Band 
Erster Theil. A - Be.
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965
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tsiH. üortum Lziststtenleni, und an. 1616. einen pafciculunixsriorum nebst der cominNiition von an. 1622. wie auch IconesKorum <L berbarum heraus. l 4 Vrrs, biogr.

. * Besler, (Hieronymus) ein bruder des vorigen, war gleichefalls ein Aeäicus zu Nürnberg, woselbst er an. i;66. den 2Y.sept. gebohren, und an. 16; 2. den 22. nov. gestorben. Erhat Lpillolsm Älecli'cam, welche in Ioh. Hornungtt Liüil ssle»üicL befindlich ist, geschrieben, bioZr.

* Besler, (Mich. Rupert) ein söhn des jetztgedachten Hie-ronymi, war ein Meälci-s und Stadt - kstylicus in Nürnberg,woselbst er an. 1607. gebohren, und an. 1661. den 8. febr. ge-storben. Er hat Hypockelin fabricse microcolini externe L in-terne ; p^bricarn foetus kumani, Nürnberg 1640. in fvl. 6220-xbMcium rsrum liLMrsIium, Ib. 1642. in fol. Üluntissam sävirscum LMctcenlL Lsslsrignum, ib. 1646. Obfervstiouemltllronomico-IVIeäicLM mulieris trss Kilos enixse; pslciculumOblsrvstlouum Neäicurum; LsLopst^Iacium NsälcumiirumleleÄilllinorum; Gründlichen bericht des Wildbades an derEnß und des Deynacher sauerbrunnens; ssroxssum NelLncbo-lico-8corbuticum hinterlassen. tbeatr.

Besly , (Johann) Advocat des Königs zu Fontenay inPvitou, daher er auch gebürtig war. Seine grosse wissenschafftin den Französischen antiquitäten hat er in der Historie von denGrafen in Poitou und Hertzogen von Guienne, welche sein söhnnebst etlichen andern traclaten heraus gegeben, vornemlich sehenlassen. Lo/o,»/crr biblioeli.

Besme, stehe Behme.

Besoldus, (Christoph) war an. r 577. zu Tübingen geboh-ren. Er wurde anfänglich an diesem seinem geburtö-orte kro-keilor ZurisJrat aber an. 16^. zu der Catholischen kirche, un-geacht er vorher in unterschiedliche» schriften, sonderlich in dembuch, welches er ö'iZm, remporum intituliret, selbige so scharf,als kaum ie ein Protestantischer TKeoloZus gethan, angegriffenhatte. Wie dem allem, so wurde er darauf Loäicis und .jurizpublici Professor zu Jngolstadt, wie auch Kayserlicher und Chur-Bayerischer Rath. Er starb an. i6;8. den i;.sept. Dieursa-chrn ssiner religions-änderung legte er an. 16;?. in einer eigenenschnft an den tag, und kan es seyn, daß ihn das böse leben eint-«er, jo j,ch Protestirend nennten, dazu bewogen habe, wie er«n!? G sslnen schriften eine grosse liebe zur srömmigkeit bezeuget,chtan hat von ihm 8^uor>fiii rsrum sb o. L. gslturum ufgus Läberäinanäum, welches Äristianus Adamus Ruperti mit gelehr-ten anmerckungewund Christoph.Arnoldus mit einer fortsetzungheraus gegeben; ingleichen finden fich von ihm 8^noxl-8 llocäri-nre koliricse; poliricorum lib. II. 8igna tsmxorum, üvs luc-cinÄa <L axerta rsrum xoli sseligioriis ssskormacionem uä bocTvl in Luropa gollurum äijuäicatio ; äs dlawra poxulorum, <Läe linguarum ortu stgus immutstlons; c!s vsrrs pbilofopbis-punällmento ; äs 8sliioms krisoeäsiitia; Historie Imperii L011-liantlnoxoIicLni L ssurcici ; ferner Lrbis L Hegn! flisrusslx-mitsni, 8iculi L XeapoliMrä; cie Incrementls Imperiorum;Isseläurus krLÄlcus, welcher etliche mal, sonderlich LUIN uääitio-nibus Dietherryund Speidelii gedruckt worden; äxiomLtL pbi-lofoxbl-L Cbriliian-L , und viele andere. , LXLM.

elsrick. Lrkeilm. pssri«,, äiss. äs Ltbessmo. LiZrttmr/ inrroä.aä biK. eccl. p. r?;. äiar. biogr. Arnolds ketzer-hist.

