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ters lebzeiten indaSParlement beruffen. An. 1689. schickte ihnWilhelmus III. als seinen Lnvo^ä sxtmoräimurL und Gevoll-mächtigten nach Holland, allwo er bis an. 1695. blieb. Gleichnach seiner zurückkunft bekam er eine stelle in dem Königlichengeheimen Rath. In den jähren 1699. und 1700. war er einervon den Ober-Richtern und General-Gouverneurs in Jrrland.Auch ward er der Königin Anna geheimer Rath und Lord-Lieutenant der Grafschafft Glocester. Er vermählte sich mitElisabeth, einer tochter Baptist« Noels, Vice-Grafen Camp-den, und einer schwester Eduardi , Grafen von Gainsbo-rough, mit welcher er gezeugt 1. ) Carolum, Lord Durs-ley, welcher an. 1699. in ledtgein stände an den kinderblat-tern starb; 2.) Jacobum, von welchem ein eigner artickul fol-get ; ;.) Henricum, welcher erst bey dem jungen Hertzoge vonGlocester, und nachmals bey der Königin Anna, erster Ehren-Pageward; 4.) Georgium; 5. )Mariam, verheurathet anThomam Chambers von Hanworth; 6.) Elisabeth, verheu-rathet an den Baronet , Johann Germain von Drayton; 7.)Penelopen, welche in Jrrland ledig gestorben. 7 ^e«/ I. p. ;o6. II. p. 15. Nelx w Lngl. histo-
* Berkley, (Mauritius) Baron von Berkley , war der äl-
teste söhn des Lords Thomä Berkley, den derselbe mit seinergemahlin Johanna, einer tochier Wilhelmi von Ferrers, ge-nüget hatte. Nachdem er seine tapferkeit in unterschiedlichenfeld-zügen an den tag geleget, ward er an. 1^17. Richter vonEüd-Wallts, und Gouverneur über alle in dieser landschafft be-findliche castellc. Eduardus II. gab ihm an. i;ri. die aufsiehtüber das Hertzogthum Aquitanien, und nennte ihn dabey clile-ÄUIN constlnguineuin , d. i. des Königs geliebten Vetter.Allein, weil er es hernach mit Thoma , Grafen von Lancaster,wider den König hielt, und die güther der beyden Spencer plün-derte , so ward alles , was er von unbeweglichen güthern besaß/eingezogen, und er selbst / da man ihn / nebst Mortimern unddrey andern, zu einer gütlichen conferentz eingeladen / auf das«stell zu Wallingford gefangen gesetzt / in welchem zustandeer an. 1;26. das zeitliche gesegnete. H tom.I. x. 22;.
* Berkley / (Thomas) Baron von Berkley / war der ältestesöhn des vorherstehenden, und wurde/ gleichwie sein vatter/als ein feind der beyden Spencer / gefangen gesetzet. Nachdemsich aber der schauplatz verändert/ erhielt er nicht nur seine frey-heit / nebst dem besitz aller väterlichen güther / sondern auchdieses / daß er den gefangenen König Eduardum II. auf seinemschlösse zu Berkley verwahren sollte. Die Höflichkeit / die ergegen diesen unglücklichen Herrn sehen ließ / verursachte / daßer sowol dessen Person / als gedachtes sein schloß / der aufsiehtJohannis Lord Maltravers und Thoma Gurney übergebenMuste. Als nun hierauf an. 1 z 27. die erbärmliche ermordungdes besagten Königs erfolgte / ward er gerichtlich beschuldi-get / daß er dazu durch die flnger gesehen; er bewiese aber seineUnschuld / und daß er damals zu Bradly kranck gelegen. Nachdiesem diente er Eduardo III. in den Schottischen und Franzö-sischen kriegen / befand sich an. i;46. mit in der berühmtenWacht bey Cressy/ begleitete den Cron-Printz Eduard in Franck-reich / und war an. i; ;6. in dem treffen bey Poitiers einer vonden vornehmsten commandirenden Osiiciers. Er pflegte in sei-nem gefolge nicht weniger als 12. Ritter und 24. Esquires zuhaben / ein jeder Ritter aber führte 2. diener und einen pagen,und ein jeder Esquire einen diener und einen pagen bey sich. Vorseinem ende machte er viel milde stiftungen / und starb an. i;6i.
ÜIT-e Li'/t. cor»x. tom. I. p. 22;.
