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U. Tochter mit Carvlo U. weicher aber nicht langer sein freund
8- als bis sein bruder Carolomannus gestorben war. Denn^ "ach diesem niemand mehr furchte, verstieß er Dcside-^"ochter wieder, und als Dcsiderius Carolomanm söhnen wr.t^.Carolum N. beystunde, der Papst Adrianus 1-auch die al-dLge wider die Longobarden zu gleicher zelt vor Carolum N.^chie, an. 77;. mit einer mächtigen armee m
f allen, drang an zwey orten durch die pM der Alpen, undr Ite alle diejenigen, welche diefelbigen beschützten. Er wMauch der armee des Destderii, welche dieser selbst commandrr-seinen solchen schrecken ein, daß sie sich aufherannchungdesM gäntzlich zerstreuet-. Er belagerte hierauf Pav-a , undf"htn übrigen trouppen nahm er Verona und andere LomSvbardlsche städte weg. Endlich, nachdem er das Oster-fest zuRom gehalten, meng er wieder zu selbe, und nahm Pavia em,welches sich an. 77"? an ihn ergab. Dcsiderius, ferne gemah-nn und seine Ander wurden gefangen nach Franckreich gefüh-rt, und sein söhn Adalgisüs fluchtete nach Constantmopel.Desiderius starb kurtz hernach, als er > 8. jähr regieret hatte,und hierdurch wurde das Reich der Longobarden m Italien,nachdem es ros. jähr gewähret, aufgehoben. n-
ta Lsroli M. K. gnnas sä sn. 772. (egg. bibuotn.
vlr. 8tepksnl <L äärisni.
Dcsiderius Lonttobardus, weil er aus der Lombardie ge-wesen , war ein^voctor in der Sorbonne in dem XIII. Lculo,Und einer von den arösten leuthen der Academie, welche widerdie Bettel-Mönche geschrieben, daher» ihn diese, gleichwie denWilhelmum äs St. Amore und andere unter die kcher ge-?ehlet. 5. HoMM , Loatrs impugn. rslig. csp. 6. v« öo«.
hilf. vmv. kariswns. /)- , h«r. ;. ,
ULr. !<;6. äs NonscUis L. 4;. , IN
Elements IV. Lc.
* Dcsiderius, Hertzog zu Toulouse- lebte unter Chilperico,Äonige von Australien , und commandirte an. §8;. die armeeWider die Burgunder, wurde aber geschlagen. An. 585 . wolltem nebst andern Gundvbaldum, der sich für des altern KomgsClotarii söhn ausgab, auf den thron setzen. Doch war ereiner von den ersten, die wieder von ihm abtraten, wo-durch er sich bey Guntchramno dergestalt in ansehen setzte,daß er ihm die armee anvertraute. Allein in der schlackst widerdie Wisigolhen war er so unglücklich , daß er zwar an. 587. sieauf das Haupt schlug, aber im nachsetzen sein leben einbüßte.6-VZM-E VII. 27. 28. Zq» 4;. VIII. 27. 4?.
cbrcm. r. /sl». ölc.a». ckrcm. x. 16. VON BUNckUS Reichs-historie rc.
. * M 8 I 6 Xs-l 1 ' 0 ir.L 8 , waren bey den Römern eine gat-tuug öffentliche bediente in einer gewissen liberey gekleidet,Welche in den tkesrri« den leuthen ihre platze anwiesen. Eswaren dergleichen bediente bey allen öffentlichen ceremonien, umeinem teder, bey dergleichen proceßivnen seinen platz, wo er ge-hen oder sitzen solle, zu zeigen , so daß es eine aattung Ccremo-Uten-meister waren ; dergleichen bediente man sich auch bey densogenannten I.näis knnecslibus, oder feyrlichen Versorgungender reichen, bey welchen die Alten sehr viele umstände zu ma-chen pflegten, sonderlich wann die verstorbenen in ansehen ge,Wesen. Einige davon waren zwey von den ersten aufwarternder gvllin Libitina , welche mit einer schaare anderer leiche-vedienten den cörper aufhoben. Seneca nennet sie läbirias-kwF; dahin gehörten auch die kollinökorsg, VelplUones, Ollo-^08 8 snäspllsni, pr-eiisce Ls. Alle diese leukhe giengen inder Pompe ihrer ordnung nach vor diestin I-ibicinsrio her.Siehe , smigg. 8 .»m. Q^ciex, sä , lib. I.
