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Isrism IiMtutionum Imperialwm 3LLommoäLtA8. Stettin1612. in 4to. Rostock 162;. in fol. ingleichen vecnäem vi-Iputstionuin keuäslium, Stettin 1612. M 4io. Rostock 161;.in fol.
Berenstein , siehe Bernstein»
* Berent, (Simon) ein Preußischer Jesuit, und des Pol-
nischen Kardinals, Caroli , Beicht - vatter, hat fast alle di-sciplinen gelehret, und in den jähren i6;8. und i6;y. zweymusicalische wercke, nemlich Litanien äs Xomine Zslu und äs8. VirMns Alsria drucken lassen, in welchen er aber seinen nah-men verschwiegen. bidliotli.
* Beresina, oder Berez^na / ein fluß, welcher in derWoywodschafft Minski , in Litthauen, im Königreich Polenentspringet, und sich zwischen dem städtgen Rohaczow undRzeczica mit dem Nieper vereiniget.
* Beresowa, eine stadt in der landschafft Samojeda, illMoscau, am ltncken ufer des ffusses Oby , wo der fluß Zorno-ja in selbigen sich ergeußt. Sie gehöret dem Czaar.
* Bereto, (Petrus äs) Bischoff zu Vaison in Provence,und vormaliger Beicht - vatter Clementis Vl. lebte an. i;48.und schrieb Xepercorium; klssila HisoloZics und viele predig-ten.
Berettarius, (Sebastian) ein Jesuit, gebürtig vonFlo-rentz, hat sich durch seine wissenschafft in HvmMioribug undfürtreffiche art, junge leuthe darin« zu unterweisen, ums jähri;6o. berühmt gemacht. Er schrieb alle wercke des Ciceronismit eigener und zwar mit der lincken Hand ab, die er an stattder rechten zu brauchen gewohnt war, damit er dessen iivlumdesto leichter möchte imitiren lernen, welches auch Cicero selbstan den schritten Demosthenis gethan. Dennoch , als er dasleben des k. Josephe Anchieta, so das Evangelium in den ka-narischen insuln geprediget, und mit grossen wunderwerckcn sollbestätiget haben, beschriebe, wüste er auch die historische art zuschreiben gar wohl nachzuahmen. Er gieng auch fleißig mitden gelehrtesten leuthen seiner zeit um, ungeachtet er die jugendim LolleZio unterrichten muste, und war bey Johanni JuvenaliAncina, Bischoff zu Saluzzo, in grossem ansehen.xjnscoch. ult. *
* Beretti, ein Italiänisches geschlecht, welches sich auch
etwan Veretti geschrieben hat, und ursprünglich aus Pavia ist,ehedem aber Frescaruolo, und ein lehn im Lomelino, so nochheut zu tage der thurn von Beretti gencnnet wird, besessen hat.Eine linie davon hat sich in Piacenza niedergelassen, und mitdenen Häusern Landi , Pallavicini, Anguisciola, Scotti rc.verbunden, ä« /E,.