* Berkley / (Thomas) Baron von Berkley / ein enckel desvorherstehenden Thomä / war der älteste söhn Mauritii Berkleyund Elisabethä Spencer. Nach seines vatters an. i;6y. erfolg-ten! tode erbte er den titul eines Barons / und ließ sich in denkriegen wider Franckreich/ Spanien und Schottland / beydes zuWasser und lande gebrauchen. An. 1402. gieng er wider denJrrländischen rebellen, Owen Glendower, zu selbe / und an.140;. war er einer von den bewahrern der östlichen grentze vonWales. An. 1404. machte ihn Henricus IV. zum geheimenRath / und zum Admiral/ da er denn des besagten rebellen flottebey Milford-Haven gäntzlich ruinirte. Hiernächst hatte er denrühm eines grossen liebhabers und beförderers von gelehrtenleuthen / und starb an. 1416. Von seiner gemahlin Margare-tha/der einzigen tochter des Lords Lisle,Geslardi Warrenchinter-ließ er nur eine tochter Elisabeth, welche mit Richard» Beau-champ / Grafen von Warwick verehlicht gewesen,
tOM. I. p. 226.
* Berkley / (Jacobus) Graf von Berkley/ Vicomte Durs-ley/ Baron Berkley von Äerkley-Castle, Mowbray, Segarveund Breaus of Gower / Vice-Admiral von Groß-Britanniemwar der andre söhn Caroli / Grafens von Berkley / den der-selbe mit Elisabeth« / einer tochter Baptistä Noel / VicomteCampden / gezeuqet hatte. Er fieng gar zeitig an / als ein Vo-lontair zur see zu dienen / und erwiese sich unter dem titul einesLord Dursley / den er an. 1699. nach seines bruders tode an-nahm, in unterschiedenen bcgebenheiten so tapfer, daß er an.1701- wm Capitain von dem kriegs-schisse Sorlings, hernachvon dem schiffLithfield, und endlich von dem schiff Boyne er-nennet ward. Dieses letztere commandirte er an. 1704. den 1;.aug. in dem treffen bey Velez Malaga, wider die Französischeflotte. An. berief man ihn, in anfthung der guten dien-fie, welche er seinem vatterlande geleistet, in das Parlement,
bev
da er denn den 7. wertz in dem Ober-Hause würcklich seinen^nahm. An. 1708. erlangte er die würde eines Oomrc-Aduwrals von der blauen flagge, befand sich bey dem Admiralals derselbe die landung des Prätendenten zu nichte machte, umreinigte das Mittelländische meer von feindlichen schissen; wor-auf er an. 1709. Vice-Admiral von der meisten flagge wurm-Nach seines vatters tode, der an. 1711. erfolgte, nahm er ,als Graf von Berkley, in dem Ober-Hause des Parlementsnen sitz, und legte den 22. oct. als Cantzler des Hertzogthum»Lancaster, den eyd ab. Hiernächst erhielt er das Gubernamemvon der Grafschafft Glocester und der stadt Bristol, ward auwnicht lange hernach würcklicher Admiral von der rothen fiagMund Königlicher geheimer Rath. An. 1714. hatte er dieden neuen König Georgium I. mit einer escadre kriegs-MMaus Holland nach Engelland zu begleiten, welcher ihn nicht n»in seinen bedienungen bestätigte, sondern auch an. 1717- E'Ober - Lommistärio der Admiralität und Ritter des Hdw'bandeö machte. An. 1719. muste er, nebst dem Admiralris, die Schottländischen kästen bedecken, als der Prätendem,durch Vorschub des Spanischen Hofes , mit einer lanmuwschwanger gieng. An. 17; z. ward er nach des Vicomterington, Georg» Byng, tode, Vice-Admiral von Groß-Bf'tannien, wie auch Commendant en ckef von allen KöniglE'.flotten, und gesegnete an. 17; 6. das zeitliche. Das erste nwvermählte er sich mit einer tochter Caroll, Hertzogs vonmont, und nach deren tod mit der verwittiblen GräfinHerrford, und hinterließ einen einigen söhn, mit nahmengustus. tom. I. x>. 229. , .