Epist. 7. V. 6. Über die Worte Oellgnswrem ässorst liclori-VU8 Mis, eäit. Lsrik. 1710. Die Griechen hiessen derglei-chen leuthe Lrsbsutss. und eigentlich zu reden waren sie ge-wiethet, und wurden also der lerchen-ceremonie als gemietheteleuthe (undwicht , als hätten sie krafft ihres amts diese ge,Walt, dieselbe nach ihrer ordnung zu fuhren) vorgesetzet. Vlä.
, äs )ur. Nsn. 'üb. I. LSP. I ?. welcher überdie würde dieser Designstorum einen grossen streit mit Aleratohatte, wett er ihnen nach Guthmi meynung ^uvlel ehre ein-raumete, da doch in der 1e§. Ännus.1). äL LNnuo leZaro gesagtwerde , die erben haben das recht gehabt, das xi-rs-ckum über^ ökgangnisfe zu führen. Lonk. 6^^. Iid. 111- L^p.27. gääe 1eZ. O. tte Hi8 hur not. inkÄmia.
- * Desto , eine kleine stadt im Hertzogthum Mayland, zwi«Mn den kleinen Offen Sevese und Lambro gelegen , undDein Marchese Henrici gehörig.
. Desirade, (Is eine von den Antillischen insuln in Süd-Ame,7.^' Abhört denFranzvsen , welche verschiedene cvlonien da-mvst haben. Chnstophorus Columbus hat sie am ersten ent-und ihr diesen nahmen gegeben. Sie ist klein,Wuchtbar, und liegt zehen oder zwölf Meilen von Gnad
oder zwölf weilen von Guadalr
*.Desirant, (Bernhardus) ein Augustiner-Mönch uvon der Facultät zu Lösen, war von Brug^-Am.udern geburtlg. Er erhielt zu Löven die LroIsNomv^ ^^!A.und knlMLse, nebst dein titul und besoldung
des 75
führte, und besonders wider die fouverainität der Könige sounbesonnen loszog, daß er an. 1701. dieser seiner ämter ent-setzt, und aus den Niederlanden verwiesen, an. 1708. aber,da er neue Händel und Unruhen erregen wollen, aller benefi«cien, die er noch in Loven hatte, verlustig erkläret, und zu-gleich aus allen und jeden der Spanischen herrschafft untereworffenen Reichen und ländern auf lebens - zeit verbannet wur-de. Als er sich hierauf zu Aachen einige zeit aufgehalten, be-rufte ihn der Papst Clemens XI. nach Rom, wo er eine kw-Istllon in dem Lollegic» 8gpisntise bekam, und zu Vertheidi-gung der beruffenen Cvnstitution (ImZemw8 gebraucht wur-de. Das vornehmste werck, so er in dieser absieht verfertiget,ist sein Lonlilium kletstis äs ncm legeisnäis errsntlbii«, leckcorrigsnäis, da er insonderheit das Loncilium zu Costnitz undden berühmten Gerson angepackt, dahero ihn auch Lenfant inseiner bistolrs äu Loirnle äe Lonüslice zu widerlegen gelegen-heit genommen. Er starb zu Rom unter der regierung Bene-dicti XIII. Von seinen lebeus - umständen findet man einigtNachricht in den I-em-ss äe Nr. Lrn-mlä, toin VII. ingleichenin einer schrift, welche Is k. Oesiram: , ou I» kourberie äsDouvsin, betitelt, und die auch ins Lateinische übersetzt her-aus gekommen ist.