^ Beretti - Landi, (Laurentius Verzuso) Marquis vonCasteletto-Scazzozo, Graf von Cereto, Ritter des St. Jacobs-ordens , Cammer-Herr mit dem güldenen schlüssel bey PhilippoV. König in Spanien rc. war ein söhn Mutii Beretti, welchersich unter denen Gelehrten berühmt gemacht hatte, und trätean das licht dieser Welt zu Piacenza in dem Hertzogthum Par-ma. Er ward als Page an dem Mantuanischen Hofe auferzo-gen, und legte sich von jugend an auf die Literatur und Philo-sophie, wie er dann auch mit gröstem lob in hoher gegenwartvieler Italiänischen Fürsten philosophische Hie« behauptethat. Der Hertzog von Mantua ernannte ihn hieraufzu seinemKompliments - 8ecrLtLrio, nahm ihn in zwey feld - zügen mitsich in Ungarn, und vertrauere ihm nach seiner zurückkunft vonder belagerung von Belgrad die stelle eines Staats - Lesremrü.In folgender zeit gelangete Beretti - Landi zu dem wichtigenPosten eines ersten Ministers gedachten Hertzogs, welcher ihnals seinen Gesandten an den Kayserlichenj Polnischen, Lo-thringischen , und verschiedene andere Teutsche Höfe, wie auchan die Republick Venedig, und an. 1699. aus anlas der heu-xath der Printzeßin von Hanover mit dem Römischen Könignaher Modena gesandt hat. An. 1701. ward er in denen Man-tuanischen angelegenheiten, bey ausbruch des krieges zwischenFranckreich, Spanien und dem Haus Oesterreich, an PapstClementem XI. geschickt. An. 1702. trat er mit bewilligung-es Hertzogs von Mantua in die dienste Philippi V. Königs inSpanien, der ihn in dem julio eben dieses jahrs zu einem glted-es Mayländischen Staats - Raths ernannte, und ihm denSt. Jacobs - orden ertheilete. Hierauf ward er als Spani-scher Botschaffter an die Löbliche Eygenoßschafft und an dieBündtner abgesandt. In dem monat decembr. an. 170;.Moß er eine bündnis zwischen Philippo V. und denen Römisch-katholischen Schweißer - Cantonen , und nachdem solchertractat an. 1706. ratisiciret worden, liesse er denselben auf dasfeyerlichste zu Lucern publiciren. Er wüste die einigkeit unterden Schweitzerischen Cantonen mit grosser klugheit zu unter-halten , und das gute Verständnis zwischen Philippo V. undihnen meisterlich zu bevestigen. An. 1716. erhielt er von sei-nem König beseht die Schweitz zu verlassen, und sich mit glei-chem character in Holland zu begeben; er trat auch seine reise-ahm'den 8. octobr. 1716. an. Er widersetzte sich an. 1718.sehr starck der annehmung der vierfachen alliantze, obwolen derKayser, Franckreich und Engelland auf solche mit allem ernst-rangen. Als aber nachwerts dem König in Spanien neueund für rhne sehr vortheilhafte bedingnisse vorgetragen wurden,und er durch waltende umstände der fachen sich genöthiget sahe,dieser alliantze beyzutrecen, ernennete er den Marquis Beretti-
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Landi, solche im nahmen seiner als Bevollmächtigter zu mEzeichnen, welches auch sowol von ihm als denen zu diesem e»»in dem Haag versammleten Kayserlichen, Französischen / Eng-lischen und Turinischen Ministern den 17. febr. 1720. geschahEr verbliebe in Holland, bis zu der zeit, da die Minister der mder vierfachen alliantze intereßirten Machten sich zu Camvra»befanden, da er dann als zweyter Spanischer Bevollmächtigsich auch dahin begab, und der den 26. jen. an. 1724. geE-henen eröfnung des zu der beruhigung Europa allda versamEten congresses beywohnete. Nachdem diese Versammlung Mfruchtlos zerschlagen hatte, begab er sich naher Brüssel, umallda die zu anlretung seiner ihm schon in dem junio an. lA'aufgetragenen Ambassade naher Venedig nöthige Inüructio-nes abzuwarten ; es erachtete aber der König in Spanien fmnöthig , daß dieser sein Minister, vor seiner abreise aus denenNiederlanden , alles dasjenige, so den XIV. artickul des Enerischen tractats betrist, endigen sollte. Während der Mals er in diesen geschäfften begriffen wäre, ward ihm arEtragen, die zu Brüssel glücklich angelangte Ertz - Hertzog'»und Gubernantin der Niederlanden , in dem nahmen se»!vKönigs als dessen Botschaffter zu bewillkommen. Er verEtete diese commißion den 10. octobr. an. 172?. auf eine Eprächtige und anständige weise. Zwey tage hernach veEer in eine kranckheit, von welcher ihn die Aertzte in kurtzä»zu befreyen versprachen, wofern er nur ein wenig sich ^geschafften begeben, und sich stille halten würde; allein «führe immer fort die ankommende briefe zu durchlesen, »»A-seine couriers abzufertigen, und starb also in dem vollen IMseiner wichtigen Verrichtungen den 27. octobr. an. 172;.!«'nes alters 74. jähr, ohne sich jemals verheurathet zu habe»'Er ward sehr prächtig bey denen kk. XecoI 1 st 8 beerdiget un-ter dem geleit des sämtlichen Adels. Dieser qualificirte »»»gelehrte Staats - Mann hatte zu allen zelten die schöneratur sowol als diejenige Gelehrte, welche in solcher geEwaren , ungemein geliedet, und so viel es ihm seine geschEzuließen, sich damit belustiget; dahero auch die Lcsäsmis c>eu°OrulLs zu Florentz ihn an. 1722. mit bezeugung sonderbareHochachtung in die zahl ihrer Mitglieder aufgenommen HMäs kllris.