Berkley, oder Berkeley (von Stratton I eine neben-l""von der nächst vorhergehenden,welche gleichfalls unter den PAvon Engelland einen platz hat. Der Ritter Johann Berrvley von Brutto« ward von dem Könige Carvlo I. zum -MMeister seines jünger« Printzen, nachmals Jacobi II. gemacv'Zu anfange der zwischen dem jetztbesagten Könige und demlement entstandenen Uneinigkeit ergriff er vor jenen die waltenund wiewol er deswegen eine zeitlang gefangen sitzenso brachte er dennoch an. 1642. bey ersehener gelegenhcit eimansehnlichen succurs von kriegs - Munition zum dienst E,Maj. aus Holland nach Engelland. Nach diesem ernennte wder König zu seinem General in Cornwall; da er denn riebst^'Ritter Ralph Hopton unterschiedene Vortheile über die wivr'vpartey erhielt, insonderheit bey Bradock, Saltash, LaunE.eund Stratton, ingleichen zu Modbury in Dcvonshire. ^stadt Exeter brachte er durch eine rechte belagerung unter »Königs botmäßigkeit, und trieb die unter Roberti, GrafenWarwick, commando bey Topsham befindliche feindliche st» -tapfer zurück; worauf ihn Carolus I. zum Gouverneur »Ereter, und zu seinem General in Dcvonshire erklärte.anfthung solcher dienste machte ihn Carolus II. an.i6?9. dm ^may, zu Brüssel zum Baron von Engelland mit dem titul enLords Berkley von Stratton. Nachgehends war er an.bis 167;.Lord-Lieutenant von Jrrland, und darauf eine zew" j-Ambassador in Franckreich. Er starb endlich an. 1678. als e>n ^friger Catholicke. Er hatte sich verheurathet mit Christian»/ xner tochter des Ritters Andreä Riccard, Präsidenten vonOst-Jndischen compagnie, und einer wittwe HenriciKensington, mit welcher er, nebst einer an den Rittervon Hawstede verheuratheten tochter, Anna, 4. söhnei.) Carolum, welcher in dem Mittelländischen meer, u»vu/^rathet, mit tode abgieng, 2.) Johannem, seinen nachw?Derselbe ward Admiral von der flotte, Colonel von demregiment der KöniglichenMariniors,und erster Cammec-JN'des Printzen Georg« von Dänemarck.Er heurathete Joh»w'eine tochter des RittersJohann Temple vonEast-Sheen,vo« ^cher er aber nur eine tochter bekam,die jung starb; z.Maucw^der gleichfalls in seiner jugend das zeitliche gesegnet; 4-unvhelmum,welcher an. 1697. seinem bruder Johannt succedir«, ^ ^mit des vorgedachten Ritters, Johann Temple, andrerFrancifta, z. söhne und 4. tochter gezeugt, nemlich Johann^ ^Helm, Carl, Johanna, Francifta,Barbara,und Anna.
^ -hier,
mit des vorgedachten Ritters, Johann Temple, andrer toMW-
""'UZ./
k. II. p. 98. co,/r/>. wm. I. p. 41^-
* Berkley, ( Wilhelm) von,guter familieausEngeu»^
reisete an. i6;o. in verschiedene lander, und an. ^46-ginien. Nachgehends war er daselbst, von an. 1660. vls ^Gouverneur, da er nach Engelland zurücke gieng. Er "m ^2677. und hat ausser einigen comödien eine beschrewu»v §§Virginia und von deren einwohner gesehen in Englisch"che geschrieben. , ärken. Oxon.
Berlamont, siehe Barlamont.
Verland, (Petrus) genannt der selige, oder Sem,war zu Medoc von armen und geringen eltern geooy^^wurde anfangs Lsnomous, und hernach an. i4zo. inschoff zu Bourdeaux. Er wollte die stlnÄionem prsZmsrnicht annehmen, und weil er selbst die üuäia lieble,er dazu, daß die Universität zu Bourdeaux aufgerichtetÜbrigens war er in der Theologie und Historie wov> fro-ren , und sagt man, daß er daselbst an einer kirchewnicke gearbeitet. Zu feiner zeit kam die stadt Bourdea >ter Caroli VII. botmäßigkeit. Er starb hierauf au. i4^>' po«erhielt an. 1481. König Ludovicus XI. LommiLrw ESixto IV. welche wegen feines lebens und seiner wunder ^ Ko-einziehen sollten. Doch wurde am 148;. durch den tob ^ dernigs diese canonisakion unterbrochen , und nun gytk