, * Desirä, (Artus) ein Römisch - Catholischcr Priester imXVI. ls-culo, von dem man nicht sagen kan , auS welchemlande er gebürtig gewesen. Er bezeigte einen sonderbaren eiferwider die Protestantische religion, und gab wider selbige einegrosse anzahl schritten an den lag, die doch , weil es ihm angeschicklichkeit fehlte, insgesamt sehr schlecht gerathen, unddahero schon damals wenig geachtet worden , ob er sie gleichmit allerhand übel angebrachten lächerlichen possen ausgespickt,und dadurch angenehm zu machen gesucht. Seine elendeschreib-art aber ist es nicht allein , um welcher willen er vonsich zu reden gelegenheit gegeben; sondern er hat sich auch ei-nes Verbrechens wider den Staat schuldig gemacht, und demKönige Philippo II. in Spanien eine schritt übergeben, worinner denselben ersucht, daß er der in Franckreich zu gründe gehen-den Catholischen religion zu hülffe kommen sollte. Er wurdedeswegen zu Orleans an. i;6e. gefangen genommen, und nachParis gefuhret, da er sich denn selbst entweder die galceren,oder ein ewiges gefängnis zur gnade ausbat. Das Parlementaber verfuhr noch gelinder, als er sich eingebildet , und ver-dammte ihn nur allein zu einer smsnäe ttonorsbls, und daßer in einem Carthäuser - kloster 5. jähr lang busse thun sollte;woraus er jedoch kurtz darauf entflohen ist. Er kam aber an.1568. wieder zum Vorschein , gab auch zu Paris viele neueschritten heraus, und starb um das jähr i;?8. Seine bücher,welche alle sehr rar sind, führen folgende titul : I-smentsrionäs nütre Nere 8. Lglilo ; !s Lombat äu stäels kspists , ke-lerin ttomsln comre INxoüst llntlpspiste ; LoMrsgoilcm äes52. ckrrnkons äs Llem. Nsrot, kluffsmeM: intltulee5 xsr luiklMllmes äs vsviä ; Is 8ingerie äe8 Huguen»t8, n. f. w.
«r«, sä sn. i;6i. memoir. wm. XXXV.
* Deslandes, (Natalis) einer der besten Redner seiner zeitaus dem Dominicaner - orden , war an. 1569. vor der stadtBlois auf einem baner - Hofe gebohren. Er büffele seine ei-tern , da er kaum das dritte jähr erreichet, ein , und in seinemii. jähre legten ihm die Dominicaner zu Blois ihren ordenS-habit an, schickten ihn in seinem 19. jähre nach Bourges,wo er unter den Jesuiten die Ilumsnlors studirte , und an.1595. nach Paris. Hier hatte er den berühmten Nie. Coeffeteauin I'kilosoxkicls zum anführer, und setzte sich bey selbigemdurch seinen fleiß in liebe und gunst, brachte es auch an rühmder woblredenheit in den vornehmsten städten von Franckreichfast eben so weit , als erwehnter sein lehrmeister durch seineschritten in Europa. Nachdem er an. 1606. den grsäum Is.centisü erlanget, ward er an. 1609. keökor des Lollegü 8sn.^sLobei, und durch Vermittelung des Cardinals Richelieu, derihn vor einen mann erkannte, welcher die gantze stadt durch sei-ne bewegliche oratorie an sich zu ziehen im stand wäre, an. 1615.Königs Ludovici XIII. Hof-Prediger. Von diesem erhielt er an.16,5. nach seiner Wiederkunft aus Spanien, wohin er vonselbigem war verschicket worden, das Bißthum Treguier, undim folgenden jähre die confirmation von Urbano Vin der ihnehedeffen , wie er noch als Päpstlicher Xuiw'us zu Paris ge-standen , mit vielem vergnügen disputiren gehöret hatte. Erbesaß solche Bischvffliche wurde in die 9. jähr mit grossen»rühm, und starb den 19. aug. an. 1645 in dem 76 jähre sei-nes alters. Man hat nichts als eine /eichen - rede von ihm ,die er an. 161«. dem König Henrico IV. gehalten, und welcheG. äu Peyrat nebst andern gleiches innhalts zu Paris i6n.in 8. heraus gegeben. In seine predigten, davon jede ge-druckt zu werden verdienet, haben sich die bey seinem absterbengegenwärtig gewesen, getheilet. 8«»,.
«ra/cl-E bibl. Dominic. tom. II. P- 545 -
Desligneris, (Jacobus) Präsident im Parlement zu Pa-ris , war aus einer alten adelichen familie in Beausse entspros-sen. Er studirte zu Paris, Löven und Padua, und that sich nach,gehends zu Paris unter den berühmtesten Advocaten hervor.Franciscus I. machte ihn zum läeutemmr-Henersl in der Bail-Üage der stadt Amiens, hernach zum Rath nn Parlement zu Pa-ris, und endlich an. 1544. zum Präsidenten der dritten Lttsmbrsckss Luljustsr, in welchen verrlchtungen er sich allemal sehr
G - wohl