng

reich hinein, sintemal Jsabella von Beauvau , i>. ^5

ter Ludovici von Beauvau , an. 1454. ^ssFmordcn;ch„ätU^

Bourbon, Grafen von Vendome, verheurathet wsen ältesten söhne, Francisco von Bourbon, ^

IV. herstammet. Lsnssi. ae s ^