p. II. lik. XVII. c. i. *

ss Er war anfänglich Hofgerichts-Advocat, hernach erst an.I6ro. Professor ssirss zu Tübingen, und übrigens ein grundge-lehrter Iliüoricus, Jurist, und koliricus. Sein abfall soll nacheinigen daher gekommen seyn, weil er nach der Nördlmger-sthlacht gemeynet, es seye nunmehro aus mit den Lutheranern.Seine schrift, welche er ausgegeben unter dem titul: Geistlicheund erhebliche Motiven rc. Jngolst. 16; 7. in 8. hat der da-Utalige 8enior des Evang. Mnillsrii zu Eßlingen, und nachge-hends Tübingische Cantzler, vr. Tobias Wagner, widerleget, inseiner Evang. censur der vermexnten Motiven rc. Tüb.*640. in 8. Dagegen schriebe der Dillingische Cantzler und Je-stut, Heinr. Wagnereck, eine Cathol. gegen-cenfur rc. Jngolst.^644. in 8. Allein Dr. Wagner antwortete ihm wiederum inmner Evang. IsseoIoAiu kstrum Lc. Ulm 1647. in 8. WasrssWens ehedessen Besoldo sechsten an der Catholischen religionMgllen, ist in seinem Osscurf. xolir. kug. äs inform. <L coudk.stbristf' ^ 02p- 10. zu sehen. Eine seiner berühmtesten2Vsstenjst: proäromus Vinälciarum LccieliLstlLsrum Vdur-7?oer^iogrum Lc. worauf hernach Locuments reäivivu No-xrgscipuorum in UucLtu WürtembsrgiN gesvlget,

weiche beyde zu Tübingen i6;6. und zum theil auch zu Wiencnst-m ^ aus gekommen. Er hat solche fürnemlich aus demAssIlttchen archiv, so ihm vorher offen gestanden, heraus gezo-^Sonsten sagt man, er stye von dem Kayser nach Wien,^0 twn dem Papst nach Bologna mit einer bestallung vonA^-ducaten, nebst dem versprechen der Probstey zu Stuttgardeingeladen worden, aber, ehe er solches an-^^Eonnte, gestorben. < 7 «>-o/, Würtemb. Unschuld. /. > 7 .episs. kamil. ssksol. ,/.77. a kkilocLliL Spill.^onEsrss^o^^ologor. XVürc. fuxxlsm. , äs

aen .Ä^^ / lJoh Georg) ein Rechtsgelehrter von Tübin-7«, ce- l^cictor und kioksssor sturis, und starb an.

.025«, ,Cr hat Lonläm f,ve ssefponss )uris; Öissermrionemäs On§ms peuäorum , Tübingen 1621. äs ssomani Imperütacie, w. 162;. äs kosäsrum )urs cL ulu; äs dlobilimts,

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l.c§idu8, privilsgiis - Vifpensstions, und äs 5urs municips-1i äliisgue vuLÄtus VVürtemberßici oräinationibus geschrieben.IPÄrs, biogr.

* Bester, (Bernhardinus von) ein Franciscaner, welcher in

dem xili. Lcuio um das jähr 1270. lebte, war ein aus derprovintz Aquitanien gebürtiger Franzos, und ein mitgefehrtSt. Bonaventurä, des damaligen Generaln seines ordens. Erschriebe die chronick der Generalen, einen auszug der begenäedes heil. Francisci, das leben des heil. Christoph von Roman-diola, rc. ässen. prsnc. Lc.

* Besta, ist die Mittäglichste stadt des von den Caften be-wohnten theils Africä. Dre zu gleicher provintz gehörige stadtNeduba liegt besser gegen Mitternacht. Diese zwey städte sindan dem gestad des OcsLm LMopici , und ist eine von der an-dern drey tagreisen entfernet.

* Bessäus, (Petrus) ein Parisischer Dass. Theologie, undKöniglicher Hof-Prediger, schrieb in Französischer spräche Lon-

ceptus lsu Oonciones in Lvangelis wtius snni in 2. tomis,

Paris 1629. Douay 16)2. welche Match. Martine; in daSLateinische übersetzt, Cöln 1611.161z. 1620.1624. AegidiusAlbertinus aber unter dem titul: Cacholische postille, Teutschheraus gegeben, München 1615. infol. Loncepws <L Lancia»

nes morales in kngulos äies tzuaäragefiMW <L fella kafcliatos,

welche gedachter Martine; ebenfalls Lateinisch edirt, Cöln1611. i6rz. 1618. i6;o. 1677. in 4. Lonciones in ockavanr8acramenti Hain. Lstliol. L xrsecipna illorum 8anÄor. lelssromi III. so zu Cöln 1610. und 161;. in 8. Lateinisch gedruckt rLonceptus Leu Loncione8 in omnia kesta; Oemocritum Lkri-ssianuin, Paris 161;. Lateinisch aber zu Cöln 1613. in 8.Hsraclimin Lssiiliünnrn, Paris 1615. in 8. Rouen 162z. La-teinisch zu Cöln iSn. 161;. i6l<;. äe sssguisttis boni kastorispccl. Paris i6;y. in 8. äs Ksscria Humana . ib. 1617. in 12»Xegals 8riceräociuni, Cöln 1615. in 8. kraxin Lbristisnam,LyVN i6;8. iN8. Lonceptus feu Lonciones äs 4. bominnm na»