Beretzaz, siehe pereczaz. ,
* Berexasms, ( Petrus ) ein Reformirter Prediger»Waradein m Ungarn , hat einige schritten äs Lomroverlus nligimus pro Lcclssiri LekormLw , und eine epistel Widersphanum Aratorem äs novo cspice LcsIeliL XomLNL gesch"den, Basel r^87- in 8. blbl. Iloälej. .
Berg, oder Bergen, ein Hertzogthum in dem WestEZlischen kreis, jetzo dem Churfürsten von der Pfaltz gehörig.^erstreckt sich an des Rheins ost - feite, von dem fluß Siege »l§dem Nassauischen gebiethe, längst dem Ertz - Stift Col» ^an das Clevische land, und hat gegen nord - osten die 1schafft Marck, gegen osten die Grassthafft Waldeck, gegentag die Grafschafft Nassau, und gegen abend den Rhein- ^es gleich viel berge und Hügel hat, daher es auch den nähr»,bekommen, so giebt es doch noch mehr flache selber und g»'-rackerdau. Die vornehmsten städte darinnen sind : >ge
die Haupt - stadt, Solingen, Hattingen, Lennep , Räch /. ^vestung Mülheim, die freye Reichs - Abtey Essen rc. Msind die Wipper, so von der Marck her mitten durchläuft , sounter dem kloster Teutsch in den Rhein fällt; diegleichfalls in den Rhein gehet, und Bergen von Nassau/ 91 .A,wie die Anger von Cleve scheidet; die Dyffel ist ein lustig^ "und fällt bey Düsseldorfs in den Rhein.
Das land zu Bergen war vormals eine Grafschafft / "^eu-re seine eigene Grasen, ob aber dieselben von demrico I. zu bedeckung der grentzen am Rhein eingesetzet / un» ^den Grafen zu Teysterband entsprungen, wie Erychi»» m^ ^scheinet unausgemachel zu seyn. Die gemeinste Meynung »i-Abneist, daß Adolph III. Gras von der Marck und Altena, vierhinterlassen, (siehe Marck) darunter Engelbert I- da» Mol-fche land bekommen , und mit Margaretha von GeldAs.-pphen, Grafen von Bergen, und Engelberten, Ertz-BM-'
Cöln, gezeuget. Dieser ward an. 1225. von seinemderico III. Grafen von Altena und Jsenburg, ermordet VA s^eaber starb an. 1213. ohne männliche erben, und brach« 'tochter Margaretha die Grafschafft Bergen ihrem gemam 5)^rico IV. Hertzoge von Limbnrg, zu. Hernach kam ,Ravenspurg durch Heurath Margarethä, Ottonls, ch) ^von Ravenspurg, und Margaretha von Bergen tocyler /Gerharden von Julich, welcher an. 1^46. von Ludovicoro damit belehnet ward ; dieser hinterließ Margaretyam^an Adolphen von der Marck, Grafen von Cleve, vermag,,worden, welcher den stamm der Grafen und Hertzoge 0-Cleve fortgepflanzt, und Wilhelmum, welchen Kayjer"ceslaus an. iz8s- zum ersten Hertzog zu Bergen mach« ,ward von Hertzog Adolphs von Cleve an. 1^97. 9ch» Mwie auch von seinem eigenen söhn , der ihm an. ,p>cstück landes abgedrungen. Er starb an. i4°8. und M«Anna, Churfürst Ruperti zu Pfaltz tochter, und KE» ge-perlt schwestcr, Adolphum, Rupertum und Wilhelm»'zeuget. Adolphus hatte sich, wie gedacht, an stlnemvergriffen, und machte wegen seiner gemahlin Mar »-tzogs Roberti zu Bar tochter, anspruch auf Bar, und naw