villlmis, welche mehr erwehnter Martine; Lateinisch,Cöln i6n.161;. und Aegid. Albertinus unter dem titul: Seelen-compaß,Teutsch ans licht gestellet, München 1617. in 4.

Bestamontus, ein Egyptischer Märtyrer , welcher mit ;6.andern litte. in jsnuar. LÄL insrt.

Bessarabten, eine Türckische provintz in Europa, welchegegen norden an Podolien, gegen Westen an die Donau, undgegen osten an das Schwartze meer grentzet. Sie wird in dreySangiacats eingetheilet.

Beffarion, Cardinal, war aus der stadt Trapezunt in Pon-tus an den Armenischen grentzen gebürtig, und wurde von Geor-gio Gemisto Plethone , einem der gelehrtesten leuthe seiner zeit,in den ttnäiis unterrichtet. Er begab sich in den orden St.Basilii, und als er 21. jähr in dem kloster gelebet, ward er umsjähr 14; 6. Ertz-Bischvff zu Nicäa. An. 14; 8 . schickte man ihnauf das Loncämm nach Ferrara , so darauf nach Florentzverleget worden, da er mit seinem collegen , Marco Eugeni-co, scharf wider die Lateiner disputirte. Als er aber den ge-suchten rühm erlanget hatte, bequemte er sich auf ihre feite,daher er von seinem gemeldten collegen, dem Eugenico, übelangelassen wurde. Als aber das Concilium zu ende gieng,nahm er die partey der Lateiner an, und bewog den tod-kranckenPatriarchen zu Constantinopel, Josephum, daß er den ausspruchdes Loncilii noch unterschrieb. Als er wieder in Griechenlandkam, ward er von dem Kayser Johanne, und denen, so esmit den Lateinern hielten, zum Patriarchen zu Constantinopelernennet, muste aber dennoch solche würde denen bey ihrer reli-gion eifrigen Griechen überlassen. Er erhub sich derhalbennach Italien, allwo er von Eugenio IV. zum Cardinalgemachtward. Der folgende Papst, Nicolaus V. gab ihm das Bißthumzu Tivolt, und die Legation von Bononien, welches amt er bey

iayr mit solcher klugheit verwaltete, daß er von den Domi-nicanern und Franciscanern zu ihrem krotsckor erwehlt wurde.Nach dem jähr 1458. lag er dem Papst Pio II. an, daß er denkrreg wider die Türcken anfangen sollte, gieng auch deshalbenin Gesandtschafft an den Kayser Fridericum III- die TeutschenFürsten und die Republick Venedig, bey welchen er aber weiternichts erhalten konnte, als daß sie volck würben; doch der plötz.liehe tod des Papsts zerstörte alle diese anschlage. Ums jähr1464. bekam er von dem Papst Paulo II- nach absterben desCardinals Jsidori den titul eines Patriarchen von Constanti-nopel. Er wäre auch an. 1471« an Paust stelle zum Papst er-hoben worden, wenn thue nicht sein Cammerlmg , NicolausPerottus , daran gehindert hätte. Denn als ihm ;. vorneh-me Cardinäle die post überbringen wollten, daß die stärckstspartey in dem Loncssvi entschlossen hatte, ihne zum Papst zuwehlen, wollte sie gedachter Perottus nicht in die celle seinesHerrn lassen, vorwendend, man müsse ihn nicht in seinem ftudisren verstören. Worauf sie alsobald Sixtum IV. erwehletm.Als solches Beffarion gehört, sott er zu Perotto gesagt haben:Eure unzeitige sorgfalt hat mich um die Päpstliche Leo-ne, euch aber um den Cardmals-Hut gebracht. Er istaber nicht lange hernach gestorben. Denn als ihn Sirius IV.nach Franckreich an Ludovicum XI. schickte, und zugleich ordregab , mit dem Hertzoge von Burgund zu tracliren, fieng erbey diesem letztem an, weil er dafür hielt, daß selbiger amschwersten würde zu gewinnen seyn; und zugleich durch die-se ehrbezeigung desto eher das, so er suchte, von demsel-ben zu erlangen vertzoffte. Aber dadurch verdarb ers da-gegen,